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Mittel gegen Gedächtnisstörungen im Test: Mehrheit ist nicht empfehlenswert

ÖKO-TEST September 2018 | Autor: Christine Throl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 30.08.2018

leungchopan/Shutterstock
Foto: Traditionelle Heilpflanze: Ginseng wird in Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.

Mittel mit Ginkgo, Ginseng- oder Taigawurzeln gegen Vergesslichkeit und nachlassende Konzentration sind meistens rausgeschmissenes Geld. Wir haben 28 Präparate eingekauft und getestet. Nur ein Arzneimittel schneidet mit "gut" ab.

Ein Werbespot im Fernsehen, beste Sendezeit: Zwei Senioren sitzen mit einem blonden Mädchen auf dem Teppichboden und spielen Memory. Der eine räumt ein Kartenpaar nach dem anderen ab. "Sag mal, wie kannst du dir das alles nur merken?", fragt der andere, während das mitspielende Kind genervt die Augen verdreht. "Ich nehm doch Ginkgo ...", antwortet der Gewinner.

Wenn es so einfach wäre. Gewinner sind in jedem Fall Hersteller und Verkäufer ginkgohaltiger Produkte. Laut Marktforschungsunternehmen IMS Health verdienten Apotheken im Jahr 2017 damit rund 195 Millionen Euro. Was Arzneimittel angeht, ließen besonders Tebonin aus dem Haus Dr. Willmar Schwabe, Gingium von Hexal und Ginkobil-Ratiopharm die Kassen klingeln.

Helfen Ginkgo & Co. gegen Vergesslichkeit? 

Doch hilft es wirklich, zu Mitteln mit Ginkgo oder anderen Heilpflanzen zu greifen, wenn die Konzentration nachlässt und die Vergesslichkeit zunimmt? Gefragt sind sie allemal. Neben Ginkgoprodukten gibt es auch zahlreiche Präparate mit Ginseng oder Taigawurzel, die das Gedächtnis und die Konzentration stärken sollen.

Wer sich im Alter Sorgen um seine Gedächtnisleistung macht, sollte die Ursachen abklären lassen. "Vor allem, wenn die Gedächtnisprobleme die Aktivitäten des täglichen Lebens beeinträchtigen", sagt Professor Peter Berlit von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Klar ist: Memory zu spielen und das Hirn zu fordern, hilft im Zweifelsfall mehr gegen das Vergessen, als Pillen zu schlucken. Das zumindest sagt die Forschung zu Demenz.

28 Mittel gegen Gedächtnisstörungen im Test  

Für diesen Test haben wir uns 28 Mittel vorgenommen. Die Hersteller preisen sie für das Gedächtnis, die Konzentration sowie zur Stärkung an. Darunter sind elf rezeptfreie Arzneimittel mit Ginkgo, sechs mit Ginseng und Taigawurzel und elf Nahrungsergänzungsmittel. Alle Mittel haben wir bezüglich Wirksamkeit und bedenklicher Substanzen geprüft.

Das Testergebnis: Von 28 Produkten im Test fallen 18 mit "mangelhaft" und "ungenügend" durch. Gerade einmal ein Arzneimittel mit Ginkgo erhält die Note "gut", alle anderen Präparate mit Ginkgo sind nur "ausreichend" oder schlechter. Bei Arzneimitteln mit anderen Wirkstoffen und bei fast allen Nahrungsergänzungsmitteln sehen wir rot bis tiefrot.

"Memory zu spielen und das Hirn zu fordern, hilft im Zweifelsfall mehr gegen das Vergessen, als Pillen zu schlucken."
"Memory zu spielen und das Hirn zu fordern, hilft im Zweifelsfall mehr gegen das Vergessen, als Pillen zu schlucken." (Foto: Romrodphoto/Shutterstock)

Es kommt auf den Extrakt an 

Auf den Extrakt kommt es an. Von den elf Ginkgopräparaten ist lediglich ein Produkt zur Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungseinbußen mit Beschwerden wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zu empfehlen. Alle Mittel enthalten einen definierten Ginkgoblätterextrakt, der dem Europäischen Arzneibuch entspricht. Doch nur der Spezialextrakt in dem empfehlenswerten Produkt schneidet in der wissenschaftlichen Begutachtung "gut" ab.

"Für diesen Extrakt liegen drei methodisch aktuelle Studien zu Patienten mit Alzheimer-Demenz und altersbedingten Gedächtnisstörungen vor. Bei zwei dieser Studien wurde eine signifikante Verbesserung der kognitiven Defizite bei einer Tagesdosis von 240 Milligramm gefunden", sagt unser Gutachter Professor Manfred Schubert-Zsilavecz. "Gut" und nicht "sehr gut" lautet unser Urteil, weil die medizinische Leitlinie zur Behandlung von Demenzerkrankungen anderen, verschreibungspflichtigen Medikamenten den Vorrang gibt.

