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Schädliches Nickel und Gentech-Soja: Edeka-Sojamilch fällt im Test durch

Autor: Kai Thomas | Kategorie: Essen und Trinken | 04.03.2019

Schädliches Nickel und Gentech-Soja: Edeka-Sojamilch fällt im Test durch
(Foto: ÖKO-TEST)

Eine Bio-Sojamilch von Edeka ist das zweitschlechteste Produkt im Test Milchersatz. Sie ist mit Spuren von gentechnisch veränderter Soja-DNA belastet. Zudem steckt im Drink zu viel Nickel.

Für alle, die keine Kuhmilch trinken, sind Sojamilch, Hafermilch und Mandelmilch gute Alternativen. Wir haben 18 Sorten in die Labore geschickt. Speziallabore untersuchten die Milchersatzprodukte unter anderem auf Glyphosat, Reste von Reinigungsmitteln und giftige Schwermetalle. Die Sojadrinks ließen wir auf gentechnisch veränderte Organismen analysieren.

Edeka Bio + vegan Sojadrink Classic fällt im Test komplett durch

Der Edeka Bio + vegan Sojadrink Classic gehört zu den Pflanzendrinks im Test, die negativ auffallen. Die Sojamilch der Supermarktkette ist das zweitschlechteste Produkt im Test. Die Gründe: Eine Verunreinigung mit gentechnisch veränderter Soja-DNA und ein aus unserer Sicht zu hoher Gehalt an schädlichem Nickel pro Portion.

Insgesamt raten wir deshalb mit dem Gesamturteil „mangelhaft“ ab. Denn für den Nachweis von gentechnisch veränderter Soja-DNA und den Nickelgehalt ziehen wir jeweils zwei Noten ab.

Gentechnisch veränderte Soja-DNA ist aus unserer Sicht eine für die Umwelt sehr riskante Biotechnologie. Zwar handelt es sich bei den in der Edeka-Sojamilch durch ein Speziallabor nachgewiesenen Mengen um Verunreinigungen. Doch sie zeigen, dass sich die Gentechnik nicht kontrollieren lässt. Laut Gutachten des Anbieters war weder in chargengleichen Rückstellmustern noch in der zugehörigen Rohware GVO-Soja nachweisbar. Das von ÖKO-TEST beauftragte Labor bestätigt unser Testergebnis.  

In dem Edeka-Sojadrink wies ein Labor zudem einen problematischen Nickel-Gehalt nach. Eine zu hohe Aufnahme des Schwermetalls kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Bei der Bewertung des Gehalts haben wir uns an dem noch akzeptablen Aufnahmewert der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit orientiert. Erwachsene sollten ihr zufolge nicht mehr als 168 Mikrogramm Nickel am Tag aufnehmen. Schon ein 250-Milliliter-Glas des Edeka Bio + vegan Sojadrink Classic reicht allerdings aus, um den Wert zu mehr als der Hälfte auszuschöpfen.

Den kompletten Test mit allen Detailergebnissen können Sie auch als e-Paper kaufen.

Gefundenes Nickel kann Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen

Der Test zeigt: Neben dem Edeka-Sojadrink waren in zwei weiteren Sojadrinks Spuren gentechnisch veränderter Soja-DNA nachweisbar. In drei anderen Sojamilch steckt ebenfalls Nickel in problematischen Mengen.

Insgesamt empfehlen wir neun der 18 getesteten Pflanzendrinks mit dem Gesamturteil "sehr gut". Vor allem die Bio-Produkte und die Haferdrinks im Test überzeugen. Zwei Milchersatzprodukte sind "gut". Die anderen Produkte liegen irgendwo im Mittelfeld. Bei keinem weiteren Produkt im Test müssen wir allerdings so viel bemängeln wie am Alpro Soya Original + Calcium. Die Sojamilch schneidet als einziges mit „ungenügend“ ab, landet so auf dem letzten Platz.

Unser Tipp: Im Test finden sich viele „sehr gute“ Haferprodukte. Umso besser, dass Hafer meist aus Bio-Anbau in Deutschland stammt. Das bedeutet kurze Transportwege und einen Anbau ohne Pestizide.

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