Chicken Nuggets im Test: Globale Qual

Jahrbuch Kleinkinder 2018 | Autor: Katja Tölle | Kategorie: Essen und Trinken | 18.01.2018

Chicken Nuggets im Test: Wir haben 14 Proben ins Labor geschickt.
Foto: Africa Studio/Shutterstock

Wenn Chickennuggets goldgelb gebräunt auf dem Teller landen, erinnert nichts an die Hühner, die dafür in Brasilien, Thailand oder Europa in engen Ställen gelitten haben. Unser Test zeigt: Antibiotikaresistenzen, Fettschadstoffe und Mineralöl sind weitere Gründe, die Finger von den Nuggets zu lassen.

Aktualisiert am 18.01.2018 | Woher stammt das Fleisch für unsere Chicken Nuggets? Wie haben die Hühner gelebt und wie steht es um die Inhaltstoffe? Wir wollten es genau wissen und haben 14 Proben ins Labor geschickt und von den Herstellern einen umfangreichen Fragebogen beantworten lassen.

Das Ergebnis: Antibiotikaresistente Keime, Fettschadstoffe, Mineralöl, außerdem miserable Bedingungen, unter denen die meisten Hühner gelebt haben – Kein einziges Produkt schafft es auf ein "sehr gut" oder "gut".

Die besten Produkte schneiden, was die Inhaltsstoffe betrifft, mit einem "befriedigend" ab, können das aber – bis auf ein Bio-Produkt – im Gesamturteil nicht halten, weil das Testergebnis Tierhaltung und Transparenz so katastrophal schlecht ausfällt.

Chicken Nuggets im Test: Tierhaltung und Transparenz

Auf ein "gut" in Sachen Tierhaltung und Transparenz schafft es nur ein Bio-Produkt im Test. Die meisten konventionellen Produkte rasseln durch. Der Grund: Neben den miesen Bedingungen, unter denen die Hühner in den engen Megaställen irgendwo auf der Welt gelebt haben, war nur einer der konventionellen Hersteller bereit, die Karten wirklich offen auf den Tisch zu legen.

Zwar antworteten viele, einige auch sehr konkret, auf unseren langen Fragebogen zu den Haltungsbedingungen. Als es aber darum ging, die Angaben zu belegen und für uns transparent zu machen, schreckten fast alle zurück – obwohl wir absolute Vertraulichkeit zugesichert hatten. Viele wollten nicht einmal die Namen der Mästereien nennen, was aber nun einmal eine Grundvoraussetzung zur Überprüfung der Angaben ist. 

Wenig aussagende Pressemitteilungen 

Zwei Fastfoodketten im Test täuschten nicht einmal ein Interesse an den Fragen zur Haltung der Hühner vor. Sie schickten uns lediglich nichts bis wenig sagende Pressemitteilungen, ohne konkret auf unsere Fragen einzugehen. Ganz nach oben auf die Agenda scheinen es die Themen Tierwohl und Transparenz bei den beiden nicht geschafft zu haben.

Eine andere Fastfoodkette hat zumindest konkret geantwortet. Belege blieb uns aber auch diese schuldig. Auch das ist zu wenig. 

Masthähnchen leben nur wenige Wochen 

Die meisten Hersteller haben zumindest konkret auf unsere Fragen geantwortet. Das ist natürlich nicht viel, zeigt aber, dass sie das Thema wahrnehmen. Die zweite gute Nachricht gleich hinterher – einfach, weil es danach keine mehr gibt: Den Masthähnchen werden die Schnäbel in der Regel nicht gekürzt. Der Grund dafür ist die Überleitung zu den schlechten Nachrichten – die Tiere leben einfach nicht lange genug, um Aggressionen zu entwickeln.

Die Nicht-Bio-Tiere im Test haben zwischen 28 und 48 Tagen gelebt. In diesen wenigen Wochen nahmen sie bis zu drei Kilogramm zu – von rund 40 Gramm Schlüpfgewicht auf 1,4 bis 3,2 Kilogramm. Die Bio-Hühner sind mit 53 bis 67 Tagen nicht viel älter geworden. Das liegt an einer Lücke in der Öko-Verordnung.

Eigentlich müssen Bio-Hühner mindestens 81 Tage leben, aber eben nur eigentlich. Handelt es sich nicht um "schnell wachsende" Rassen, dürfen sie auch früher zum Schlachter.

