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Ratgeber: Innendämmung

Spezial Energie
vom 06.10.2016

Ratgeber: Innendämmung

Wenn außen nichts geht

Viele Hausbesitzer, aber auch Fachleute haben Vorbehalte gegenüber einer Dämmung der Außenwände von innen. Mit dem richtigen Material, und sorgfältig ausgeführt, ist die Innendämmung gleichwohl eine ernst zu nehmende Alternative.

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06.10.2016 | Meistens werden Häuser heute von außen gedämmt. Dabei wird gleich noch die Fassade erneuert und schützt danach wieder vor Wind und Wetter. Nicht immer und überall ist aber eine Außendämmung machbar, wenn zum Beispiel die Fassade nicht verändert werden kann oder soll, weil zum Nachbargrundstück oder zum Gehweg nicht genügend Platz ist oder weil nicht alle Eigentümer mit einer Komplettsanierung einverstanden sind. Hier kommt die Innendämmung ins Spiel. Doch viele Hausbesitzer, aber auch einige Fachleute verbinden mit ihr große Probleme. Von nassen Wänden, abplatzendem Putz und Schimmel unter der Dämmschicht ist dann die Rede. Richtig ist, eine Innendämmung benötigt Sorgfalt und Erfahrung in der Planung und Ausführung. Sie hat aber auch zahlreiche Vorteile. Wir stellen die Argumente vor.

Pro Innendämmung

Statt gleich das ganze Haus einzupacken, kann man Raum für Raum dämmen, bei sorgfältigem Arbeiten und guter Anleitung auch in Eigenleistung. Zudem brauchen Mieter nicht darauf zu warten, dass der Vermieter endlich in den Wärmeschutz investiert. Allerdings müssen sie sich vorher mit ihm absprechen und eine schriftliche Einverständniserklärung einholen. Für Sichtmauerwerk, Stuckfassaden, Fachwerkhäuser und überall dort, wo die Außenwirkung der Fassade nicht geändert werden soll oder darf, ist eine Innendämmung auf jeden Fall besser als gar nichts in Sachen Wärmeschutz und Energieeinsparung zu unternehmen. Immerhin reduziert sich der Wärmeverlust durch die Wand schon mit einer acht Zentimeter starken Standarddämmung um 60 Prozent, bei dickeren Dämmschichten oder sehr gut dämmenden Materialien noch mehr. Da kein Gerüst nötig ist, kann der finanzielle Aufwand geringer sein. Eine Innendämmung ist nicht durch Vandalismus gefährdet, bei Verwendung von nichtbrennbaren Materialien (Baustoffklasse A1/A2) bleibt im Gegensatz zu Wärmedämmverbundsystemen mit Polystyrol auch der Brandschutz unverändert. Selten genutzte Räume werden schneller warm, da keine kalten Wände aufgeheizt werden müssen. Keller lassen sich in Wohnräume umbauen, ohne gleich das Haus rundherum aufgraben zu müssen. Die Kosten für eine Innendämmung sind sehr unterschiedlich, je nachdem wie die Ausgangsbedingungen sind und welches System verwendet wird. Je Quadratmeter Wandfläche kostet eine Innendämmung etwa 45 bis 180 Euro inklusive Montage. Zum Vergleich: Eine Außendämmung kostet pro Quadratmeter je nach Ausführung und Region circa 120 bis 180 Euro.

Kontra Innendämmung

Die Dämmschicht reduziert die Wohnfläche, je zehn Meter Wandlänge um 0,8 Quadratmeter bei einer acht Zentimeter dicken Dämmung. Das gilt für jedes Geschoss im Haus. Oft passen nur sechs bis acht Zentimeter Dämmstoff auf die Wand, außen sind es 12 bis etwa 30 Zentimeter. Die Anschlüsse an Fensterrahmen und Innenwände sind aufwendig, und in Heizkörpernischen wird es oft eng für die Dämmplatten. Zudem werden Wärmebrücken schlechter gedämmt; das sind Stellen, über die besonders viel Wärme verloren geht, zum Beispiel de


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Seite 78 - 81 im Spezial Energie
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