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Salmonellen in Schokofabrik: Mehr als 260 Fälle in Europa

Autor: dpa | Kategorie: Essen und Trinken | 19.05.2022

Salmonellen in Schokofabrik: Mehr als 260 Fälle in Europa
Foto: Shutterstock/JHVEPhoto

Im April sorgte ein umfangreicher Rückruf von Ferrero-Produkten (Kinder Überraschungseier, Schoko-Bons u.v.a.) für Aufsehen. Inzwischen sind über 260 Salmonellen-Erkrankungen bekannt, die mit den zurückgerufenen Produkten in Verbindung stehen. Da die Schoko-Produkte lange haltbar sind, sind weitere Fälle nicht auszuschließen.

Im Zusammenhang mit dem Salmonellen-Ausbruch rund um Schoko-Produkte von Ferrero (ÖKO-TEST berichtete) haben EU-Behörden inzwischen 266 bestätigte Fälle registriert. Dazu kommen 58 Verdachtsfälle, wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Betroffen sind mehr als ein Dutzend europäischer Länder, darunter auch Deutschland. In den meisten Fällen seien Kinder unter zehn Jahren erkrankt. Viele davon mussten ins Krankenhaus. Die Behörde will die Entwicklung weiter beobachten.

Betroffenes Werk musste geschlossen werden

Bei eigenen Kontrollen des Fabrikbetreibers im belgischen Arlon war das Bakterium Salmonella Typhimurium im Dezember 2021 in einem Buttermilch-Tank entdeckt worden. Das Unternehmen habe Hygienemaßnahmen umgesetzt, Probenahme und Tests der Produkte und des Verarbeitungsumfelds verstärkt. Nach negativen Salmonellen-Tests habe es die Schokoladenprodukte dann in ganz Europa und weltweit vertrieben. Die erste positive Salmonellen-Probe war am 21. Dezember 2021 in Großbritannien genommen worden, wo Mitte Februar dann eine Häufung von Infektionsfällen gemeldet worden sei.

Im April hatte der Kinder-Schokoladen-Hersteller Ferrero das Werk auf Behördenanweisung schließen müssen. Alle Kinder-Schokoladenprodukte, die in Arlon hergestellt und von dort ausgeliefert wurden, wurden zurückgerufen. Das habe das Risiko weiterer Fälle verringert, hieß es in der ECDC-Mitteilung. Sie könnten aber wegen der langen Haltbarkeit und der möglichen Lagerung der Produkte zu Hause weiter auftreten. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dass Fälle nicht registriert worden seien.

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