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Mineralwasser-Test: Bor, Arsen oder Nitrat in jedem fünften Wasser

Jetzt gratis Testurteil zu allen 53 Sorten abrufen

Spezial Vegetarisch und Vegan | Autor: Birgit Hinsch/Kai Thomas | Kategorie: Essen und Trinken | 29.11.2019

Im Mineralwasser-Test haben wir Mineralwasser der Sorte Classic überprüft
Im Mineralwasser-Test haben wir Mineralwasser der Sorte Classic überprüft (Foto: ÖKO-TEST)

In unserem Mineralwasser-Test ist nur jedes zweite Flasche empfehlenswert. Einige Wässer sind unter anderem mit Arsen, Bor und Pestizid-Resten belastet. Auch den Einweg-Müll mancher Produkte bemängeln wir. Jetzt gratis alle aktualisierten Testergebnisse checken.

Aktualisiert am 25.11.2019; Einkauf Testprodukte April 2019 | Die Deutschen trinken so viel Mineralwasser wie nie zuvor – 150 Liter pro Kopf waren es 2018. Laut dem Verband Deutscher Mineralbrunnen waren es insgesamt 11,7 Milliarden Liter. Ein Rekordwert – Sommerhitze sei dank. Wer viel Mineralwasser trinkt, möchte auch, dass es sauber ist. Wir haben für Sie 53 Mineralwässer der Sorte Classic bewertet.

Mineralwasser-Test: Das sind die besten Marken im Vergleich

Mineralwasser ist Regenwasser, das durch Gesteinsschichten bis zur Quelle reist. Abfüller dürfen es kaum aufbereiten. Denn Mineralwasser muss aus "vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen" stammen, also "ursprünglich rein" sein. Das gibt die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung vor. Auf dem Weg in die Tiefe kann das Wasser neben Mineralien aber auch giftige Substanzen aufnehmen – etwa Uran, Arsen und Bor. Außerdem können auf den Äckern Pestizide versickern, sich auf der Reise nach unten zu Abbauprodukten zersetzen und so auch in Quellen wiederfinden. Wir haben die Mineralwässer im Test daher für Sie von Laboren auf all solche Problemstoffe untersuchen lassen.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Mineralwässer im Test können wir mit "sehr gut" und "gut" empfehlen. Die "ursprüngliche Reinheit" bewerten wir sogar bei knapp 80 Prozent der Produkte mit Bestnote. Ein Drittel der Mineralwässer im Test ist jedoch belastet. Einige Produkte enthalten Arsen, andere Bor oder Uran. Ebenfalls nachweisbar waren Pestizid-Reste und Süßstoffe. Zudem kritisieren wir im Test Mineralwasser unnötige Plastik-Einwegflaschen. Damit fallen vor allem die Discounter auf. Mit Apollinaris Classic fällt aber nur ein einziges Mineralwasser im Test komplett durch.

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In einigen Wässern Arsen, Bor und Uran nachgewiesen

Es gibt zwar keinen gesetzlichen Bor-Grenzwert für Mineralwasser. Doch das Apollinaris Classic enthält mehr des giftigen Halbmetalls, als für Trinkwasser erlaubt ist. Im Hassia Sprudel steckt eine Bor-Menge, die für Trinkwasser noch zulässig wäre. Wir werten in beiden Fällen vorsorgend zu Ihrem Schutz ab. Auch Bundesbehörden empfehlen, dass Mineralwasser nicht mehr Bor enthalten sollte, als für Trinkwasser erlaubt ist. Bor hat in Tierstudien entwicklungs- und fortpflanzungsschädliche Wirkung gezeigt.

Aus unserer Sicht erhöhte Mengen Arsen stecken im Apollinaris Classic und im Nürburg Quelle Classic. Diese sind zwar in Trink- und Mineralwasser gesetzlich noch erlaubt. Allerdings gilt Arsen als krebserregend.

Uran ist in herkömmlichem Mineralwasser gesetzlich nicht beschränkt. Wir orientieren uns deshalb an den Vorgaben für Babymineralwasser. Das Metall war in vier Wässern in aus unserer Sicht erhöhten oder leicht erhöhten Mengen nachweisbar: im Mineau Classic, im Förstina Sprudel Premium Spritzig, im EuroPerl Classic und im Peterstaler Classic. Dafür ziehen wir Punkte ab. Denn Uran kann sich im Körper anreichern und Nieren und Lunge schädigen.

