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Mehl im Test: Jetzt kostenlos Testergebnisse zu 50 Produkten abrufen

Mehr als die Hälfte der Mehle ist mit Schimmelpilzgiften belastet

Magazin November 2020: So gesund ist Speiseöl | Autor: Hanh Friedrich/Jürgen Steinert | Kategorie: Essen und Trinken | 23.11.2020

Mehl im Test: Weizenmehl, Dinkelmehl und Vollkornmehl im Vergleich.
Foto: ÖKO-TEST

Wird es draußen kälter und die Weihnachtszeit steht vor der Tür, zieht es viele Menschen zum Backen in die Küche. Weizenmehl und Dinkelmehl eignen sich prima dafür. Doch sind die Mehle auch frei von Schadstoffen? Nicht unbedingt. Wir haben in einigen getesteten Mehlen Schimmelpilzgifte, Mineralöl und Pestizide gefunden.

  • Mit "sehr gut" können wir mehr als die Hälfte der Mehle im Test empfehlen. 
  • Testverlierer sind die überprüften Mehle von Rewe Bio, Kaufland und Norma. 
  • Unsere Kritik an einigen Mehlen im Test bezieht sich vor allem auf Schimmelpilzgifte, Mineralöl und bedenkliche Pestizide. 

Aktualisiert am 19.11.2020 | Aus Mehl wird Brot – und im Winter vor allem leckeres Gebäck wie Kekse und Kuchen. Zur Weihnachtszeit gehören neben Adventskranz, Weihnachtsbaum und Geschenken natürlich auch Plätzchen. Doch zu welchem Mehl sollten Sie für die Weihnachtsbäckerei am besten greifen? Wir verraten es Ihnen.

Weizenmehl und Dinkelmehl im Vergleich 

ÖKO-TEST hat 50 Mehle in Labore geschickt, darunter 28 Weizenmehle und 22 Dinkelmehle unterschiedlicher Ausmahlung. Genauer gesagt: Weizenmehle der Typen 405, 550, 1050 und Vollkorn. Außerdem Dinkelmehle der Typen 630, 1050 und Vollkorn.

Zur Erklärung: Die Typenbezeichnung spiegelt den Mineralstoffgehalt eines Mehls wider. Je höher der Mehltyp ist, desto mehr Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Eisen stecken drin. Gleichzeitig sind dann auch mehr B-Vitamine und Ballaststoffe enthalten. Zum Plätzchenbacken wird häufig der Mehltyp 405 empfohlen.

Mehl-Test: Welche Mehle sind Testsieger? 

Die Typenbezeichnung ist bei allen 50 Mehlen korrekt. Das haben wir überprüft. Erfreulich ist außerdem, dass wir 26 Mehle im Test mit Bestnote empfehlen können. Zu den Testsiegern gehören sowohl Weizenmehle als auch Dinkelmehle. Tendenziell schneiden die niedrigeren Mehltypen besser ab als die 1050er-Mehle, diese wiederum besser als die Vollkornmehle.

Besonders zur Weihnachtszeit wird gern gebacken. Wir haben 28 Weizenmehle und 22 Dinkelmehle getestet: Viele sind empfehlenswert.
Besonders zur Weihnachtszeit wird gern gebacken. Wir haben 28 Weizenmehle und 22 Dinkelmehle getestet: Viele sind empfehlenswert. (Foto: Yuganov Konstantin/Shutterstock)

So viel zu den guten Nachrichten. Denn es gibt auch einige Mehle im Test, die aufgrund bedenklicher Inhaltsstoffe nur mittelmäßig abschneiden – von drei Marken raten wir sogar ab.

Das sind die Testverlierer des Mehl-Tests: 

  • Rewe Bio Mehl Weizen Vollkorn, Naturland von Rewe = "ungenügend" 
  • K-Bio Dinkelmehl Type 630 von Kaufland = "ungenügend" 
  • Bio Sonne Bio-Mehl Dinkel Type 1050 von Norma = "mangelhaft"  

Schimmelpilzgifte in der Mehrzahl der Mehle 

Was sind die Probleme im Test von Weizenmehl, Dinkelmehl und Vollkornmehl? Besonders auffällig: In mehr als der Hälfte der getesteten Mehle hat das Labor Schimmelpilzgifte gefunden, besonders häufig in den Vollkornmehlen.

