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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
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Babyseifen

Sauber gemacht

Warmes Wasser reicht aus, um Babys Haut zu reinigen. Für alle Eltern, die ihren Nachwuchs dennoch hin und wieder mit einer Babyseife waschen mögen, haben wir eine Topnachricht: Alle Produkte sind "sehr gut".

2004 | 41
Zu diesem Thema ist ein neuer Artikel vorhanden.

11.10.2013 | Es sind wohl die Großmütter und Tanten, denen wir es zu verdanken haben, dass es Babyseifen, Babybadezusätze und -cremes gibt - immer öfter auch mit Parfüm. Denn Großmütter und Tanten herzen am liebsten duftenden und cremeglänzenden Nachwuchs. Doch nicht nur sie: Laut dem Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) in Frankfurt haben es parfümfreie Erzeugnisse bei uns Verbrauchern prinzipiell schwer. Auch deshalb, weil der charakteristische Eigengeruch der Inhaltsstoffe nicht dem persönlichen Empfinden vieler Menschen entspricht. Dabei sind sich Hebammen, Kinder- und Hautärzte einig: Babys benötigen weder Seifen noch Badezusätze. Und nicht nur für den Einsatz von Seifen oder Badezusätzen, auch beim Cremen gilt: Weniger ist mehr. Und gar nichts ist manchmal noch besser. Wem der Anblick "Baby in Leitungswasser ohne alles" am Badetag zu karg erscheint, dem raten Experten zu einem Schuss Pflanzenöl, einem Spritzer Sahne oder Muttermilch als Badezusatz.

Der Grund dafür, warum gerade bei der Babypflege vieles für einen stark reduzierten Einsatz von Pflegeprodukten spricht: Auch sehr milde waschaktive Substanzen können die empfindliche Haut strapazieren. Babys Haut ist nämlich fünfmal dünner als die der Eltern. Außerdem funktioniert die Produktion der Talgdrüsenfette, die die Haut vor dem Austrocknen schützen, nur eingeschränkt. Und der Säureschutzmantel hat sich noch nicht vollständig ausgebildet. Rund zehn Jahre dauert es, bis Kinderhaut zu einer ähnlich leistungsfähigen Schutzschicht zwischen Organismus und Umwelt geworden ist, wie die Haut Erwachsener.

Wir wollten wissen, ob die Babyseifen ihrem guten Ruf tatsächlich gerecht werden, und haben 13 Produkte in die Labore geschickt. Mit dabei sind drei Seifen in zertifizierter Naturkosmetikqualität.

Das Testergebnis

Besser geht es nicht: 13 Produkte sind im Test, 13-mal haben wir ein "sehr gut" vergeben. Und zwar sowohl für die zertifizierten Naturkosmetika als auch für die konventionellen Produkte.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 13 Babyseifen eingekauft. Dabei wählten wir drei Naturkosmetika aus sowie zehn konventionelle Produkte, darunter auch eines der bekannten Babymarke Penaten und einige Drogerieeigenmarken. Die günstigsten Babyseifen im Test kosten 0,45 Euro pro 100 Gramm, das teuerste Stück 5,79 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Erst Fruchtwasser und Käseschmiere, dann eine völlig neue Umwelt mit Wasser, Luft, Sonnenlicht und Bakterien. Babys Haut hat schon genug damit zu tun, sich darauf einzustellen. Was sie da nicht gebrauchen kann, sind vermeintliche Pflegeprodukte voll mit Schadstoffen. Deshalb haben die Labore nach all dem gesucht, was nicht in Babypflegeprodukte gehört, aber oft drinsteckt. Nach schädlichen halogenorganischen Verbindungen etwa, die manche Hersteller zur Konservierung einsetzen. Bei den Seifen ließen wir prüfen, ob allergisierende Duftstoffe oder bedenkliche polyzyklische Moschus-Verbindungen in den Produkten stecken. Auch nach dem Duftstabilisator Diethylphthalat ließen wir suchen. Denn der Weichmacher kann den Schutzmechanismus der Haut schwächen.

Die Bewertung
Keine problematischen Konservierungsstoffe, keine allergieauslösenden Duftstoffe - alles sauber. Das ist ein erfreuliches Testergebnis, aber leider ein sehr, sehr seltenes.

So haben wir getestet

Die Bewertung: Keine problematischen Konservierungsstoffe, keine allergieauslösenden Duftstoffe - alles sauber. Das ist ein erfreuliches Testergebnis, aber leider ein sehr, sehr seltenes.

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