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Viele Menschen trinken jeden Tag Mineralwasser. Daher halten wir eine ökologische Verpackung für wichtig. Kritik gibt es im Test daher für Einweg-Plastikflaschen.
Viele Menschen trinken jeden Tag Mineralwasser. Daher halten wir eine ökologische Verpackung für wichtig. Kritik gibt es im Test daher für Einweg-Plastikflaschen. (Foto: Willfried Wende/Pixabay)

Pestizid-Reste in einigen Wassersorten

In vier Wässern hat das beauftragte Labor Süßstoffe nachgewiesen. Sie sind ein Hinweis dafür, dass Haushaltsabwässer das Mineralwasser verunreinigen. Hier belasten also menschengemachte Stoffe ein Lebensmittel, das per Gesetz als besonders geschützt und besonders rein gilt. Für uns ist das Grund genug, diese Produkte abzuwerten, auch wenn keine Gesundheitsgefahr vorliegt.

Sogenannte Pestizidmetaboliten haben wir in elf Mineralwässern im Test nachgewiesen. Dabei handelt es sich um Abbauprodukte von Spritzgiften. Sie wirken nicht mehr wie die Pestizide, zeigen aber an, dass diese einmal im Einsatz waren. Vor allem Reste von Unkrautvernichtungsmitteln aus dem Rüben- und Maisanbau trüben die Reinheit. Am meisten davon steckt im Justus Brunnen Spritzig.

Sprudel in Einweg-Flaschen Problem für Umwelt

Mineralwasser gehört zu den Lebensmitteln, die wir täglich konsumieren. Schon deshalb ist eine umweltfreundliche Verpackung besonders wichtig. Im Test bewerten wir daher die Plastik-Einwegflaschen von 13 Wässern kritisch. Sie finden sich vor allem bei den Discountern. Liegt der Anteil an verarbeitetem Recyclingplastik bei mindestens 50 Prozent, kann ein Wasser immerhin noch "gut" abschneiden. Ist kein oder weniger als die Hälfte Recyclingmaterial in der neu hergestellten Flasche, gibt es mehr Punktabzug.

Unser Urteil ist klar: Mehrweg hat die Nase vorn, an Glas- und PET-Mehrwegflaschen gibt‘s nichts auszusetzen. 31 Mehrwegflaschen sind im Test aus Glas, neun aus PET-Kunststoff. Glas-Mehrweg wird bis zu 50-mal wiederbefüllt, Plastik-Mehrweg bis zu 25-mal. Das spart große Mengen an Material und Energie. Zudem bestehen weiße Glasflaschen heute etwa zu rund 60 Prozent aus Altglas, grüne aus bis zu 80 Prozent.

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Geschmack von Mineralwasser unterschiedlich 

Mineralwasser kann je nach Quelle unterschiedlich schmecken. Auch die Abfüllung in Plastikflaschen oder Glasflaschen macht bei Mineralwasser einen Unterschied.
Mineralwasser kann je nach Quelle unterschiedlich schmecken. Auch die Abfüllung in Plastikflaschen oder Glasflaschen macht bei Mineralwasser einen Unterschied. (Foto: Congerdesign/Pixabay)

Mineralwässer unterliegen der gleichen Verordnung – und sie entstehen gleich: Denn bei den Wässern handelt sich um Regenwasser, das durch verschiedene Boden- und Gesteinschichten zur Quelle fließt. Dennoch schmecken Mineralwässer unterschiedlich. Woran das liegt: Darum schmeckt Wasser aus Glasflaschen besser.

Mineralwasser kaufen: Das sind unsere Tipps

  • 28 getesteten Mineralwässer empfehlen wir mit "sehr gut" und "gut". Mit Ihnen können Sie nichts falsch machen.
  • Kaufen Sie der Umwelt zuliebe vor allem regionales Mineralwasser. Der Transport zwischen Abfüllung und Verkauf verbraucht weniger Energie und CO2 als der von überregionalen Marken.
  • Greifen Sie am besten zu Mehrwegflaschen. Das spart enorm Müll und Energie.
  • Nicht jedes Mineralwasser ist reich an Mineralien. Laut Gesetz darf ein Wasser "mit hohem Gehalt an Mineralien" werben, wenn es umgerechnet mehr als 1.500 mg/l Mineralstoffe enthält.
  • Versuchen Sie es mal wieder mit Leitungswasser. Seine Qualität wird in Deutschland streng überwacht. Es ist jederzeit verfügbar. Zudem ist sein Konsum billiger und ökologischer als der von aufwendig produziertem Mineralwasser.