Bauernhofidylle ist hier ganz weit weg 

Die Rassebezeichnungen Cobb 500, Ross 308 und Ross ET lassen erahnen, dass Postkarten-Bauernhofidylle hier ganz weit weg ist. Bei den Rassen, die alle konventionellen Hersteller im Test "verwenden", handelt es sich um sogenannte schnell wachsende Rassen, die wenig überraschend vor allem eins sollen: schnell wachsen.

Sie stammen aus den Laboren einiger weniger Zuchtfirmen, die weltweit agieren. Hoher Fleischansatz, gute Futterverwertung und eine möglichst kurze Mastzeit mit möglichst hohen täglichen Zunahmen sind das Ziel – Skelettschäden, Bewegungsunfähigkeit und ein fehlendes Sättigungsgefühl die Folgen.

Kein Tageslicht für die meisten Hühner 

Bis zu 136.960 Hühner lebten in den Herden in Europa, Brasilien oder Thailand; die Besatzdichten geben die Hersteller mit bis zu 39 Kilogramm Lebendgewicht pro Quadratmeter an. Mehr ist ohnehin nicht erlaubt. Tageslicht sahen die meisten der Hühner aus dem Test keins; auch Auslauf blieb allein den Bio-Hühnern vorbehalten. Ebenso wenig gewährten die konventionellen Mäster ihren Tieren einen strukturierten Stall, beispielsweise mit Strohballen und Sitzstangen.

Viel fressen = viel wachsen. Deswegen bekommen die Tiere ein möglichst fett- und proteinreiches Futter, meist in Form von Pellets. Auch gentechnisch veränderte Organismen landen in vielen konventionellen Futtertrögen; in den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Soja.

Fünf Hersteller gaben an, dass die von ihnen verarbeiteten Hühner kein GVO-Futter bekommen haben – glaubhaft nachgewiesen hat das aber keiner. In der Bio-Tierhaltung ist Genfutter verboten. Auch Kokzidiostatika – das sind Medikamente gegen die von Mästern gefürchtete Krankheit Kokzidiose – bekommen Bio-Hühner nicht übers Futter.

Antibiotika in der Haltung erlaubt 

Antibiotika sind hingegen in beiden Haltungsformen erlaubt, wenn auch unter strengeren Vorgaben in der Öko-Haltung. Die meisten Hersteller räumen ein, dass die Tiere in ihrem kurzen Leben erkrankten und Antibiotika bekommen haben.

Wir kritisieren, wenn Hersteller uns nicht nachweisen, welche Wirkstoffe sie gegen welche Krankheiten eingesetzt haben. Denn die Verwendung sogenannter Reserveantibiotika sollte in Ställen absolut tabu sein. Dabei handelt es sich um Medikamente, die im Englischen treffend "last resort" genannt werden: Reserveantibiotika bekommen Menschen, wenn andere Antibiotika bereits nicht mehr wirken.

Chicken Nuggets im Test: So steht's um Inhaltsstoffe 

Jeweils einmal sind wir im Test auf methicillinresistente Staphylokokkus aureus (MRSA), ESBL-positive E.-coli-Bakterien und ESBL-positive Serratia fonticola gestoßen. Allen diesen Keimen ist gemein, dass einige Antibiotika gegen sie nicht mehr wirken, was die Medizin vor große Probleme stellt.

Die ESBL-bildenden E. coli gelten als besonders problematisch: Sie können Enzyme bilden, die ein breites Spektrum wichtiger Antibiotika unwirksam machen. Zudem können sie die Resistenzeigenschaften auf andere Bakterien übertragen.

Die Chicken Nuggets einer Fastfoodkette waren mit Enterobakterien belastet. Hinter dem Begriff steht eine Vielzahl von Bakterien, von denen viele typische Darmbewohner sind. Das ist nicht nur eklig – eine hohe Belastung mit diesen Keimen kann bei empfindlichen Menschen auch Durchfallerkrankungen verursachen.

Listerien steckten in den Chicken Nuggets eines Herstellers im Test. Dieser typische Fleisch- und Rohmilchkeim kann besonders für Schwangere und ihre ungeborenen Babys gefährlich werden.

Das Problem mit pflanzlichen Ölen 

Pflanzliche Öle in der Panade machen die Nuggets nicht nur zu Kalorienbomben. Sie sind oft auch mit Fettschadstoffen wie 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureestern belastet. Im Magen-Darm-Trakt spalten sich diese Ester in 3-MCPD und Glycidol auf.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) stuft Glycidol als erbgutschädigend und möglicherweise krebserregend ein. 3-MCPD hat in Tierstudien die Nieren geschädigt und in hohen Dosen zu gutartigen Tumoren geführt.