Auch für den Spezialextrakt eines anderen Mittels gegen Gedächtnisstörungen im Test liegen produktbezogene klinische Studien vor. Doch weder was Qualität noch was Quantität dieser Daten anbelangt, können sie aus wissenschaftlicher Sicht als sichere Wirksamkeitsbelege gelten. Deshalb sehen wir die Wirksamkeit dieses Produkts als nur "wenig überzeugend" nachgewiesen. Gleiches gilt für die übrigen Arzneimittel mit Ginkgo. Für die Extrakte darin liegen gar keine produktspezifischen Studien vor.

Was ist ansonsten im Test aufgefallen? 

  • Zwei Mittel gegen Gedächtnisstörungen im Test führen als Anwendungsgebiet zusätzlich die "Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit" und die "unterstützende(n) Behandlung von Ohrgeräuschen" auf. Belege aus wissenschaftlichen Studien gibt es dafür nicht.
  • Arzneimittel mit Ginkgo können die Blutungsneigung erhöhen und Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Medikamenten erzeugen. Darauf weisen die Hersteller aller Präparate in den Beipackzetteln hin.
  • Wissenschaftlich betrachtet ist kein Arzneimittel mit Ginsengwurzeln und Taigawurzel für das ausgelobte Anwendungsgebiet wirksam. Dass die traditionelle Anwendung der Ingredienzien "zur Stärkung und Kräftigung bei Müdigkeits- und Schwächegefühl, nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie der Rekonvaleszenz" wirkt, hat bislang keine Studie belegt. Auch eine Kombination von Ginseng mit Vitaminen und Mineralstoffen lässt keine positive Wirkung auf Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erwarten.
  • Fehlende Warnhinweise: Nehmen Patienten Mittel mit Ginseng und gleichzeitig solche zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels, besteht das Risiko zu unterzuckern. Entsprechende Warnhinweise vermissen wir auf einem Produkt im Test.

Aufschriften auf Mitteln gegen Gedächtnisstörungen

Nahrungsergänzungsmittel sind laut Gesetz Lebensmittel. Sie dürfen im Gegensatz zu Arzneimitteln nicht mit einer medizinischen Wirksamkeit beworben werden und richten sich eigentlich nicht an kranke Menschen. Entsprechend spärlich oder geschickt sind denn auch die Aufschriften auf den Verpackungen der Mittel im Test.

Meist prangt der Pflanzenname - "Ginkgo" oder "Ginseng" fett auf der Verpackung, darunter ist dann zum Beispiel "Gedächtnis und Konzentration" oder "Vitalität und Leistungsfähigkeit" zu lesen. Im Gegensatz zu den Arzneimitteln enthalten die Produkte aber nicht näher definierte Extrakte der Heilpflanze. Es bleibt völlig im Dunkeln, wie hoch der Gehalt der Pflanzenextrakte ist und um was für eine Qualität es sich handelt. Entsprechend gibt es auch keinen Nachweis von Effekten der Extrakte durch Studien.

Helfen Mittel mit Ginkgo, Ginseng- oder Taigawurzeln gegen Vergesslichkeit?
Helfen Mittel mit Ginkgo, Ginseng- oder Taigawurzeln gegen Vergesslichkeit? (Foto: Image Point Fr/Shutterstock)

Werben Hersteller mit Effekten der Extrakte? 

Entsprechend vorsichtig sind die Hersteller auch, mit Effekten der Extrakte zu werben. Einzig auf einem Mittel gegen Gedächtnisstörungen im Test steht: "Ginkgoextrakt kann zur Sauerstoffversorgung des Gehirns beitragen". Das ist eine gesundheitsbezogene Werbeaussage, ein Health Claim.

Allerdings gibt es für Pflanzeninhaltsstoffe, sogenannte Botanicals, in Nahrungsergänzungsmitteln derzeit noch keine zugelassenen Health Claims. Verschiedene Hersteller haben zwar zahlreiche Health Claims bei der EU beantragt, die sich quasi in Wartestellung befinden. Aber ein Antrag für den Claim auf dem Zirkulin-Produkt liegt nicht vor. Die Werbung damit ist unzulässig.

Über Health Claims für Vitamine

Kommen wir nun zu Health Claims für Vitamine. Die meisten Anbieter umgehen das Problem ganz einfach: Sie geben ihren Produkten Vitamine und Mineralstoffe zu, für die es zugelassene Health Claims gibt, die den traditionellen Heilsversprechen von Ginkgo, Ginseng oder Taigawurzel ähneln und mit denen sie dann auf den Verpackungen werben.

