Snacks für Kinder: Besser selbstgemacht

Magazin November 2022: Honig | Autor: Marieke Mariani | Kategorie: Kinder und Familie | 05.11.2022

Der Fruchtriegel für Kinder aus dem Supermarkt ist schnell und bequem. Aber ist er auch gesund?
Foto: Anna Nahabed/Shutterstock

Eltern von Kleinkindern wissen, ohne Zwischenmahlzeit geht man besser nicht aus dem Haus. Doch gekaufte Snacks aus dem Supermarkt enthalten häufig zu viel Zucker oder Salz. Die Lösung: Snacks für Kinder einfach selber machen. Wir haben Ideen für Sie. 


  • Snacks für Kinder aus dem Supermarkt sind schnell und bequem gefüttert. Gesund sind sie allerdings häufig nicht.
  • Mit kleingeschnittenem Obst und Gemüse bieten Sie Ihren Kindern eine gesündere Alternative an.
  • Gehaltvollere Snacks, wie Knabberstangen oder Muffins, lassen sich zudem auch schnell zu Hause backen.

Ob Reiswaffeln, Knabbersticks, Fruchtriegel, Babykekse oder Quetschies — die Auswahl an vermeintlich kindergerechten Snacks in Supermärkten und Drogerien ist groß. Allzu häufig enthalten diese Snacks aber viel zu viel Zucker oder Salz und sind damit das genaue Gegenteil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Oder aber, sie enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe, wie sich in unserem aktuellen Reiswaffel-Test zeigt.

Gleichzeitig entwickeln sich viele Kinder früher oder später zu kleinen Kostverächtern und würden sich phasenweise am liebsten nur von Snacks und Fingerfood ernähren. Ob nun als zeitweise Grundnahrung oder einfach als kleine Zwischenmahlzweit für unterwegs: Gesunde Alternativen gibt es viele – damit können Sie Knabbersticks und Quetschbeutel getrost im Regal stehen lassen.

 

Snacks für Kinder: Wie wäre es mit Gemüse?

Schnell zubereitet und gesund ist Fingerfood aus frischem Gemüse. Möhren, Paprika, Kohlrabi, Gurke, Avocado oder Tomaten eignen sich für Kinder prima als kleiner Snack für zwischendurch. Sicher in der Brotdose verstaut, passen sie in die Handtasche und sind jederzeit griffbereit.

Den Allerkleinsten sollte hartes Gemüse wie Karotte oder Kohlrabi aber nicht roh serviert werden. An größeren Stücken können ungeübte Esser leicht ersticken. Besonders häufig sind Unfälle mit verschluckbaren runden Lebensmitteln: Aus diesem Grund sollten Cherrytomaten mindestens geviertelt angeboten werden, damit sie beim versehentlichen Verschlucken nicht die Luftröhre verschließen.

Härtere Gemüsesorten nicht roh servieren

Je kleiner das Kind, desto größer das Risiko. Babys und Kleinkindern bieten Sie härtere Gemüsesorten besser püriert, geraspelt oder gedünstet an. Das minimiert zum einen das Erstickungsrisiko, zum anderen sind sie so leichter verdaulich und lassen sich auch mit der Zunge oder zwischen den noch zahnlosen Kauleisten gut zerdrücken.

Kleingeschnittenes und gedünstetes Gemüse ist ein gesunder Snack für Babys und Kleinkinder.
Kleingeschnittenes und gedünstetes Gemüse ist ein gesunder Snack für Babys und Kleinkinder. (Foto: Onjira Leibe/Shutterstock)

Obst: Die natürlich süße Zwischenmahlzeit

Apfel und Birne gehören meist zu den ersten Obstsorten, mit denen Kinder in Kontakt kommen – häufig in Form von Mus oder Brei. Später erweitern Bananen, Pflaumen, Mangos, Nektarinen, Melone, Beeren oder Weintrauben das Repertoire um viele leckere Geschmacksrichtungen. Hier gilt natürlich wie auch fürs Gemüse: Hartes und beerenförmiges Obst sollte für Babys und Kleinkinder so weit zerkleinert werden, dass kein Erstickungsrisiko mehr besteht.

Die Bandbreite an köstlichem Obst ist riesig und die meisten Kinder sind ganz begeistert von den natürlich-süßen Snacks. So beliebt die kleinen Häppchen sind, sollten Sie jedoch mit Augenmaß verzehrt werden. Denn auch ohne zugesetzten Industriezucker ist der Fruchtzuckergehalt von Obst – egal ob frisch oder getrocknet – nicht zu unterschätzen.

Größere Mengen Fruktose können bei kleinen Kindern sogar zu Durchfall führen. Ausnahme sind Bananen, die sich eher stuhlfestigend auswirken. Neigt ihr Kind zu Verstopfung, sollten Sie mit Banane eher zurückhaltend sein.

Mit Ausstechern für Weihnachtsplätzchen lassen sich auch aus Gemüse und Obst allerlei fantasievolle und kinderhandgerechte Formen zaubern.
Mit Ausstechern für Weihnachtsplätzchen lassen sich auch aus Gemüse und Obst allerlei fantasievolle und kinderhandgerechte Formen zaubern. (Foto: Flaffy/Shutterstock)

Snacks für Kinder selber backen

Selbstgemachte Knabbersticks, Kekse, Waffeln oder Muffins — das Internet ist voll von Backrezepten für kindgerechte, zuckerfreie Snacks. Wie zum Beispiel diesem hier: Aus 260 Gramm Dinkelmehl, 50 Millilitern Öl, einer reifen Banane und einem geraspelten Apfelstück einen Teig kneten und zu fingerdicken Rollen formen. Für 25 Minuten bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen backen - fertig sind die Knabberstangen.

Leckere zuckerfreie Muffins können Sie ganz unkompliziert mit Haferflocken zaubern: Vermischen Sie 85 Gramm Haferflocken mit einem klein geschnittenen Apfel, 65 Gramm Rosinen und einem gehäuften Esslöffel Kokosfett und pürieren Sie die Mischung anschließend zu einer gleichmäßigen Masse. Zum Schluss noch einen Teelöffel Backpulver unterheben und das Ganze in Muffinförmchen gefüllt für 15 bis 20 Minuten bei etwa 180 Grad backen.

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Vorsicht bei Rezepten mit Honig  

Welches Mehl Sie beim Backen für Kinder verwenden, ist Ihnen überlassen. Mit Buchweizen-, Amaranth- oder Quinoamehl lassen sich auch hervorragend glutenfreie Snacks herstellen. Aber Vorsicht: Setzen die Rezepte auf Honig oder Agavendicksaft statt Industriezucker, kommen Sie vom Regen in die Traufe. Vor allem im ersten Lebensjahr sind sie keine Alternative zum Haushaltszucker — und Honig ist für Babys bis zu einem Jahr ohnehin tabu. 

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