Mineralöl in Chicken Nuggets im Test 

Wie in vielen anderen Lebensmitteln gibt es auch in Chicken Nuggets ein Mineralölproblem. Vier Produkte sind mit den gesättigten Kohlenwasserstoffen MOSH/POSH verunreinigt. MOSH können sich im Körper anreichern und Organe wie die Leber schädigen. POSH sind bisher nur unzureichend untersucht und lassen sich im Labor nicht voll von MOSH trennen.

Aber wie kommen diese Verunreinigungen überhaupt in Chicken Nuggets rein? Sie können etwa aus Verpackungen aus Recyclingpapier stammen; Mineralöl kann aber auch bereits in der maschinellen Produktion in die Lebensmittel gelangen. POSH können zum Beispiel aus Kunststoffverpackungen übergehen.

Unerwünschte Zutaten in Chicken Nuggets im Test 

Neben unerwünschten Keimen und Verunreinigungen kritisieren wir auch Zutaten und Zusatzstoffe, die die Hersteller den Produkten ganz bewusst zufügen. So steckt in fünf Produkten zu viel Salz. Zwei Hersteller verwenden unnötige Phosphate. Zu viel von dem meist als Konservierungsmittel eingesetzten Stoff kann den Nieren schaden und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Aromen, ob "natürlich" oder nicht, sowie Geschmacksverstärker wie Glutamat und Würze sollen eine Qualität vortäuschen, die die natürlichen Zutaten von allein nicht hergeben.

Auch "Weitere Mängel" fanden sich zuhauf. Allen voran eine Fastfoodkette: Sie teilte uns trotz mehrfacher Nachfrage nicht konkret mit, welche Zusatzstoffe und ob Aromen in den Chicken Nuggets stecken. Der Labortest zeigte daraufhin: Aroma und Glutamat sind nachweisbar.

Andere Hersteller tricksen mit allzu kleinen Portionsgrößen und rechnen anhand derer die Fett- und Salzgehalte klein; wiederum andere beziehen die Nährwerte auf das tiefgefrorene, nicht zubereitete Produkt, das natürlich weniger fettig als das in der Fritteuse oder Pfanne zubereitete ist.

Diesen Test haben wir bereits im ÖKO-TEST Magazin 11/2017 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch Kleinkinder für 2018 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Weiterlesen auf oekotest.de:

Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Testverfahren

Der Einkauf: Chicken Nuggets sollten es sein. Und da die meisten Produkte tiefgefroren sind, haben wir uns für elf Tiefkühlprodukte entschieden. Produkte aus ökologischer Tierhaltung gibt es nur wenige, deswegen landeten hauptsächlich Nicht-Bio-Nuggets in unserem Einkaufskorb. Und um zu erfahren, wie Mc Donald's, Kentucky Fried Chicken und Burger King im Vergleich dazu abschneiden, haben wir auch in je einer Filiale der Fast-Food-Ketten eingekauft.

Die Inhaltsstoffe: Ein Schwerpunkt der Untersuchungen lag auf Keimen. Denn obwohl die meisten Produkte vorgebraten sind, können sich Krankheitserreger oder Verderbniskeime auf und in den Chicken Nuggets bilden. Besonders bedenklich sind antibiotikaresistente Keime. Auch ob noch Antibiotikarückstände im Fleisch nachweisbar sind, hat ein von uns beauftragtes Labor untersucht. Und nachdem im Sommer das Insektizid Fipronil in Eiern steckte, haben wir auf mehr als 500 verschiedene Pestizide, darunter auch Fipronil, untersuchen lassen. Weil in der Panade pflanzliche Öle stecken, haben wir zudem auf Fettschadstoffe geprüft. Auch Verunreinigungen mit Mineralöl standen auf der Checkliste der Labore.

Die Tierhaltung/Transparenz: Wir wollten genau wissen, woher die Hühner stammen, die in den Chicken Nuggets verarbeitet sind, und wie es um ihre Haltungsbedingungen stand. Die Hersteller haben deswegen einen sehr umfangreichen Fragebogen von uns erhalten - unter anderem zur Rasse, zu den Ställen, dem Futter und den Medikamenten, die die Tiere bekommen haben. Da wir nicht glauben, sondern testen, baten wir die Hersteller um Dokumente, die ihre Angaben belegen.

