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So schneidet der beliebte Heinz Ketchup im Test ab

Autor: Lena Wenzel | Kategorie: Essen und Trinken | 22.05.2020

Heinz Tomato Ketchup im Test
Foto: ÖKO-TEST

Der Tomatenketchup von Heinz ist hierzulande sehr beliebt und dürfte in vielen Kühlschränken zu finden sein. In unserem Test jedoch gehört der Heinz Ketchup allerdings nicht zu den Flaschen, die wir empfehlen. Er schneidet nur mittelmäßig ab. Das sind die Gründe.

Ein Tomatenketchup ist in unserem Test "sehr gut", wenn keine Schadstoffe enthalten sind, er recht intensiv nach Tomaten schmeckt und der Zuckergehalt unter 25 Prozent liegt. Knapp jeder zweite Ketchup entspricht diesen Anforderungen. Bei einigen anderen Produkten aber haben wir etwas zu bemängeln. Sie schneiden "befriedigend" oder "ausreichend" ab; ein Produkt fällt durch den Test. 

Der Heinz Tomato Ketchup gehört zu den getesteten Flaschen, die wir mittelmäßg bewerten. Er erhält das Gesamturteil "befriedigend". Das liegt an einem aus unserer Sicht zu hohen Zuckergehalt und an Schwächen im Geschmack.

Zu viel Zucker in Heinz Ketchup im Test 

26 Gramm Zucker pro 100 Milliliter Inhalt stecken in dem getesteten Heinz Ketchup. Wir finden, das ist zu viel. Denn isst ein dreijähriges Kind zwei Esslöffel davon – das entspricht ungefähr 30 Milliliter – hat es schon mehr als die Hälfte der täglichen Zuckermenge aufgenommen, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, nicht zu überschreiten. Solche vergleichsweise hohen Zuckergehalte bemängeln wir noch in zwei weiteren Ketchups im Test.

Kritik üben wir auch am Geschmack des Heinz Ketchups. Die Sensorikexperten schmeckten eine starke Essignote heraus. Dementsprechend tritt die Tomatennote nach hinten, der Ketchup schmeckt also weniger stark nach Tomate. Geschmacklich überzeugten uns insgesamt zwölf getestete Produkte nicht vollkommen.

Das Auge isst mit: Ein Hotdog schön aufbereitet. Dabei darf auch der Tomatenketchup nicht fehlen.
Das Auge isst mit: Ein Hotdog schön aufbereitet. Dabei darf auch der Tomatenketchup nicht fehlen. (Foto: Catherine77/Shutterstock )

Und was gibt es außerdem zum getesteten Heinz Ketchup zu sagen? 

  • Das Labor hat ein Pestizid in geringen Spuren im Heinz Ketchup nachgewiesen. Diese geringe Menge ist unbedenklich, daher haben wir deshalb keine Minuspunkte vergeben. Ein Pestizid in Spuren steckt insgesamt in fünf getesteten Produkten. 
  • Der Preis pro 500 Milliliter liegt bei 2,49 Euro. Damit gehört der Heinz Ketchup zu den teureren Produkten im Test. 
  • Laut Hersteller kommen die Tomaten, die verwendet werden, überwiegend aus der EU. Es sei aber auch möglich, dass Tomaten dabei sind, die aus den USA stammen. 
  • Ärgerlich: Der Zuckergehalt auf der Verpackung wird nicht pro 100 Milliliter angegeben, sondern pro 100 Gramm. Das erschwert dem Verbraucher den Vergleich mit Ketchups anderer Marken.
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    So setzt sich das Gesamturteil zusammen 

    Das Gesamturteil beruht auf dem Teilergebnis Inhaltsstoffe. Weil im getesteten Heinz Ketchup zu viel Zucker enthalten ist, ziehen wir eine Note ab. Damit lautet das Teilergebnis Inhaltsstoffe "gut".

    Mängel haben wir auch im Geschmack festgestellt, weshalb das Teilergebnis Sensorik "befriedigend" ausfällt. Aus beiden Teilergebnissen ergibt sich die Gesamtnote "befriedigend". Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie auf der Infoseite zum Test im Abschnitt Testverfahren.

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