Kind eincremen: Mit diesen Tipps klappt es ohne großes Theater

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kinder und Familie | 10.03.2022

Kinder eincremen – ohne Tränen und Geschrei
Foto: Shutterstock / Gorlov-KV

Egal ob Sonnencreme oder die tägliche Pflege bei Neurodermitis: Kind und Creme – diese Kombination kann in einen unschönen Kampf mit Tränen und Geschrei ausarten. Damit das Eincremen künftig entspannt abläuft, hier einige Tipps für das Eincremen von Kindern – von Mamas erprobt.

Für viele Kinder ist das Eincremen mit Sonnencreme oder anderen Cremes nicht nur lästige Pflicht, sondern gleicht einer kleinen Katastrophe: Da wird geschrien, geweint, gezappelt und diskutiert – bis Mamas und Papas Nerven total blank liegen. Druck und Drohungen sind in diesem Fall keine gute Lösung, Schimpfen ebenso wenig. 

Kinder eincremen – ohne Tränen und Geschrei

Wir haben hier Ideen und Tipps gesammelt, die helfen, wenn Kinder sich partout nicht eincremen lassen wollen. Aber nicht jeder Tipp ist für jedes Kind geeignet. Sie als Eltern sind gefragt, die für Sie passende Idee zu finden. Kreative Lösungen sind oft die besten. Immer hilfreich: Routine. Cremen Sie Ihr Kind immer zur selben Zeit ein, zum Beispiel nach dem Zähneputzen, vor der Gute-Nacht-Geschichte etc..

  • Ruhe bewahren! Für Eltern ist Eincremen oft eins von gefühlt 1.000 To do’s, die in der Früh anstehen. Erledigen Sie das Eincremen Ihres Kindes nicht in Eile, sondern planen Sie dafür ausreichend Zeit ein. 

  • Zeigen Sie Verständnis für Ihr Kind: Es hat ein Recht auf seine Gefühle – und darf das Eincremen doof und blöd und nervig finden. Aber keine Frage: Schlussendlich muss es natürlich trotzdem sein.

  • Creme ist häufig unangenehm kalt – und wenn sie sich dazuhin nicht richtig verreiben lässt, ist das für Kinder unangenehm. Kalte Creme können Sie eine halbe Stunde vor dem Eincremen in der Nähe der Heizung platzieren. Dort sollten Sie sie aber nicht liegen lassen, die Creme könnte sonst vorzeitig verderben. Alternativ können Sie die Creme auch in Ihren Händen anwärmen.

  • Verwenden Sie spezielle Produkte für Kinderhaut. Erstens sind diese perfekt auf die zarte Haut abgestimmt, zweitens haben sie meist eine Textur, die sich gut verteilen lässt.
  • Erst ich – dann du: Wenn Ihr Kind schon nicht eingecremt werden möchte, findet es vielleicht Gefallen daran, Mama oder Papa (oder im Notfall die Puppe) einzucremen. Daraus kann mit ein bisschen Verhandeln ein Deal werden: Wer selbst zur Cremetube greifen darf, ist nachher ganz brav, wenn er oder sie selbst eingecremt wird.

  • Als erprobte Eltern wissen Sie es sicherlich: Bei Kindern ist vieles "nur eine Phase" und geht genauso schnell vorüber wie es gekommen ist. Bleiben Sie cool, es kann gut sein, dass die Eincreme-Prozedur nächste Woche plötzlich völlig unproblematisch abläuft.
Wenn aus dem lästigen Eincremen ein lustiges Beauty-Ritual wird, macht es garantiert mehr Spaß.
Wenn aus dem lästigen Eincremen ein lustiges Beauty-Ritual wird, macht es garantiert mehr Spaß. (Foto: Shutterstock / Liderina)
  • Manchen Kinder sind Selbstständigkeit und Privatsphäre wichtig. Unter Anleitung und mit ein bisschen Hilfe können sich Kinder im Kindergartenalter durchaus schon selbst eincremen.

  • Je zarter desto besser: Spendieren Sie Ihrem Kind beim Eincreme-Ritual sanfte Streicheleinheiten oder eine kleine Massage.

  • Eincremespiel: Mama oder Papa malen mit der Creme einen Buchstaben oder ein Tier auf den Rücken des Kindes – und das muss erraten, um was es sich bei der Rückenkunst handelt.

  • Mit Kindern kann man oft schon wunderbar reden und diskutieren. Nehmen Sie sich die Zeit, um Ihr Kind zu fragen, was es am Eincremen nicht mag und ob es selbst eine Idee hat, wie das Eincremen besser funktionieren könnte. Oft ist die Lösung ganz einfach: Wenn die Creme zu kalt ist, wird sie leicht erwärmt, wenn Mama zu grob ist beim Eincremen, wird aus dem Eincremen künftig ein sanftes Streichel-Ritual und wenn die kleine Madame oder der gnädige Herr lieber vor dem Frühstück als danach eingecremt werden will: Warum nicht?

  • Auch Ablenkung kann helfen: Lenken Sie Ihr Kind mit einem lustigen Lied oder einer Geschichte aus dem CD-Player ab.

    Entspannter Eincremen bei Neurodermitis

    Wenn Kinder Neurodermitis haben und deshalb regelmäßig eingecremt werden müssen, ist es für die Eltern wichtig zu wissen: Die angegriffene Haut ist empfindlich, das Eincremen kann tatsächlich unangenehm sein.

    Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Eincremen Ihrem Kind wirklich weh tut, sprechen Sie unbedingt Ihren Kinderarzt darauf an. Es gibt Wirkstoffe, die mehr brennen als andere – ein Wechsel der Creme könnte die Lösung des Problems sein.

    Kind mit Sonnencreme eincremen 

    Wenn es um das Eincremen mit Sonnencreme geht, kann auch die einfache Erklärung helfen: Nur wer eingecremt ist, darf mit zum Schwimmen an den See oder in die Eisdiele. Nein, das ist keine Erpressung, sondern eine Tatsache.

    Manche Kinder sind stolz, wenn sie sich die Creme im Drogeriemarkt selbst aussuchen dürfen und finden so Gefallen am Eincremen. Auch ein Sonnenschutzspray kann die Lösung sein – so macht Eincremen gleich viel mehr Spaß.

    Cremes für Kinder im Test

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