Die Bewertung: Wie haben die Tiere gelebt, deren Fleisch in den Chicken Nuggets steckt? Und bemühen sich die Hersteller, diese Haltungsbedingungen transparent zu machen? Oder versuchen sie, uns mit Floskeln und Marketingsprech abzuspeisen? Beide Aspekte fließen in das Testergebnis Tierhaltung und Transparenz ein. Doch auch die Qualität muss stimmen: Antibiotikaresistente Keime, Fettschadstoffe und Mineralölrückstände führen unter den Inhaltsstoffen zu strengen Abwertungen. Auch wenn Hersteller etwa versuchen, mit viel billiger Panade den geringen Fleischanteil zu vertuschen, werten wir ab.

Bewertungslegende 

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoff e führt zur Abwertung um jeweils vier Noten: a) die Summe der Fettschadstoff e 3-MCPD-Fettsäureester und Glycidyl-Fettsäureester (berechnet als 3-MCPD) von mehr als 48 μg pro 150 g Chicken Nuggets ("stark erhöht"). Die Bewertung erfolgte in Anlehnung an die tolerierbare tägliche Aufnahme (TDI) für 3-MCPD und dessen Fettsäureester von 0,8 μg/kg Körpergewicht, herausgegeben von der EFSA im Mai 2016. Als Körpergewicht haben wir 60 kg zugrunde gelegt; b) ein Gehalt an gesättigten Kohlenwasserstoff en (MOSH/POSH) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 4 mg/kg ("sehr stark erhöht"). Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) die Summe der Fettschadstoff e 3-MCPD-Fettsäureester und Glycidyl-Fettsäureester (berechnet als 3-MCPD) von mehr als 24 μg pro 150 g Chicken Nuggets und/oder von mehr als 12 μg Glycidylester (berechnet als Glycidol) pro 150 g Chicken Nuggets ("erhöht"); b) der Nachweis von antibiotikaresistenten Keimen. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Panadeanteil von mehr als 40 Prozent; b) ein Salzgehalt von mehr als 2 g pro Portion von 150 g; c) der Nachweis von Listerien; d) eine Belastung mit Enterobacteriaceen, die den Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie überschreitet; e) ein Gehalt an gesättigten Kohlenwasserstoff en (MOSH/POSH) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 0,5 bis 2 mg/kg ("erhöht"); f) Aroma (hier: "natürliches Aroma" und/oder "Aroma") und/oder Geschmacksverstärker (hier: "Würze" und/oder "Glutamat") und/oder Hefeextrakt; g) der Zusatz von Diphosphaten.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um vier Noten: Der Anbieter teilt nicht konkret mit, welche Zusatzstoff e das Produkt enthält. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) fehlender Hinweis, das Produkt nur gut durchgegart zu verzehren; b) Werbung mit dem "Wandel zu einer tiergerechten Haltung", wenn der Hersteller für die Tiere, die in dem Produkt verarbeitet sind, keine "tiergerechte Haltung" garantiert; c) Werbung mit Selbstverständlichkeiten, die in dieser Produktgruppe entweder verboten oder ohnehin nicht üblich sind (hier: "ohne Farbstoff e"); d) Portionsgröße zur Nährwertberechnung unter 125 g; e) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; f) das Produkt erweckt auf der Produktvorderseite den Eindruck, es handele sich um strukturiertes Fleisch, enthalten ist aber Formfleisch; g) der gemessene Salzgehalt liegt um mehr als 20 Prozent höher als der deklarierte (hier: als der auf der Homepage ausgewiesene); h) die Ausschöpfung der Referenzmenge für die Nährwerte bezieht sich auf das tiefgefrorene, nicht zubereitete Produkt.

