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Kein Mineralöl mehr: Nesquik-Kakao überzeugt dennoch nicht

Magazin September 2019: Wie krank macht uns Mikroplastik? | Kategorie: Essen und Trinken | 06.09.2019

Kein Mineralöl mehr: Nesquik-Kakao überzeugt dennoch nicht

Nestlé Nesquik war im Test Kakaopulver für Kinder im Februar mit "ungenügend" durchgefallen. Ein beauftragtes Labor hatte Mineralölbestandteile nachgewiesen. Nestlé zweifelte dies an. Nun haben wir den Kakao erneut überprüft.

So geht Fortschritt, wenn auch nur in kleinen Schritten: Wir hatten Nestlé Nesquik im Test Kakaopulver für Kinder (ÖKO-TEST Magazin 2/2019) mit „ungenügend“ bewertet. Dazu trug bei, dass das von uns mit der Analyse beauftragte Labor in dem Pulver gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe nachgewiesen hatte. Und zwar in einer Menge, für die wir unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe zwei Noten abgezogen hatten.

Der Konzern teilte uns mit, das Ergebnis „so nicht akzeptieren“ zu wollen und zweifelte die Methode an, die das von uns beauftragte Labor angewendet hatte. Im Rahmen einer geplanten Aktualisierung des Tests schrieb Nestlé nun unter anderem, dass das Getränkepulver im Jahr 2019 statt in Plastik in Papier verpackt werden solle. Grund genug für uns, aktuelle Ware (Preis pro 900-Gramm-Packung: 3,99 Euro) auf Mineralölbestandteile analysieren zu lassen. Und siehe da: Weder gesättigte noch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe waren nachweisbar.

Zu viel Zucker und überflüssige Vitamine 

Also alles super? Leider nicht. Zuckrig ist das Pulver immer noch. Erste Zutat: Zucker. Den Nährwertangaben auf der Verpackung zufolge, satte 77,1 g pro 100 g. Mit weitem Abstand folgt mit 21,3 % als zweite Zutat fettarmer Kakao. Gemäß Empfehlung zubereitet liefert jede Portion des Getränks mehr als 7,5 g Zucker. Weiterhin enthält Nesquik überflüssige Vitamine. B-Vitamine sowie die Vitamine C und E werden als „Start in den Tag“ und „Das Plus zur Milch“ angepriesen – verleihen dem Produkt aber allenfalls einen gesunden Anstrich. Zu viel Zucker und unnötige Vitamine führen zu einem Testergebnis Inhaltsstoffe „befriedigend“.

Hinzu kommen etliche weitere Mängel. An den von uns kritisierten Auslobungen hat sich praktisch nichts geändert. Auf einem Produkt, das sich ganz offensichtlich an Kinder wendet, macht Nestlé Nährwertangaben, die sich auf einen durchschnittlichen Erwachsenen beziehen. Und es wird zuviel geworben: mit Selbstverständlichkeiten („ohne Konservierungsstoffe laut Gesetz“), mit den gesunden Inhaltsstoffen von Milch, obwohl das Pulver überwiegend aus Zucker besteht. Das Testergebnis Weitere Mängel lautet daher weiterhin „mangelhaft“. Insgesamt verbessert sich aber das

Gesamturteil von "ungenügend" auf "mangelhaft"

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