Dabei handelt es sich um die vor allem von Fusarien gebildeten HT-2- und T2-Toxine sowie um Deoxynivalenol (DON). Sie wirken zellgiftig und schwächen das Immunsystem. DON kann in hohen Dosen Erbrechen und Durchfall verursachen. Solch hohe Gehalte werden aber in den untersuchten Mehlen nicht erreicht.

Fusariengifte entstehen bereits vor der Ernte. Regen und hohe Temperaturen während der Weizenblüte begünstigen den Befall. Je nach Witterung gelten sie als praktisch unvermeidbar. Also können Anbieter nichts dagegen tun? Doch. Sie können ihre Ware kontrollieren und Mehle mit höheren Belastungen nicht in den Handel bringen.   

Positiv: Das krebserregende Mykotoxin OTA, das während der Lagerung des Getreides entstehen kann, war in keinem Mehl nachweisbar.

(Foto: ÖKO-TEST)

Drei Mehle im Test mit Mineralöl verunreinigt 

Die Belastung mit Mineralöl ist geringer. So waren in zwei Drittel der Proben allenfalls Spuren nachweisbar. Drei Mehle aber kritisieren wir, weil sie aus unserer Sicht "stark erhöhte" Mengen an Mineralölbestandteilen (MOSH/ MOSH-Analoge) enthalten. Das betrifft das Heimatsmühle Weizenmehl Type 550, das Spielberger Mühle Weizenmehl Type 1050 Demeter und das Naturgut Bio Dinkelmehl Type 1050

Die Mineralölrückstände könnten aus der Verpackung ins Mehl übergegangen sein. Dass die 1050er- und Vollkornmehle relativ gesehen häufiger belastet sind als die 405er-, 550er- und 630er-Mehle, spricht für eine Verunreinigung der Randschichten des Korns, möglicherweise durch die maschinelle Verarbeitung bei Ernte oder Transport.

Verglichen mit unserem letzten Mehl-Test im Jahr 2015 hat das beauftragte Labor häufiger Spuren von Mineralöl nachgewiesen – vermutlich, weil die Analytik seither besser geworden ist.

Glyphosat ist kein Problem in Mehlen im Test 

Weizenmehl und Dinkelmehl im Test: Was fällt ansonsten auf?

  • Erfreulich: In keinem der getesteten Mehle steckt der Unkrautvernichter Glyphosat.
  • Vergleichsweise häufig, wenn auch immer nur in Spuren, wies das von uns beauftragte Labor hingegen den Wachstumsregulator Chlormequat nach. Dieser wirkt halmverkürzend, sodass das Getreide bei Regen und Wind nicht so leicht knickt und sich dann nur schlecht ernten lässt. Chlormequat störte in Tierversuchen die Reizübertragung des Nervensystems. Für endgültige toxikologische Aussagen ist die bisherige Datenlage aber noch nicht ausreichend.
  • Das Labor hat auch besonders bedenkliche Pestizide gefunden: je einmal die bienengiftigen Verbindungen Cypermethrin, Deltamethrin und Pirimiphos-methyl.
Mehl im Test: Von drei Marken raten wir ab, weil sie mit schlechten Gesamturteilen enttäuschen.
Mehl im Test: Von drei Marken raten wir ab, weil sie mit schlechten Gesamturteilen enttäuschen. (Foto: sandoclr/getty images)

Wissenswertes zu Weizenmehl, Dinkelmehl & Vollkornmehl 

  • 1050er- und Vollkornmehle eignen sich gut zum herzhaften Backen. Sie liefern mehr Ballast- und Mineralstoffe als helle Mehle, sind im Schnitt aber auch stärker belastet.
  • Dinkelmehl hat ein etwas feineres, nussiges Aroma als Weizenmehl und enthält geringfügig mehr Zink, Magnesium und Eisen.
  • Mehl sollten Sie nur nach Bedarf einkaufen, keine Vorräte anlegen. Am besten lässt sich Mehl in der Papiertüte aufbewahren.