So kommen Ginseng und Taigawurzel in der traditionellen Pflanzenheilkunde gegen Müdigkeits- und Schwächegefühl zum Einsatz. Nach dem EU-Register für Health Claims können allein neun Vitamine und Mineralstoffe zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung beitragen.

Und Jod, Eisen und Zink können die normale kognitive Leistung unterstützen. Das kann aber laut Register auch der Genuss von ausreichend Wasser: "Wasser trägt zur Aufrechterhaltung normaler körperlicher und kognitiver Funktionen bei" ist dort als Claim zu finden. Ein besonderer Nutzen der Nahrungsergänzungsmittel im Test für gesunde Verbraucher ist daher aus unserer Sicht nicht gegeben.

Ein überprüftes Produkt wirbt mit der Aussage: "Folsäure hilft die geistige Leistung zu erhalten". Dies ist laut EU-Register nicht zulässig.

Aufzeichnen, was einem Wichtig ist

In Patientenverfügungen legen wir fest, was wir uns im Fall der Fälle an medizinischer Behandlung wünschen. Vor allem was wir nicht wünschen. Doch was wünschen wir uns im Fall einer fortgeschrittenen Demenz an Dingen, die vielleicht unsere Lebensqualität steigern? Woher wissen Angehörige und Pflegende, welche Vorlieben in Sachen Musik oder Essen man hat, welche Abneigungen und wo Ängste liegen?

Schreiben Sie all das auf, so können Sie Angehörige und Pflegende entlasten. "Was einem Menschen wichtig ist, was er gerne mag und was ihm am Herzen liegt, ist genauso zu bedenken wie die Patientenverfügung. Wenn jemand diese Dinge für andere aufschreibt, überlegt er am besten auch, in wessen Hände er das Dokument geben möchte, denn es enthält meist sehr persönliche Informationen", sagt die Gerontologin Dr. Marion Bär, die mit dem Kompetenzzentrum Alter am Institut für Gerontologie Heidelberg kooperiert.

Sie ergänzt: "Man sollte sich auch fragen, steht man mit den Menschen, die später vielleicht die Pflege übernehmen, in einem guten Kontakt? Oder gibt es etwas zu klären?" Je weiter die Demenz fortschreite, desto schwieriger werde die Kommunikation mit Worten. Aber Emotionen und die Fähigkeit, Sinnesanregungen zu genießen, verblieben in der Regel bis zum Schluss. Häufig werde aber zu früh aufgehört, mit dem Erkrankten zu reden. "Menschen mit Demenz können bis zu einem mittelschweren Stadium darüber Auskunft geben, was ihnen wichtig ist", sagt Bär. Daher gelte es, so lange wie möglich zu versuchen, im Gespräch zu bleiben.

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Testverfahren

Der Einkauf: Wir haben 28 Mittel mit Ginkgo, Ginseng und Taigawurzel in der Apotheke, im Reformhaus und in Drogerien eingekauft: elf rezeptfreie Arzneimittel mit Ginkgo gegen Gedächtnisstörungen, sechs stärkende Arzneien mit Ginseng und Taigawurzel und elf Nahrungsergänzungsmittel, die zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Wirksamkeit und Nutzen: Helfen Mittel mit Ginkgo gegen Gedächtnisstörungen? Können Präparate mit Ginseng und Taigawurzeln die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit verbessern? Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Uni Frankfurt hat alle Mittel für uns begutachtet. Außerdem wichtig: Überschreiten die Dosierungen der Vitamine und Mineralstoffe die Höchstmengenempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung? Sind Warnhinweise in den Beipackzetteln und auf den Verpackungen deklariert?

Die Hilfsstoffe/die weiteren Inhaltsstoffe: Enthalten die Produkte bedenkliche oder umstrittene Hilfs- und Inhaltsstoffe wie künstliche Farbstoffe, die Allergien auslösen können? Kommen als Füllstoffe Phosphate zum Einsatz, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können? Daraufhin haben wir uns die Zusammensetzung aller Produkte genau angeschaut.

Die weiteren Mängel: Sind in den Verpackungen chlorierte Verbindungen verarbeitet, die bei der Herstellung und der Entsorgung ein Problem für die Umwelt darstellen?

Die Bewertung: Arzneimittel ohne handfeste Wirkungsbelege aus wissenschaftlichen Studien sowie Nahrungsergänzungsmittel ohne Nutzen für den gesunden Verbraucher schneiden bei uns schlecht ab. Zudem werten wir ab, wenn Vitamine und Mineralstoffe zu hoch dosiert sind oder Hersteller auf Nahrungsergänzungsmitteln unzulässig werben. Auch fehlende Warnhinweise wirken sich auf das Gesamturteil aus.