Bewertung Testergebnis Tierhaltung/Transparenz: Unter dem Testergebnis Tierhaltung/Transparenz führt zu vier Minuspunkten: keine konkrete Auskunft zu den Haltungsbedingungen der in der Charge verarbeiteten Hühner erteilt. Zu zwei Minuspunkten führt: konkrete Auskunft zu den Haltungsbedingungen der in der Charge verarbeiteten Hühner erteilt, aber nicht belegt oder konkrete Auskunft nur teilweise erteilt und teilweise belegt. Zu jeweils einem Minuspunkt führen: a) konkrete Auskunft zu den Haltungsbedingungen der in der Charge verarbeiteten Hühner erteilt, aber nur teilweise belegt; b) Mästereien nicht angegeben; c) schnellwachsende Rassen (hier: Ross und Cobb) oder keine oder keine konkrete Angabe hierzu; d) Alter des Tieres bei der Schlachtung unter 81 Tage oder keine Angabe hierzu oder Angabe nicht belegt; e) Besatzdichte mehr als 21 kg Lebendgewicht pro Quadratmeter Stall am Ende der Mast oder keine Angabe hierzu; f) Herdengröße mehr als 4.800 Tiere oder keine Angabe hierzu; g) kein, wenig oder nur teilweise (in einigen der Mästereien) Tageslicht oder keine Angabe hierzu oder Angabe nicht belegt; h) kein Grünauslauf oder keine Angabe hierzu; i) kein Schlechtwetterauslauf oder keine Angabe hierzu; j) Stall nicht oder nur teilweise (in einigen der Mästereien) strukturiert oder keine Angabe hierzu; k) Angaben zur Antibiotikagabe nicht belegt oder keine Angabe hierzu; l) Kokzidiostatikum im Futter oder keine Angabe hierzu oder Angabe nicht belegt; m) gentechnisch veränderte Organismen im Futter oder teilweise gentechnisch veränderte Organismen (in einigen der Mästereien) im Futter oder keine Angabe hierzu oder Angabe nicht belegt; n) keine oder keine konkrete Angabe der Anzahl der in der Charge verarbeiteten Hühner. Bei bis zu einem Minuspunkt lautet das Testergebnis Tierhaltung/Transparenz "sehr gut", bei zwei bis vier Minuspunkten "gut", bei fünf bis sieben Minuspunkten "befriedigend", bei acht bis zehn Minuspunkten "ausreichend", bei 11 bis 13 Minuspunkten "mangelhaft", ab 14 Minuspunkten "ungenügend".

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoff e (50 %) und dem Testergebnis Tierhaltung/Transparenz (50 %); es wird kaufmännisch gerundet. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "befriedigend" oder "ausreichend" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoff e um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "mangelhaft" oder "ungenügend" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoff e um zwei Noten.

Testmethoden 

Mineralöl: LC-GC/FID.
3-MCPD-Ester und Glycidylester: DGF C-VI 18 (10) mod. Die Modifikation betrifft die vorherige Extraktion des Fettes.
Pestizide: GC/MS nach § 64 LFGB L 00.00-34.
Arzneimittelrückstände: LLE/LC/MS/MS/LCMS-012, LCMS-063.
Natrium/Salzäquivalente: Aufschluss DIN EN 13805:2014, Natrium ASU L 00.00-144:2013 mod. Die Modifikation betrifft ICP-MS statt ICP OES. Salzäquivalente berechnet.
Fleischanteil/Panadeanteil: präparativ-gravimetrische Untersuchung.
Histologie: ASU L 06.00-13:1989.
Gesamtkeimzahl: DIN EN ISO 4833-2:2014.
Enterobacteriaceen: ISO 21528-2:2004.
Escheria coli: DIN ISO 16649-1:2009.
Salmonellen: ASU L 00.00-20:2008.
Koagulase-positive Staphylokokken: ASU L 00.00-55:2004.
Campylobacter: DIN EN ISO 10272.
Präsumtive Bacillus cereus: ASU L 00.00-33:2006 mod. Die Modifikation betrifft die Verwendung eines anderen Selektivagars.
Listeria monocytogenes: ASU L 00.00-22:2006.
Pseudomonaden: ASU L 07.00-53:2011.
MRSA: Prüfung auf das Resistenzgen mecA, PCR nach Anreicherung.
ESBL: Nachweis von Enterobacteriaceen mit ESBL-Antibiotikaresistenz, Screening: Plattenverfahren nach Anreicherung. Bei Wachstum verdächtiger Kolonien: Prüfung der Antibiotikaresistenzen mittels Antibiogramm und VITEK-Identifkation mittels MALDI-TOF.
PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszensanalyse.
Tierhaltung/Transparenz: Herstellerabfrage.
Aromen/Phosphate/Geschmacksverstärker: Deklaration und/oder Herstellerabfrage.

Einkauf der Testprodukte: Juli 2017 

Diesen Test haben wir bereits im ÖKO-TEST Magazin 11/2017 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch Kleinkinder für 2018 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

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