Sprudelwasser aus dem Wasserhahn

Es muss nicht immer fertig abgefülltes Mineralwasser sein. Mit einem Wassersprudler können sie Sprudel auch leicht selbst mit Wasser aus dem Wasserhahn herstellen. Die Geräte pressen Kohlenstoffdioxid aus auswechselbaren Zylinder in Leitungswasser. Je nach Vorliebe lässt sich der Kohlensäuregehalt dosieren.

In unserem Wassersprudler-Test haben wir die Praxistauglichkeit von acht Geräten sowie mögliche Schadstoffbelastungen prüfen lassen.  Drei Geräte können wir mit "sehr gut" empfehlen, zwei sind "gut". Andere Modelle zeigen häufig Mängel in der Praxis.

Diesen Test haben wir erstmals im ÖKO-TEST Magazin Juli 2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben zuletzt für das Spezial Vegetarisch und Vegan 2019, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Weiterlesen auf oekotest.de:


Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Adelholzener Classic
Adelholzener Classic
Adelholzener Alpenquelle
sehr gut
Bad Brückenauer Spritzig
Bad Brückenauer Spritzig
Staatl. Mineralbrunnen Bad Brückenau
sehr gut
Bad Liebenwerda Spritzig
Bad Liebenwerda Spritzig
Mineralquellen Bad Liebenwerda
sehr gut
Berg Quelle Classic
Berg Quelle Classic
Markengetränke Schwollen
sehr gut
Christinen Spritzig, Bio
Christinen Spritzig, Bio
Teutoburger Mineralbrunnen
sehr gut
Elisabethen Quelle Spritzig, Bio
Elisabethen Quelle Spritzig, Bio
Hassia Mineralquellen
sehr gut
Ensinger Sport Classic
Ensinger Sport Classic
Ensinger Mineral-Heilquellen
sehr gut
Extaler Mineralquelle Classic
Extaler Mineralquelle Classic
Riha Richard Hartinger
sehr gut
Forstetal 600 Calciumquelle Fizzy
Forstetal 600 Calciumquelle Fizzy
Forstetal Quelle Getränke
sehr gut
Gerolsteiner Sprudel
Gerolsteiner Sprudel
Gerolsteiner Brunnen
sehr gut
Nassauer Land Classic
Nassauer Land Classic
Oberselters Mineralbrunnen
sehr gut
Original Selters Classic
Original Selters Classic
Selters Mineralquelle
sehr gut
Residenz Quelle Spritzig
Residenz Quelle Spritzig
Bad Windsheimer Markengetränke
sehr gut
Rheinfels Quelle Klassik
Rheinfels Quelle Klassik
Rheinfels Quellen H. Hövelmann
sehr gut
Rhön Sprudel Original
Rhön Sprudel Original
Mineralbrunnen Rhön Sprudel
sehr gut
Rosbacher Klassisch
Rosbacher Klassisch
Hassia Mineralquellen
sehr gut
Schwarzwald Sprudel Classic
Schwarzwald Sprudel Classic
Schwarzwald-Sprudel
sehr gut
Sinalco Aquintéll Classic
Sinalco Aquintéll Classic
Deutsche Sinalco
sehr gut
Spreequell Classic
Spreequell Classic
Spreequell Mineralbrunnen
sehr gut
Steinsieker Classic
Steinsieker Classic
Brohler Mineral- und Heilbrunnen
sehr gut
Vilsa Brunnen Classic
Vilsa Brunnen Classic
Vilsa-Brunnen
sehr gut
Viva Con Agua Laut
Viva Con Agua Laut
Husumer Mineralbrunnen
sehr gut
Bad Pyrmonter Classic
Bad Pyrmonter Classic
Bad Pyrmonter
gut
Carolinen Classic, Bio-Mineralwasser
Carolinen Classic, Bio-Mineralwasser
Mineralquellen Wüllner
gut
Eifel Quelle Das Original
Eifel Quelle Das Original
Eifel-Quelle
gut
