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18 Babyöle im Test

ÖKO-TEST Mai 2016
vom 28.04.2016

18 Babyöle im Test

Erste Ölung

Eltern sollten die zarte Haut ihres Babys nur sehr maßvoll mit sanften Mitteln pflegen. Parfümzusätze und schädliche Produktionsrückstände sind unerwünscht. Zum Glück gibt es einige empfehlenswerte Babyöle, die nur wenig belastet sind.

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28.04.2016 | Babyhaut ist zart und dünn. Die Talgdrüsen sind noch nicht vollständig entwickelt und die Haut verliert schnell Feuchtigkeit. Hornschicht und Säureschutzmantel, die die Haut vor schädlichen Einflüssen schützen, sind noch nicht intakt.

Deshalb stellt sich die Frage nach der notwendigen Pflege für die empfindliche Haut. Sind Babyöle ratsam? Wie sehen das zum Beispiel Hebammen? Das sei sehr unterschiedlich, berichtete uns Susanne Weyherter vom Bayerischen Hebammen Landesverband. "Viele Hebammen arbeiten gern mit natürlichen Ölen und empfehlen diese vor allem bei trockener Haut. Denn am Anfang ist die Haut der Babys oft trocken und schuppig." Auch zur Babymassage seien Öle beliebt. Für die gesunde Babyhaut hält sie jedoch keine spezielle Pflege für nötig und bei massiven Hautproblemen sollte man sich vom Arzt beraten lassen. Was die Reinigung von Po und Windelbereich angeht, ist Susanne Weyherter Anhängerin von warmem Wasser und Waschlappen. Wenn jedoch das große Geschäft schon angetrocknet und verkrustet sein sollte, könnten Eltern schon auch zu etwas Öl greifen, um den Schmutz schonend zu lösen.

Für den Kinderdermatologen Dr. Marc Pleimes aus Heidelberg kommen Babyöle als Badeöle und zur Massage infrage. Einfühlsames Massieren ist für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Babys sehr förderlich. Mit den öligen Händen wird die noch sehr empfindliche Haut sanft bewegt - ohne Zerren und Reißen. Ansonsten empfiehlt der Arzt jedoch Cremes oder Emulsionen auf Basis von Wasser und Fett für die Rückfettung der Haut. Aber er hält es für legitim, den Po mit Ölen zu reinigen, denn die Reibung des Tuchs wird dadurch verringert.

Auch die Deutsche Haut- und Allergiehilfe empfiehlt in ihrer Patienteninformation, die in Zusammenarbeit mit der Klinik für Dermatologie der Charité Berlin entwickelt wurde, rein pflanzliche Öle, um die empfindliche Poregion hautschonend zu säubern. Für die trockene Haut haben sich nach deren Aussagen Cremes und Lotionen auf der Basis von pflanzlichen Ölen bewährt, die in die Haut eindringen und die Barrierefunktion verbessern können.

Was verbirgt sich hinter einem Pflegeöl?

Vorne auf der Verpackung werben die Hersteller gerne mit exklusiven und teuren Ölen wie Mandel-, Nachtkerzen- oder Jojobaöl. Ein Blick auf die Inhaltsstoffliste auf der Rückseite offenbart dann an erster Stelle - und damit mit dem höchsten Gehalt - gängige preiswerte Öle wie Sonnenblumen- oder Sojaöl, die aber dennoch nicht schlecht sind. Die beworbenen Öle rangieren dagegen meist weiter hinten.

Öle im Kosmetik- und im Lebensmittelbereich stammen oft aus Früchten und Saaten desselben Anbaus und werden auch gleichartig gepresst und weiterverarbeitet. Es können jedoch auch ganz getrennte Produktionspfade sein, vor allem bei Ölen, die primär für die Kosmetik eingesetzt werden. Für Lebensmittelöle gelten höhere gesetzliche Anforderungen. Dennoch seien auch Kosmetiköle hochwertig, weil die Kunden anspruchsvoll seien, erläutert uns Annette Rieck aus dem Q


Wir haben 18 Produkte für Sie getestet
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Baby Walz

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Bübchen Baby Öl
Bübchen

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Burt's Bees Baby Bee Pflegendes Babyöl
Burt's Bees

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Babylove Mein Erstes Babyöl
Dm

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Eco Cosmetics Baby & Kids Babyöl
Eco Cosmetics (Naturwarenladen)

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Hipp Baby Sanft Pflegeöl Sensitiv
Hipp

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K-Classic Baby Zartes Pflegeöl
Kaufland

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Lavera Baby & Kinder Sensitiv Pflegeöl
Laverana

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Logona (Naturwarenladen)

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Calendula Body Oil
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Beauty Baby Ultra Sensitiv Pflegeöl
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Real Baby Pflegeöl
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Babydream Pflegeöl Parfümfrei Extra Sensitive
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Töpfer Babycare Pflege Öl
Töpfer

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Weleda Baby & Kind Calendula Pflegeöl parfümfrei
Weleda

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18 Babyöle im Test
ÖKO-TEST Mai 2016 Seite 108
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ÖKO-TEST Mai 2016 Seite 115

8 Seiten
Seite 108 - 115 im ÖKO-TEST Mai 2016
vom 28.04.2016
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Unsere Einkäufer haben in Drogerie- und Supermärkten sowie in Bio-Läden 18 verschiedene Babyöle eingekauft und vor allem auf parfümfreie Varianten geachtet. Sechs Pflegeöle sind als Naturkosmetik zertifiziert.

Die Inhaltsstoffe
Anhand der Deklarationen haben wir die Inhaltsstoffe genau unter die Lupe genommen und dann in die Labore geschickt, um sie auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe zu untersuchen. Konservierungsmittel sind in Ölen zum Glück nicht nötig. In Parfümen und ätherischen Ölen können allergieauslösende Duftstoffe stecken, in manchem Parfüm auch künstliche Moschus-Verbindungen, die sich im Fettgewebe anreichern. Außerdem wollten wir wissen, inwieweit in den Ölen unerwünschte Rückstände von Phthalat-Weichmachern, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) oder Mineralölbestandteile wie MOAH zu finden sind, die sich auf ganz unterschiedlichen Wegen einschleichen können. MOAH können möglicherweise Krebs hervorrufen. Phthalate stehen im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken und sind teilweise bereits als fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Einige PAK-Verbindungen sind krebserregend.

Die Bewertung
Parfüme sollten in Produkten für die sensible Babyhaut, die auch im Windelbereich eingesetzt werden, gar nicht enthalten sein. Erdölprodukte/Paraffine werten wir ab, weil sie sich nicht so mühelos ins Gleichgewicht der Haut integrieren wie natürliche Öle. Minuspunkte gibt es auch für relativ hohe MOAH- und Phthalatrückstände. Unter Weiteren Mängeln werten wir umweltbelastende Verpackungen ab wie einen unnötigen Umkarton.

So haben wir getestet

Durch die verschiedenen Stufen der Raffination werden dem Öl unter anderem Farbe und Geruch entzogen.