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Ratgeber: Verhütungsmethoden

ÖKO-TEST Kompakt Sex
vom 06.07.2012

Verhütungsmethoden

Große Auswahl

Noch immer ist die Pille unter den Verhütungsmitteln die Nummer eins. Gleichzeitig wächst aber das Unbehagen an der klassischen Hormontablette. Doch es gibt etliche Alternativen.

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06.07.2012 | Wer heute nach einem passenden Verhütungsmittel sucht, hat die Wahl zwischen rund 30 Alternativen: hormonell oder chemisch, mechanisch oder natürlich. Mit Minipille oder Mikrochip, mit Ring oder Pflaster, als Spritze oder Implantat. Möglich ist auch eine Verbindung verschiedener Verfahren. Diaphragma oder die Portiokappe werden durch chemische Verhütungsmittel sicherer gemacht. Frauen, die es lieber natürlich wollen, können die Temperaturmethode mit Hormonmessungen kombinieren. Viele Präparate werden für Frauen bis zum 20. Lebensjahr von den Krankenkassen bezahlt.



Hormonelle Methoden

Kombinierte Pille

Moderne Östrogen-Gestagen-Präparate enthalten wesentlich geringere Hormondosen als die Pillen der ersten Generation. Sie verhindern den Eisprung oder das Einnisten des Eis in die Gebärmutterschleimhaut. Ausgehend von einem Zyklus von 28 Tagen werden die Kombinationspräparate meistens während der ersten 21 Tage geschluckt. In der darauffolgenden pillenfreien Woche tritt dann die Regelblutung ein.

Vorteile: Bei korrekter Anwendung bietet die Kombinationspille einen sehr sicheren Schutz. Sie wirkt sich positiv bei Akne aus und verringert Menstruationsbeschwerden.

Nachteile: Die künstliche Östrogenzufuhr kann Migräne, Übelkeit, Spannungsgefühle in der Brust, Gewichtszunahme oder ein Nachlassen der Libido verursachen. Durch die neuen, niedrig dosierten Produkte treten solche Nebenwirkungen aber wesentlich seltener auf. Für Raucherinnen ab dem 35. Lebensjahr besteht ein erhöhtes Risiko für Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Viele Frauen fühlen sich außerdem gestresst, weil sie die Einnahme nicht vergessen dürfen. Liegt der übliche Einnahmezeitpunkt mehr als zwölf Stunden zurück, ist die Wirkung futsch. Auch Erbrechen oder schwerer Durchfall beeinträchtigen die Sicherheit ebenso wie einige Medikamente, etwa Antibiotika, die die Aufnahme der Hormone über die Darmschleimhaut behindern.

Für wen geeignet? Die kombinierte Pille eignet sich nicht für stillende Mütter, weil der Säugling zu viele Hormone abbekommen könnte. Auch bei Lebererkrankungen, Diabetes und Neigung zu Migräne, Thrombosen oder Bluthochdruck ist die östrogenhaltige Pille zu riskant. Da die Gefahr mit den Jahren steigt, sollten sich Frauen ab 35 überlegen, auf eine östrogenfreie Methode umzusteigen.

Pearl-Index: 0,1 bis 0,9

Kosten: 5 bis 21 Euro im Monat, je nach Packungsgröße.

Minipille

Sie enthält nur Gestagen, und zwar niedriger dosiert als in der kombinierten Pille. Der Wirkstoff Levonorgestrel verändert den Schleim im Gebärmutterhals, sodass die Spermien nicht durchschwimmen können. Außerdem hemmt er den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Allerdings wird der Eisprung selbst nicht verhindert, sodass die Methode gewisse Sicherheitsrisiken birgt. Die Minipille wird ohne Unterbrechung geschluckt. Deshalb werden die Blutungen auch unregelmäßiger, leichter oder können ganz wegbleiben.

Vorteile: Die typischen Nebenwirkungen der östrogenhal

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