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Ratgeber: Neurodermitis

Spezial Heuschnupfen und Allergien
vom 07.03.2014

Ratgeber: Neurodermitis

Hilfe gegen das große Jucken

Es ist zum Verzweifeln: Neurodermitis juckt wahnsinnig, ist nicht heilbar und die Standardversorgung hilft nur bedingt. Trotzdem gilt: Mit Medikamenten und der richtigen Pflege lassen sich die Beschwerden lindern. Man muss nur die passende Therapie finden.

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07.03.2014 | Es fängt schon bei den ganz Kleinen an. Erst wird die Haut an den Wangen trocken, schuppig und juckt. Später tauchen die Symptome meist in den Arm- oder Kniebeugen auf und weiten sich zu großen rot entzündeten Flächen aus. Weil es so juckt, kratzen sich die Kinder oft blutig, schlafen schlecht und weinen oft. 15 bis 20 Prozent aller Kinder leiden in ihren ersten Lebensjahren an Neurodermitis. Die gute Nachricht: In vielen Fällen verschwindet die Krankheit noch vor der Pubertät. Wie und warum der Körper sich selbst heilt, haben die Wissenschaftler aber noch nicht herausgefunden.

Doch nicht alle Menschen haben Glück. Bei manchen bleibt die Krankheit ein Leben lang. Bei anderen meldet sie sich nach Jahrzehnten wieder. In der aktuellen Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) des Robert-Koch-Instituts gaben 2,2 Prozent der Befragten an, dass sie in den letzten zwölf Monaten an Neurodermitis erkrankt waren. Das sind 1,5 Millionen Betroffene. Viele von ihnen sind so krank, dass ihre Lebensqualität massiv beeinträchtigt ist. Professor Matthias Augustin von der Universitätsklinik Hamburg hat die Daten von 1.678 an schwerer Neurodermitis erkrankten Patienten ausgewertet: Ein Viertel von ihnen leidet wegen des Juckreizes häufig oder sogar ständig an Schlaflosigkeit. 36 Prozent kratzen sich häufig oder immer blutig. Die von schwerer Neurodermitis Betroffenen sahen ihre Lebensqualität ähnlich stark eingeschränkt wie Patienten mit Parkinson-Syndrom oder nach einem Schlaganfall.

Eine Krankheit, die mehrere Ursachen hat

Warum die Haut bei einer Neurodermitis so entgleist, dafür gibt es mehrere Gründe:

Bei gesunder Haut geben Talgdrüsen ständig eine bestimmte Menge Talg ab, die die Haut geschmeidig hält und durch keimhemmende Substanzen schützt. Bei vielen Neurodermitikern arbeiten die Drüsen nur eingeschränkt, die Schutzfunktion des Talgs ist gering oder gar nicht vorhanden. Ihnen fehlen körpereigene Substanzen, die das Wasser in der Oberhaut binden. Dadurch wird die Haut sehr trocken.

Hinzu kommt eine Fehlsteuerung des Immunsystems, das auf bestimmte Stoffe mit einer Hautentzündung von innen her reagiert. Die entzündete Haut wird leicht von bestimmten Bakterien, den Staphylokokken, besiedelt, die mit ihren Ausscheidungen die Entzündung verstärken und zudem zu allergischen Reaktionen führen können. Bei der Mehrzahl der Patienten ist die Neurodermitis zudem mit einer Sensibilisierung gegen bestimmte Allergene verbunden. "Die Neurodermitis beruht auf einem Wechselspiel zwischen gestörter Hautbarriere, Allergie und Entzündung", sagt der Hannoveraner Dermatologe Professor Thomas Werfel.

Alle drei Bestandteile sind auch genetisch bedingt. Die Anlagen für die jeweiligen Fehlfunktionen erben wir. Inzwischen haben die Wissenschaftler auch viele der dafür zuständigen Gene und Mutationen identifiziert. Sie erhöhen das Risiko für eine Neurodermitis. Doch damit die Krankheit ausbricht, müssen individuelle Auslöser wie Allergene, Hormone, kli


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