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Was kosten Corona-Schnelltests und wer bekommt sie weiterhin kostenlos?

Autor: Redaktion (bw, lw, lp) / dpa | Kategorie: Geld und Recht | 25.10.2021

Für wen bleiben Corona-Schnelltests kostenlos und wie viel kosten sie für alle anderen?
Foto: Shutterstock / Estanis Banuelos

Corona-Schnelltests müssen seit Montag, 11. Oktober meist selbst bezahlt werden, das legt eine neue Verordnung fest. Doch wer muss den Test künftig aus der eigenen Tasche bezahlen, wer bekommt weiterhin einen kostenlosen "Bürgertest"? Den Preis für die Antigen-Schnelltests legen die Anbieter fest. Apotheker rechnen mit 15 bis 30 Euro pro Test.

Menschen, die nicht vollständig gegen Corona geimpft sind, können mit einem Corona-Schnelltest vielerorts weiterhin ins Restaurant und Kino gehen oder an Veranstaltungen teilnehmen. Corona-Schnelltests müssen seit Montag, 11. Oktober jedoch meist selbst bezahlt werden. Gratis bleiben die Bürgertests nur für Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

Dazu zählen:

  • Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können
  • Kinder unter 12 Jahren
  • 13- bis 17-Jährige (bis 31. Dezember)
  • Schwangere (bis 31. Dezember)
  • Menschen, die zum Beenden einer Quarantäne wegen einer Corona-Infektion einen Test brauchen
  • Teilnehmende einer Corona-Wirksamkeitsstudie
  • Genesene Personen, deren Corona-Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt

Um den Schnelltest weiterhin kostenlos zu bekommen, wird der Personalausweis benötigt. 

Was kosten Corona-Tests künftig?

Im Zelt vor dem Supermarkt, an einem Container oder in der Apotheke: Schnelltests konnte man in der Großstadt lange Zeit an vielen Ecken machen. Jetzt sind sie kostenpflichtig und auch nicht überall mehr zu bekommen. Ungeimpfte benötigen die Tests weiterhin – zum Beispiel im Restaurant oder im Fitnessstudio.

Testzentren und Apotheken, die Schnelltests oder PCR-Tests anbieten, dürfen frei über die Preisgestaltung entscheiden. Eine bundeseinheitliche Preisvorgabe ist nicht vorgesehen, einen Preisdeckel wird es nicht geben. Zum Vergleich: In Italien dürfen Corona-Schnelltests für Erwachsene maximal 15 Euro kosten, für Personen unter 18 Jahren 8 Euro.

Schnelltests: Kosten reichen von 15 Euro bis 30 Euro

Die Corona-Schnelltests kosten nicht überall gleich viel, sondern sind unterschiedlich teuer. Auch die Entwicklung der Nachfrage könnte Einfluss auf den Preis nehmen. Aktuelle Schätzungen beziffern die Kosten auf 15 bis 30 Euro je Antigen-Schnelltest.

11,50 Euro als (untere) Orientierungsgrenze

Eine Orientierung kann die Höhe der Vergütung sein, die bislang vom Bund erstattet wurde: Für Schnelltests waren das 11,50 Euro und für PCR-Tests rund 43 Euro. Derzeit schließen immer mehr Testzentren, das Angebot wird kleiner – bei den meisten Anbietern liegt der Preis für einen Corona-Schnelltest über der Vergütung vom Bund. Auch künftig wird hier der Markt die Preise regeln.

Die Teststellen sind zum deutlich sichtbaren Aushang der Preise verpflichtet.

Wichtig zu wissen: Beispielsweise in Hamburg sind nur noch Corona-Schnelltests gültig, die von medizinischen Anbietern durchgeführt werden. Für einen gültigen Schnelltest müssen Sie deshalb einen Arzt, eine Apotheke oder ein medizinisches Labor aufsuchen.

In anderen Bundesländern dagegen darf auch fachkundiges Personal im Betrieb gültige Schnelltests durchführen.

Nachweis für kostenlose Corona-Schnelltests

Um derzeit kostenlose Schnelltests zu bekommen, muss man bei der Teststelle einen amtlichen Ausweis mit Foto vorlegen – bei Kindern ist so auch das Alter nachzuweisen. Extra Nachweise wie ein ärztliches Zeugnis sind nötig, wenn man sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann – eine Diagnose muss nach Ministeriumsangaben nicht angegeben werden. Zum Nachweis einer Schwangerschaft kann demnach der Mutterpass genutzt werden.

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