Franken Brunnen Spritzig
Franken Brunnen Spritzig
Franken Brunnen
gut
Peterstaler Classic
Peterstaler Classic
Peterstaler Mineralquellen
gut
Saskia Classic
Saskia Classic
Lidl
gut
Aqua Culinaris Classic
Aqua Culinaris Classic
Aldi Süd
befriedigend
Bad Kissinger Classic
Bad Kissinger Classic
Bad Kissinger Mineralbrunnen
befriedigend
Elitess Classic
Elitess Classic
Penny
befriedigend
EuroPerl Classic
EuroPerl Classic
Brunnen-Union St. Christophorus
befriedigend
Gut & Günstig Classic
Gut & Günstig Classic
Edeka
befriedigend
Hassia Sprudel
Hassia Sprudel
Hassia Mineralquellen
befriedigend
Ja! Classic
Ja! Classic
Rewe
befriedigend
K-Classic Spritzig
K-Classic Spritzig
Kaufland
befriedigend
Küstengold Classic
Küstengold Classic
BE Markenhandel
befriedigend
Mineau Classic
Mineau Classic
Anna Zimmermann
befriedigend
Naturalis Classic
Naturalis Classic
Netto Marken-Discount
befriedigend
Nürburg Quelle Classic
Nürburg Quelle Classic
Nürburg Quelle
befriedigend
Quellbrunn Vitaqua Quelle Classic
Quellbrunn Vitaqua Quelle Classic
Aldi Nord
befriedigend
Teinacher Classic
Teinacher Classic
Mineralbrunnen Teinach
befriedigend
Tip Classic
Tip Classic
Real
befriedigend
Alasia Spritzig
Alasia Spritzig
ESH
ausreichend
Förstina Sprudel Premium Spritzig
Förstina Sprudel Premium Spritzig
Förstina-Sprudel
ausreichend
Hella Classic
Hella Classic
Hansa Mineralbrunnen
ausreichend
Hochwald Sprudel
Hochwald Sprudel
Hochwald Sprudel
ausreichend
Justus Brunnen Spritzig
Justus Brunnen Spritzig
Förstina-Sprudel
ausreichend
Odenwald Quelle Classic
Odenwald Quelle Classic
Odenwald-Quelle
ausreichend
Rhenser Classic
Rhenser Classic
Rhenser Mineralbrunnen
ausreichend
Salvus Classic
Salvus Classic
Salvus Mineralbrunnen
ausreichend
Schwollener Classic
Schwollener Classic
Schwollener Sprudel
ausreichend
Apollinaris Classic
Apollinaris Classic
Apollinaris
ungenügend

Testverfahren

Der Trend geht Richtung Glasflasche bei Mineralwasser. "Insbesondere Glas-Mehrweg erfährt seit Jahren eine zunehmende Dynamik", kommentiert Markus Wolff von der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB) die positive Entwicklung. Tobias Bielenstein vom Arbeitskreis Mehrweg schätzt, dass Glas seinen Anteil an Mehrweg allein 2018 um rund fünf Prozent ausbauen konnte.

Wir haben den Trend zu Glas aufgegriffen und sind in Getränke- und Verbrauchermärkten tatsächlich häufiger als sonst fündig geworden: Wir haben 53 natürliche Mineralwässer der Sorte Classic eingekauft. Wenn es Mehrwegverpackungen gab, haben wir diese gewählt. Insgesamt 31-mal landeten Glas-Mehrwegflaschen in unserem Warenkorb. Mehrweg in PET-Kunststoffflaschen ist neunmal vertreten. Einwegflaschen fanden wir vor allem beim Discounter.

Wir ließen die Wässer auf ein breites Spektrum an gesundheitlich problematischen Stoffen untersuchen, unter anderem auf die Metalle Uran und Arsen. Die Stoffe können sich natürlicherweise aus den Boden- und Gesteinsschichten lösen, durch die das Wasser fließt.

