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Nachhaltige Bettwäsche: 5 Tipps von Bio bis Hanf

Magazin Oktober 2021: Zucker | Autor: Frank Schuster | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 15.10.2021

Mit ökologischer Bettwäsche schläft es sich gesünder und klimafreundlicher.
Foto: fizkes/Shutterstock

Wer auf nachhaltige Bettwäsche setzt, tut sich selbst und der Umwelt etwas Gutes. Man muss sogar nicht gleich neue Bezüge kaufen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihr Schlafzimmer klimafreundlicher gestalten können.

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Umso wichtiger, sich dort mit Stoffen zu umgeben, die unserem Körper guttun. Denn mögliche Chemikalien in der Bettwäsche können wir über die Haut und unsere Atmung aufnehmen. Nachhaltige Bezüge sind hingegen nicht nur besser für uns, sondern auch für das Klima. Wir geben fünf Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Schlafzimmer.

1. Nachhaltige Bettwäsche aus Bio-Baumwolle kaufen

Im Anbau von Baumwolle kommen viele Spritzgifte zum Einsatz. Die Pflanze ist für Krankheiten und Schädlinge äußerst anfällig. Inzwischen haben jedoch viele Anbieter Bettwäsche aus Bio-Baumwolle im Programm.

Label wie GOTS, Naturtextil IVN Best und Demeter garantieren, dass beim Anbau keine synthetischen Pestizide zum Einsatz kommen. Bettwäsche aus Bio-Baumwolle gibt es unter anderem von Hessnatur, Allnatura, Waschbär, Grüne Erde und Ege Organics. 

2. Recycelte Bettwäsche ist gut für die Umwelt

Baumwolle ist zwar ein nachwachsender Rohstoff. Ihr Anbau verschlingt jedoch viel Wasser und andere Ressourcen. Hinzu kommen weite Transportwege aus Erzeugerländern wie China, Indien und USA.

Baumwolle lässt sich allerdings längst recyceln. Dafür sammeln Betriebe Reststücke aus der Textilkonfektion, sortieren sie nach Farben und zerlegen sie in Fasern. Anschließend werden sie zu einem Garn versponnen und daraus neue Stoffe gewebt.

Dadurch entsteht weniger Abfall und es kommen weniger chemische Farbstoffe zum Einsatz. Bettwäsche mit Anteilen an Recyclingfasern gibt es unter anderem von Fussenegger, Hema und Urbanara.  

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3. Leinen und Hanf bieten viele Vorteile

Es muss nicht immer Baumwolle sein: Mittlerweile gewinnen auch andere Naturfasern an Bedeutung. Leinen, aus Flachs gewonnen, verleiht Bettwäsche eine edle Optik. Zudem ist das Material wärmeausgleichend. Der Stoff nimmt gut Feuchtigkeit auf und kühlt im Sommer angenehm. Flachspflanzen sind von Natur aus genügsam und brauchen wenig Dünger.

Eine weitere natürliche Alternative: Hanf. Bettwäsche aus diesem Material ist im Sommer erfrischend kühl und wärmt im Winter. Produkte aus Hanf führen unter anderem Dormiente und der Avocadostore. Bettwäsche aus Leinen gibt es bei vielen Anbietern.

4. Bettwäsche möglichst lange nutzen

Die Mode wechselt bei Bettwäsche gar nicht so schnell. Der Trend lautet auch für die anstehende Herbst-Winter-Saison: anything goes! Erlaubt ist alles, was gefällt: von unifarben über florale und grafische Muster bis hin zu Motivbettwäsche.

An allzu schrillen Mustern sieht man sich jedoch schnell satt. Dezente Farbtöne hingegen sind zeitlos und bleiben über Jahre hinweg aktuell. Insofern ist ein Natural-Design-Look mit Farbtönen wie Beige, Braun oder Grün auch nachhaltig.

Es muss nicht immer eintönig sein: Kontraste aus verschiedenen Stoffen, Mustern und Farben peppen das Schlafzimmer auf.
Es muss nicht immer eintönig sein: Kontraste aus verschiedenen Stoffen, Mustern und Farben peppen das Schlafzimmer auf. (Foto: Photographee.eu/Shutterstock)

5. Alte Bettwäsche neu kombinieren

Apropos Mode: Fashion-Magazine machen inzwischen auch bei Heimtextilien einen Trend zum Layering (Lagen-Look) aus. So wie Modebewusste derzeit Pullover, Jacken und Röcke kombinieren, die nach klassischen Maßstäben nicht zusammenpassen, hat auch die traditionelle Bettwäsche im zusammengehörigen Set Konkurrenz bekommen.

Eine Kissenhülle aus Leinen oder Samt etwa kann der perfekte Kontrast zu einer Bettdecke aus Baumwolle sein. Ein Plaid aus Wolle rundet das Bett-Styling ab. Vorteil für die Umwelt: Ist ein Teil des Bezugs kaputt und hat ausgedient, muss man nicht gleich das ganze Set wegwerfen. Man kann das zweite Teil behalten und munter weiter mit anderen kombinieren.

Somit kann man auch mit etwas Kreativität für ein nachhaltigeres Schlafzimmer sorgen. Bei Bettdecken sollte man übrigens ebenfalls die Augen offen halten: In ihnen können Inhaltsstoffe stecken, die Mensch und Umwelt schaden. So sind wir in unserem ÖKO-TEST Bettdecken bei einigen Produkten mit Polyesterfüllung auf Antimon gestoßen. Das giftige Spurenelement wirkt reizend auf die Augen und Schleimhäute.

Andere getestete Produkte enthalten halogenorganische Verbindungen: Diese gelten nicht nur als allergieauslösend, sie reichen sich auch oft in der Umwelt an. In weiteren Bettdecken stecken wiederum optische Aufheller. Auch diese lassen sich nur schwer abbauen. Insgesamt können wir elf Bettdecken in unserem Test empfehlen.

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