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Ratgeber: Die Entbindung

Wo soll das Kind geboren werden?

ÖKO-TEST November 2016 | Kategorie: Kinder und Familie | 27.10.2016

Ratgeber: Die Entbindung

Die Antwort auf diese Frage hängt sowohl von der Persönlichkeit der werdenden Mutter (und ihres Partners) als auch vom Verlauf der Schwanger-schaft ab. Damit Sie Ihre Entscheidung besser abwägen können, haben wir zusammengetragen, was für und was gegen die einzelnen Optionen spricht.

Klinikgeburt

Klassiker mit Sicherheit

Die übergroße Mehrheit der Kinder in Deutschland, nämlich etwa 98 Prozent, kommt im Kreißsaal eines Krankenhauses zur Welt. Die meisten Eltern entscheiden sich aus Gründen der Sicherheit dafür. Sie wollen auch bei einer komplikationsfreien Schwangerschaft die Gewissheit haben, dass im Notfall alles bereitsteht, um das Baby und die Mutter selbst zu versorgen.

Was spricht dafür?

Für die meisten ganz klar der Sicherheitsaspekt.

Verschiedene Arten der Schmerzlinderung: Neben lokalen Betäubungsmethoden wie der Peridural-Anästhesie (PDA) oder der Pudendusblockade und medikamentöser Schmerztherapie bieten viele Krankenhäuser mittlerweile auch alternative Methoden zur Schmerzlinderung an.

Ein Klinikaufenthalt räumt der frischgebackenen Mutter - sofern sie sich nicht für eine ambulante Geburt entschieden hat - ein paar Tage Schonfrist ein. Sie kann sich etwas erholen und ist mit dem Baby nicht gleich auf sich gestellt. Zudem durchläuft das Neugeborene routinemäßig seine ersten Untersuchungen.

Trotz Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen verfügt Deutschland über ein vergleichsweise dichtes Netz an Kliniken mit Entbindungsstationen.

Was spricht dagegen?

Auch wenn die meisten Kreißsäle mittlerweile familiär und freundlich eingerichtet sind, fühlen sich doch viele Frauen von der Krankenhausatmosphäre abgeschreckt.

Wer keine Beleghebamme an seiner Seite hat, muss damit rechnen, dass das Personal aufgrund des Schichtsystems während der Entbindung wechselt. Angestellte Hebammen betreuen zudem häufig mehrere Geburten parallel.

Medikamente und Apparate kommen relativ schnell zur Anwendung - und sorgen nicht selten für eine Verlängerung der Wehen. Dammschnitte sind häufiger, zudem wird die Geburt öfter künstlich eingeleitet.

Geburtshaus

Geborgenheit und individuelle Betreuung

Auch wenn hier nach wie vor nur vor etwa zwei Prozent aller Kinder zur Welt kommen, wächst die Akzeptanz von Geburtshäusern kontinuierlich.

Was spricht dafür?

Die individuelle und vertraute Eins-zu-eins-Betreuung: In aller Regel steht den Frauen für die ganze Zeit der Entbindung eine Hebamme zur Seite, die die werdenden Eltern schon während der Schwangerschaft kennengelernt haben. Schichtwechsel wie im Krankenhaus sind nicht vorgesehen.

Persönliche Atmosphäre: Gemütlich eingerichtete Räume, die nicht an Krankenhaus erinnern, erleichtern das Wohlfühlen. Es geht wesentlich ruhiger zu

Frauen haben die Möglichkeit, verschiedene Gebärpositionen auszuprobieren, unnötige medizinische Eingriffe oder wehenfördernde Medikamente gibt es nicht, die Dammschnittrate ist niedriger als im Krankenhaus. Um die Schmerzen erträglicher zu machen, arbeiten die Hebammen mit natürlichen und homöopathischen Mitteln. Sie können auch die meisten Geburtsverletzungen versorgen.

Kurse wie Geburtsvorbereitung, Säuglingspflege, Babymassagen, Stillkreise etc. gehören zum Programm der Geburtshäuser - sie bieten also eine Art Rundumversorgung bei Schwangerschaft u

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Erschienen am 27.10.2016

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