Sind die Produkte "ursprünglich rein", wie es das Gesetz verlangt? Das ließen wir anhand von Abbauprodukten von Pestiziden, den sogenannten Pestizidmetaboliten, und Süßstoffen überprüfen. Finden sich diese Stoffe, weist das auf oberirdische Verunreinigungen hin, die sich ihren Weg bis zur Mineralwasserquelle gesucht haben.

Wir haben auch auf Nitrat prüfen lassen. Nitrat kann natürlich entstehen, und es kann aus oberirdischen Belastungen stammen, etwa aus den Düngemitteln der industriellen Landwirtschaft. Die Verpackungen haben wir unter ökologischen Aspekten beurteilt. In unserer Bewertung der Inhaltsstoffe sind wir strenger als der Gesetzgeber.

Aus unserer Sicht sollten kritische Stoffe wie Bor, Uran und Arsen vorsorglich nur in sehr kleinen Mengen enthalten sein. Produkte mit Pestizidmetaboliten und Süßstoffen stellen die ursprüngliche Reinheit infrage. Deutliche Gehalte von mehr als 0,05 Mikrogramm pro Liter werten wir stärker ab.

Bewertungslegende: Mineralwasser

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um vier Noten: ein Borgehalt von mehr als 1.000 µg/l (in der Tabelle "Bor stark erhöht"). Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) ein Urangehalt von mehr als 5 bis 10 µg/l (in der Tabelle "Uran erhöht"); b) ein Arsengehalt von mehr als 5 bis 10 µg/l (in der Tabelle "Arsen erhöht"); c) ein Borgehalt von mehr als 500 bis 1.000 µg/l (in der Tabelle "Bor erhöht"). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Urangehalt von mehr als 2 bis 5 µg/l (in der Tabelle "Uran leicht erhöht"); b) ein Nitratgehalt von mehr als 10 mg/l (in der Tabelle "Nitrat leicht erhöht").

Bewertung Testergebnis Ursprüngliche Reinheit: Unter dem Testergebnis Ursprüngliche Reinheit führt zur Abwertung um vier Noten: der Nachweis von einem oder mehreren Pestizidmetaboliten in Gehalten von mehr als 0,05 µg/l (in der Tabelle: "erhöht") und/oder der Nachweis von einem oder mehreren Süßstoffen in Gehalten von mehr als 0,05 µg/l. Zur Abwertung um zwei Noten führt: der Nachweis von einem oder mehreren Pestizidmetaboliten in Gehalten von weniger als 0,05 µg/l.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um vier Noten: eine PET-Einwegflasche mit einem Anteil an Recyclingmaterial von weniger als 50 Prozent oder keine Angabe oder kein unabhängiger Nachweis auf unsere Anfrage zum Recyclinganteil. Zur Abwertung um zwei Noten führt: eine PET-Einwegflasche mit einem Anteil an Recycling­material von 50 oder mehr Prozent. Zur Abwertung um eine Note führt: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. "Mangelhafte" Testergebnisse Ursprüngliche Reinheit und/oder Weitere Mängel verschlechtern das Gesamturteil um jeweils zwei Noten. "Befriedigende" Testergebnisse Ursprüngliche Reinheit und/oder Weitere Mängel verschlechtern das Gesamturteil um jeweils eine Note. Ist das Testergebnis Ursprüngliche Reinheit "mangelhaft", kann das Gesamturteil höchstens eine Note besser sein.

Testmethoden

Elementbestimmung mittels ICP-MS. Folgende Elemente wurden bestimmt: Aluminium, Antimon, Arsen, Blei, Bor, Barium, Cadmium, Kobalt, Chrom, Kupfer, Quecksilber, Mangan, Nickel, Selen, Thallium, Uran, Zinn, Zink. Pestizidmetaboliten in Wasser: LC-MS/MS. Süßstoffe: LC-MS/MS. Perfluorierte Tenside (Stichprobe): LC/MS. Nitrat: DIN EN ISO 10304-1:2009. Calcium und Magnesium in ausgewählten Produkten: jeweils DIN EN ISO 11885 (E22) 2009-09. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Einkauf der Testprodukte: April 2019

Diesen Test haben wir erstmals im ÖKO-TEST Magazin 7/2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben zuletzt für das Spezial Vegetarisch und Vegan im November 2019, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Die Tests und ihre Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

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