Weiterlesen auf oekotest.de:


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    sehr gut
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    Goldähren Dinkelmehl Type 1050
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    Aldi Nord/Aldi Süd
    sehr gut
    Goldähren Qualitäts-Weizenmehl, Type 405
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    Aldi Nord
    sehr gut
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    Edeka
    sehr gut
    Ja! Dinkelmehl Type 630
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    Rewe
    sehr gut
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    Zentrale Handelsgesellschaft
    sehr gut
    Kathi Weizenmehl Type 405
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    sehr gut
    K-Bio Weizenmehl Type 1050
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    Kaufland
    sehr gut
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    Norma
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    sehr gut
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    sehr gut
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    gut
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    Spielberger (Naturwarenladen)
    gut
    Campo Verde Weizenmehl Type 1050, Demeter
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    gut
    Dennree Weizenmehl Type 1050
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    Dennree
    gut
    Diamant Weizenmehl Vollkorn
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    Aurora Mühlen
    gut
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    Edeka
    gut
    Penny Weizenmehl Type 405
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    gut
    Rosenmehl Weizenmehl Type 405
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    befriedigend
    Bauckhof Dinkelmehl Vollkorn, Demeter
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    Bauck
    befriedigend
    Burgermühle Dinkelmehl Vollkorn, Bioland
    Burgermühle Dinkelmehl Vollkorn, Bioland
    Spielberger (Naturwarenladen)
    befriedigend
    Goldpuder Weizenmehl Type 405
    Goldpuder Weizenmehl Type 405
    Aurora Mühlen
    befriedigend
    Heimatsmühle Weizenmehl Type 550
    Heimatsmühle Weizenmehl Type 550
    Ladenburger
    befriedigend
    Naturgut Bio Dinkelmehl Type 1050
    Naturgut Bio Dinkelmehl Type 1050
    Penny
    befriedigend
    Spielberger Mühle Weizenmehl Type 1050, Demeter
    Spielberger Mühle Weizenmehl Type 1050, Demeter
    Spielberger (Naturwarenladen)
    befriedigend
    Alnatura Weizen Vollkorn Mehl, Bioland
    Alnatura Weizen Vollkorn Mehl, Bioland
    Alnatura
    ausreichend
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    Aldi Nord/Aldi Süd
    ausreichend
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    ausreichend
    Bio Sonne Bio-Mehl Dinkel Type 1050
    Bio Sonne Bio-Mehl Dinkel Type 1050
    Norma
    mangelhaft
    K-Bio Dinkelmehl Type 630
    K-Bio Dinkelmehl Type 630
    Kaufland
    ungenügend
    Rewe Bio Mehl Weizen Vollkorn, Naturland
    Rewe Bio Mehl Weizen Vollkorn, Naturland
    Rewe
    ungenügend

    Testverfahren

    Wir haben 50 Mehle in unterschiedlichen Ausmahlgraden eingekauft: Weizenmehle der Typen 405, 550, 1050 und Vollkorn, Dinkelmehle der Typen 630, 1050 und Vollkorn. 31 Mehle hatten Bio-Qualität. Die Preise für 1 kg reichten von 37 Cent bis zu 4,59 Euro.

    Von der Überprüfung der Mehltype bis zum Nachweis von Pestiziden wie Glyphosat und Wachstumsregulatoren wie Chlormequat hatten die von uns beauftragten Labore allerhand zu tun: Stecken Schimmelpilzgifte im Mehl? Wie steht es um bedenkliche Mineralölbestandteile und giftiges Cadmium? Enthalten die Dinkelmehle Tropanalkaloide, pflanzliche Giftstoffe, die aus einer Verunreinigung mit Wildpflanzensamen herrühren? Und was wird auf den Verpackungen ausgelobt?

    Ein "sehr gutes" Mehl ist frei von Verunreinigungen und korrekt deklariert. Durch bedenkliche Inhaltsstoffe und gegebenenfalls weitere Mängel geht es abwärts auf der Notenskala.