Bewertungslegende 

Arzneimittel

Bewertung Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel: Unter dem Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel führt zu einer Abwertung um vier Noten: eine durch Studien nicht überzeugend belegte Wirksamkeit für die Steigerung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bei Ginseng- und Taigawurzel-(Eleutherococcus-)präparaten (in der Tabelle "nein"). Zur Abwertung um drei Noten führen: eine durch Studien nur wenig überzeugend belegte Wirksamkeit zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen für Ginkgoextrakte, für die keine produktspezifischen Studien vorliegen und/oder für die produktspezifische Studien vorliegen (LI 1370). Zur Abwertung um zwei Noten führt: eine durch Studien nicht überzeugend belegte Wirksamkeit für Ginkgoextrakte für die weiteren Anwendungsgebiete Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/ oder die unterstützende Behandlung von Ohrgeräuschen/Tinnitus (in der Tabelle "nein"). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) die durch Studien nur unterstützend nachgewiesene Wirksamkeit des Ginkgospezialextrakts EGb 761 (in der Tabelle "gut"); b) die überflüssige Kombination von Wirkstoffen (Ginseng mit Vitaminen und/oder Mineralstoffen); c) bei Ginsengpräparaten fehlender Warnhinweis zu Diabetes mellitus (nicht anwenden bei Zuckerkrankheit und/oder Wechselwirkungen mit Mitteln zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels).

Bewertung Testergebnis Hilfsstoffe: Unter dem Testergebnis Hilfsstoffe führt zur Abwertung um eine Note: ein Alkoholgehalt von mehr als 10 Vol.% in Tropfen.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen in Verpackung.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel. Ein Testergebnis Hilfsstoffe bzw. Weitere Mängel, das "gut" ist, hat keinen Einfluss auf das Gesamturteil.

Nahrungsergänzungsmittel

Bewertung Testergebnis Maßgebliche Inhaltsstoffe und Deklaration: Unter dem Testergebnis Maßgebliche Inhaltsstoffe und Deklaration führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) kein Nutzen für den gesunden Verbraucher; b) bis zu 2 mg isoliertes Betacarotin in einer Tagesdosis; c) mehr als 45 μg Selen in einer Tagesdosis; d) unzulässige gesundheitsbezogene Angaben; e) mehr als 6 mg Eisen in einer Tagesdosis. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Fischöl; b) mehr als 30 mg Vitamin E in einer Tagesdosis; c)􀁽mehr als 250 mg Vitamin C in einer Tagesdosis; d) mehr als 3,5 mg Vitamin B6 in einer Tagesdosis; e) mehr als 200 μg Folsäure in einer Tagesdosis; f) mehr als 100 μg Jod in einer Tagesdosis; g) mehr als 60 μg Chrom in einer Tagesdosis; h) mehr als 6,5 mg Zink in einer Tagesdosis; i) mehr als 25 μg Vitamin B12 in einer Tagesdosis; j) mehr als 0,5 mg Mangan in einer Tagesdosis; k) nicht näher definierte pflanzliche Bestandteile, die mengenmäßig ausgelobt sind; l) fehlender Warnhinweis, dass Vitamin A in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden sollte; m) fehlender Warnhinweis, dass Produkte mit mehr als 16 mg Nicotinamid pro Tag nicht für Schwangere geeignet sind; n) fehlender Warnhinweis, dass das Produkt mehr als 3,5 mg Zink pro Tag enthält und daher auf weitere zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel verzichtet werden sollte; o) fehlender Warnhinweis, dass Männer, postmenopausale und schwangere Frauen Eisen nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen sollten; p) bei Produkten mit Ginkgo und Ginseng fehlender Warnhinweis bei Anwendung bei erhöhter Blutungsneigung und/oder zu Wechselwirkungen mit Gerinnungshemmern; q) bei Ginsengpräparaten fehlender Warnhinweis zu Diabetes mellitus (nicht anwenden bei Zuckerkrankheit und/oder Wechselwirkungen mit Mitteln zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels); r) bei Produkten mit Taigawurzel fehlender Warnhinweis bei Anwendung bei Bluthochdruck.

Bewertung Weitere Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Weitere Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um eine Note: Phosphat.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen in Verpackung.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Maßgebliche Inhaltsstoffe und Deklaration. Ein Testergebnis Weitere Inhaltsstoffe bzw. Weitere Mängel, das "gut" ist, hat keinen Einfluss auf das Gesamturteil.

Testmethoden 

Wirksamkeitsbelege, Nutzen und Beipackzettel: Begutachtung durch Gutachter. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Einkauf der Testprodukte: Juni 2018 

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