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15 Laufshirts im Test

Zum Davonlaufen

Spezial Fit und Gesund | Kategorie: Freizeit und Technik | 02.05.2014

15 Laufshirts im Test

Wer läuft, tut dies meist in Kunstfasern. Anbieter moderner Laufshirts versprechen mit ihren Textilien einen angenehmen Tragekomfort. Doch sechs Shirts in unserem Test zeigten sich nicht eben in Bestform.

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Wenn Rocky Balboa alias Sylvester Stallone in den diversen Teilen des Boxermärchens zum Trainingslauf startet, trägt er diesen betongrauen Schlabber-Jogginganzug. Und wenn Rocky seinen Lauf quer durch Philadelphia schließlich nach dem Sprint über die Treppenstufen hoch zum Philadelphia Museum of Art in Jubelpose beendet, ist der Anzug nass - schweißnass.

Die Mitglieder der Industrievereinigung Chemiefaser, des Zusammenschlusses von Kunstfaserherstellern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, kennen den Grund: Rockys Trainingsanzug besteht aus Baumwolle. Und mit dieser Naturfaser am Leib wird der ambitioniert trainierende Boxer zum Wasserträger. Denn wenn Schweiß auf Baumwolle trifft, saugt die sich wie ein Schwamm voll und klebt am Körper. Die Fasern quellen auf und werden undurchlässig. Ganz anders jene Fasern, aus denen die Sportbekleidungsanbieter heute ihre Funktionstextilien komponieren. Laufshirts aus Polyester oder Polyamid leiten die Feuchtigkeit, die beim Schwitzen entsteht, nach außen ab, bevor sie sich als Schweißfilm auf der Haut ablagert. An der Laufshirtoberfläche kann der Schweiß dann trocknen.

Wer sich jetzt fragt, warum er oder sie dann bei der jüngsten Karnevalsparty im Supermannkostüm oder Catwoman-Catsuit aus Polyester so unheldenhaft geschwitzt hat, findet die Antwort im Herstellungsprozess von Kunstfasern. Denn Fadengröße, -form und -textur entscheiden über die Fähigkeiten des eingesetzten Polyesters oder Polyamids.

Um Chemiefasern herzustellen, benötigt man eine zähe Flüssigkeit: die Spinnmasse. Deren Ausgangsstoffe werden zu spinnbarem Material aufbereitet - dem Polymer. Synthetische Polymere sind zum Beispiel Polyamid-, Polyester- und Elastanfasern. Damit aus der Spinnmasse Garn entsteht, wird das Material durch feine Öffnungen einer Spinndüse gepresst. Die Form der Düsenlöcher ist für die unterschiedliche Faserquerschnittsform verantwortlich. Denn ob der Faden rund, dreieckig oder sternchenförmig ist, hat Einfluss auf die Eigenschaften der daraus hergestellten Textilien.

Die Textuierung, ein weiterer Verarbeitungsschritt, erhöht das Volumen und die Elastizität des Garns. Sie beeinflusst Weichheit, Wärmeisolierungs- und Feuchtetransportvermögen des Garns und der daraus hergestellten Artikel. Und hier stecken Chemiefaserhersteller auch Know-how, das heißt letztlich Geld, rein. Polyesterlaufshirt ist also nicht gleich Polyesterlaufshirt. Zum Beispiel wenn das eine aus Mikrofasern gewebt ist. Diese feinsten Fäden sind doppelt so fein wie Seide. Knapp drei Kilogramm eines solchen Fadens reichen aus, um die Welt am Äquatorkreis zu umwickeln. Der Einsatz solch feiner Fäden bedeutet größere Oberfläche bei gleichem Gewicht. Eine größere Oberfläche verbessert die Verdunstung von Schweiß. Ein aus feinstem Garn produziertes Laufshirt fasst sich auch weicher, die Chemiefaserhersteller schwärmen "seidiger", an.

Neben dem Faden macht aber auch die Verarbeitung den Unterschied. Hersteller Adidas etwa wirbt mit Climacool-Z


Laufshirts: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Kossmann Meryl Sport Shirt Damen, blau
  • Kossmann

Under Armour Women's Heatgear Sonic Short Sleeve, pink
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Pro Touch Damen T-Shirt Performance, rot
  • Intersport

Unifit Laufshirt Herren, grün/anthrazit
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Nike Miler Damen Laufshirt Dri-Fit, pink
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Gore Essential Herren Laufshirt, kiwi
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Rono Velvet Damen-Funktionsshirt, türkis
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Asics Inner Muscle 1/2 Zip Top Men, shocking orange
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H&M Sport Laufshirt Funkc Zolty, Yellow Light, Herren
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Tao Running Womens Cobalt Shirt Zentourion, schwarz
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Runners Point Herren Kurzarm-Laufshirt V-Ausschnitt, schwarz
  • Runners Point

Thoni Mara Runner's Wear Herren Basic Ti-Shirt, azur
  • Thoni Mara

Falke Women Zip Shirt Shortsleeve Experience, berry
  • Falke

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6 Seiten
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vom 02.05.2014
Abrufpreis: 1,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Der Sommer ist nicht mehr weit: Deshalb haben wir 15 kurzärmlige Laufshirts eingekauft. Im Einkaufskorb landeten sowohl acht Modelle für Läufer, als auch sieben für Läuferinnen. Mit dabei sind Produkte der bekannten Sportartikelhersteller, aber auch Shirts von kleineren deutschen Anbietern sowie bekannten Laufmarken. Ebenfalls im Test: ein Laufshirt der ersten Sportkleidungskollektion von Hennes & Mauritz. Das günstigste Testprodukt kostete 4,95 Euro, das teuerste 69,95 Euro.

Die Inhaltsstoffe

Stecken krebserregende Farbbausteine in den knallig-bunten Laufshirts? Und haben die Hersteller Bakterienkiller zugesetzt, um etwa schlechte Gerüche oder Keime zu töten? Es könnten auch schädliche zinnorganische Verbindungen im Material stecken, die die Kunstfasern Polyester oder Polyamid vor Licht, Witterung und Feuchtigkeit schützen sollen. Das alles und noch ein bisschen mehr können moderne Funktionstextilien enthalten. Entsprechend umfangreich waren unsere Untersuchungsaufträge für die Labore.

Die Materialprüfung

Die Fragen waren: Behalten die Laufshirts ihre Farbe, auch wenn sie starker Reibung oder Schweiß ausgesetzt sind? Und färben sie vielleicht im feuchten Zustand auf andere Textilien ab?

Die Bewertung

Laufshirt und nackte Haut kommen unter Extrembedingungen in Kontakt: beim Sport. Die Haut ist warm, sie schwitzt, und das Shirt reibt beim Laufen auch noch an ihr. Stress für die Haut durch problematische Inhaltsstoffe braucht da niemand. Und Farbtöne wie Kiwi, Shocking Orange oder Azur sind wirklich trendy, aber nicht wenn sie auf andere Kleidungsstücke abfärben. Deshalb muss beides stimmen: die Eigenschaften des Materials und dessen Inhaltsstoffe. Ist ein Testergebnis schlecht, kann das Gesamturteil nicht besser sein.

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Erschienen am 02.05.2014

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