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Vegane Butter: Ist sie klimafreundlicher als echte Butter?

Autor: Ann-Cathrin Witte | Kategorie: Essen und Trinken | 18.02.2021

Vegane Butter ist eine gute Alternative zu Butter aus Milch.
Foto: Oksana Mizina/Shutterstock

"Alles in Butter" heißt ein bekanntes Sprichwort. Schauen wir in unsere eigene Küche stellen wir schnell fest: Butter ist überall. Wer nach pflanzlichen Alternativen sucht, findet inzwischen eine ganze Reihe von Angeboten. Wir verraten Ihnen, woran man die Butter-Alternativen erkennt, und ob vegane Butter tatsächlich klimafreundlicher als das Original ist.

  • Butter gehört in vielen Haushalten zu den Grundnahrungsmitteln. Klimafreundlich ist das Milchprodukt allerdings nicht.
  • Bei der Herstellung von einem Kilogramm Butter fallen stolze 24 Kilogramm CO² an. 
  • Eine bessere Wahl sind vegane Butter-Alternativen auf Basis von pflanzlichen Ölen und Fetten.

Butter verwenden wir täglich in einer Vielzahl von Gerichten. Sie kommt auf das Frühstücksbrötchen, in den Kuchenteig oder zum Braten in die Pfanne. Doch wie alle Milchprodukte steht Butter häufig in der Kritik. Neben den ethischen Problemen der Massentierhaltung stellt sich auch die Frage, welche Auswirkungen Butter auf den Klimawandel hat. 

Butter hat eine schlechte Klimabilanz

So schreibt die Tierrechtsorganisation PETA auf ihrer Website, dass Butter eines der klimaschädlichsten Lebensmittel überhaupt sei. Der Grund: Für die Herstellung von einem Kilogramm Butter braucht es umgerechnet etwa 18 Kilogramm Milch. Heißt wiederum, dass für unseren Butterkonsum viele Milchkühe gehalten werden müssen, die gleichzeitig viel klimaschädliches Methangas produzieren. Vergrößert wird der ökologische Fußabdruck der Butter noch durch den Herstellungsprozess, die Verpackung, den Transport und die energieintensiven Kühlketten. Da kommt was zusammen, nämlich etwa 24 Kilogramm CO² pro Kilogramm Butter.

Brot und Butter sind fester Bestandteil vieler Mahlzeiten.
Brot und Butter sind fester Bestandteil vieler Mahlzeiten. (Foto: Hrytsiv Oleksandr/Shutterstock)

Vegane Butter: Was ist drin?

Ökologisch unbedenklicher sollen vegane Butteralternativen auf Basis von pflanzlichen Fetten sein. Sie enthalten in der Regel eine Mischung aus Pflanzenölen wie Raps-, Sonnen- oder Leinöl und pflanzlichen Fetten wie Kokos- oder Palmfett. Dazu kommen noch Wasser, Salz, Emulgatoren und Aromen sowie bei manchen Sorten Vitamine und Farbstoffe. Rechtlich gesehen dürfen die veganen Alternativen nicht als "Butter" bezeichnet werden. Deswegen findet man sie im Supermarkt unter der Bezeichnung "Pflanzenmargarine".

Doch Vorsicht, nicht jede Margarine ist automatisch vegan. Es gibt auch Varianten, die Milcherzeugnisse, Fischöl oder Rindertalg enthalten. Ein Blick auf die Zutatenliste schafft Klarheit. Oftmals sind vegane Produkte zudem mit einem speziellen Siegel, etwa dem grünen V, gekennzeichnet. Als besonders empfehlenswert gelten übrigens Alternativen auf Raps- und Leinölbasis, da sie viele gesunde Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Vegane Butter besteht aus verschiedene pflanzlichen Ölen und Fetten.
Vegane Butter besteht aus verschiedene pflanzlichen Ölen und Fetten. (Foto: JPC-PROD/Shutterstock)

Die Klimabilanz von veganen Butter-Alternativen

Aber wie klimafreundlich ist Pflanzenmargarine eigentlich? Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 fallen bei der Produktion von einem Kilogramm Margarine etwa 0,7 Kilogramm CO² an. Das ist erheblich weniger als bei der Herstellung von Butter. Zudem braucht es für die Herstellung von Margarine etwa 50 Prozent weniger Landflächen als für Butter, da der Anbau von Ölpflanzen weniger Land benötigt als der Anbau von Futtermitteln für Kühe.

Schlecht für die Klimabilanz von Margarine ist dagegen, dass viele Produkte Palmöl enthalten. Denn für die Palmöl-Herstellung werden große Teile des Regenwalds gerodet. Wer das nicht unterstützen möchte, wirft vor dem Kauf einen Blick auf die Zutatenliste. Denn Palmöl ist kennzeichnungspflichtig.

Übrigens: Wer vegane Butter selber herstellen möchte, findet im Internet eine breite Auswahl an Rezepten. Alles was es dafür braucht, sind Kokosfett, Lein- oder Rapsöl, etwas Sojamilch und Kurkuma für die Farbe.

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