    Bewertungslegende 

    Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um vier Noten: ein Gehalt von DON und/ oder T2-/HT-2-Toxinen pro 250-g-Tagesportion Brot, der die von der EFSA festgelegten tolerierbaren täglichen Aufnahmemengen (TDI; für DON 1,0 μg/kg KG/d, für die Summe aus T2- und HT-2-Toxin 0,02 μg/kg KG/d) überschreitet (in Tabelle "stark erhöht"). Für die Berechnung sind wir von einer Person mit 60 kg Körpergewicht (KG) und von Brot mit einem Mehlgehalt von etwa 65 Prozent ausgegangen. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) ein Gehalt an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen und deren Analoga (MOSH und MOSH-Analoga) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 2 bis 4 mg/kg (in der Tabelle: "stark erhöht"); b) ein Gehalt von DON und/oder T2-/HT-2-Toxinen pro 250-g-Tagesportion Brot, der die von der EFSA jeweils festgelegten tolerierbaren täglichen Aufnahmemengen (TDI) zu mehr als 50 bis 100 Prozent ausschöpft (in Tabelle "erhöht"). Berechnung wie oben. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) 1 bis 2 als besonders bedenklich eingestufte Pestizide in Gehalten von mehr als 0,01 mg/kg (hier: Cypermethrin, Deltamethrin, Pirimiphos-methyl); b) ein Gehalt an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen und deren Analoga (MOSH und MOSH-Analoga) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 1,0 bis 2 mg/kg (in Tabelle: "erhöht").

    Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 0,01 mg/kg eines Wachstumsregulators in einem Bio-Produkt. Zur Abwertung um eine Note führt: Die Auslobung "vegan", die zu verstehen gibt, dass sich das Lebensmittel dadurch besonders auszeichnet, obwohl vergleichbare Lebensmittel dieselben Merkmale aufweisen. Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen "nein", bedeutet das "unterhalb der Bestimmungsgrenze" der jeweiligen Testmethode.

    Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "befriedigend" ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note . Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "gut" ist, verschlechtert das Gesamturteil nicht.  

    Testmethoden 

    Pestizidscreening mittels GC-MS nach § 64 LFGB L 00.00-34 : 2010-09, modifiziert und 2D LC-MS/MS.
    Chlormequat und Mepiquat mittels LC-MS/MS.
    Glyphosat, Glufosinat, AMPA in Lebensmitteln mittels LC-MS/MS.
    MOSH/MOSH-Analoge/MOAH nach DIN EN 16995 : 2017, modifiziert. Die Modifikation betrifft die Verseifung und eine andere Matrix.
    Mykotoxinspektrum: Die Analyten werden extrahiert und durch dispersive Festphasenextraktion aufgereinigt. Der Extrakt wird eingeengt und in einem Puffer-Gemisch aufgenommen. Die Bestimmung von Nivalenol, Deoxynivalenol, Fusarenon X, 3- und 15-Acetyl-Deoxynivalenol, Fumonisine B1 und B2, Zearalenon, Diacetoxyscirpenol, HT-2, T-2-Toxin und Ochratoxin A erfolgt mittels LC-MS/MS.
    Tropanalkaloide: Das Untersuchungsmaterial wird nach Zugabe isotopenmarkierter Standards mit verdünnter Schwefelsäure mehrfach extrahiert. Nach Aufreinigung mittels Kationentauscher-SPE erfolgt die Bestimmung mittels LC-MS/MS.
    Cadmium: Aufschluss nach DIN EN 13805 : 2014. Cadmiumbestimmung nach DIN EN 15763 : 2010.
    Trockenmasse/Wasser: in Anlehnung an ASU L 17.00-1 : 1982. Die Probe wird bei einer Temperatur von 103 °C (±2 °C) bis zur Massenkonstanz getrocknet und der Rückstand durch Differenzwägung ermittelt. Der Wassergehalt wird aus dem ermittelten Masseverlust berechnet.
    Asche: in Anlehnung an ASU L 18.00-4 :1984. Die homogenisierte Probe wird vorverascht und im Muffelofen bei 550 °C verascht. Der Rückstand wird gravimetrisch durch Differenzwägung bestimmt und daraus die Asche berechnet.

    Einkauf der Testprodukte: Juni 2020 

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