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19 Tiefkühlpizza mit Salami im Test

ÖKO-TEST Januar 2011
vom 31.12.2010

19 Tiefkühlpizza mit Salami im Test

Ein starkes Stück!

Bei Pizza aus der Tiefkühltruhe greifen die Deutschen vor allem zu "Salami". Der Hit sind die getesteten Pizzen leider nicht. Aber fünf schneiden immerhin noch mit "gut" ab.

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31.12.2010 | In den Supermarkt, Packung aufreißen, ab in den Ofen: Pizza, die in einer Viertelstunde aus ihrer Kältestarre bei minus 18 Grad erwacht und fix und fertig gebacken auf dem Teller dampft - vor rund 40 Jahren war das schon eine kleine Sensation. Es war die Zeit, als scheinbar auch der letzte (West-)Deutsche zumindest einmal in Italien Urlaub gemacht hatte. In den Städten machten neue Restaurants mit Namen wie "Grotta Azzura" oder "Da Mario" auf, die man spontan zu seinem Lieblingslokal erklärte. Beste Voraussetzungen für die Vermarktung eines belegten, tiefgefrorenen Teigfladens. Die ersten Tiefkühlpizzen kamen - wenn auch unter deutscher Marke und nur für kurze Zeit - zunächst noch direkt aus Italien.

Seit 1970 wird auch in Deutschland TK-Pizza gebacken. Ein Genuss ganz so wie in der Pizzeria? Ein paar entscheidende Unterschiede gibt es. Während bei der traditionellen Herstellung alle Zutaten auf einmal auf den rohen Teig kommen und dann gebacken wird, landet bei der Tiefkühlpizza manchmal auch erst der mit Tomatensauce belegte Teig im Ofen und wird vorgebacken. Danach kommen die übrigen Zutaten wie Käse und Salami auf den Fladen, dann wird gefrostet. Auch beim Backen gibt es Unterschiede: Während der heimische Ofen nicht weit über 200 Grad kommt, kann der klassische Steinofen leicht doppelt so heiß werden - und die Pizza ist schon nach wenigen Minuten fertig.

Doch diese feinen Unterschiede halten die Deutschen nicht davon ab, tüchtig Tiefkühlpizza zu essen. Etwas mehr als neun solcher Pizzen verspeist jeder Deutsche pro Jahr. Macht rund 750 Millionen im Jahr. Würde man alle Pizzakartons aufrecht hintereinanderstellen, würde diese Reihe zehn Mal von Flensburg bis Palermo reichen!

Für uns ein guter Grund, die Tiefkühlpizza näher unter die Lupe zu nehmen. Im Test: Pizza Salami, davon einige auch in der scharfen Variante. Wir haben die Pizzen professionell verkosten und untersuchen lassen.

Die Testergebnisse

Schade, von einem Lieblingsgericht hätten wir mehr erwartet. Die meisten Pizzen schaffen es nicht über die Note "befriedigend" hinaus. Erstaunlich auch: Gerade zwei Markenprodukte von Dr. Oetker gehören zu den schlechteren Pizzen im Test.

Dass Salami-Pizza kein Diätessen ist, wissen wir ja. Deshalb erstaunt es uns auch gar nicht, dass die meisten Pizzen mehr als 800 Kilokalorien enthalten. Gut ist das nicht. Denn wenn schon mit einer Hauptmahlzeit so viel Energie aufgenommen wird, überschreitet man schnell die täglich empfohlene Kalorienmenge, die bei einem Mann bei etwa 2.400 und bei einer Frau bei etwa 1.900 Kilokalorien liegt.

Nichts für eine Schlankheitskur: Manche Salamipizzen haben 900 Kilokalorien

Offenbar wollen einige Anbieter deshalb die Kalorien schönrechnen. Wie sonst ist eine Kalorienangabe zu erklären, die sich auf eine halbe Pizza bezieht? Wir kennen niemanden, der sich eine halbe Tiefkühlpizza zubereitet und sich die andere Hälfte für den kommenden Tag aufhebt.

Sechs Gramm Salz - mehr sollte man täglich nicht zu sich nehmen. Mit allen Pizzen schöpft man aber schon mindestens die Hälfte dessen aus! Geradezu moderat ist mit 3,6 Gramm noch die Pizza von Aldi Nord. Mit sechs Gramm oder mehr schlagen die Pizzen von Alnatura und Bofrost, die Steinofen Tradizionale Salame und Die Ofenfrische Pizza Pepperoni-Salami von Dr. Oetker sowie Die Backfrische Peperoni Diavolo mit Kräuter-Pesto von Wagner heftig ins Salzkontor.

Schmeckt die Pizza? Sensorische Fehler hat das von uns beauftragte Institut nicht gefunden. Dass die Pizza wirklich so schmeckt wie beim Italiener, ist damit aber noch nicht gesagt.

Abgewertet haben wir den Einsatz von Hefeextrakt und aufgeschlossenem Sojaeiweiß - Zutaten, die oft Glutamat enthalten und so den Geschmack aufpeppen können.

So schön viel Käse auf der Pizza ... aber leider nur auf dem Foto auf der Verpackung

An Belag war immer so viel auf der Pizza, wie in der Zutatenliste versprochen wurde. Trotzdem sind wir bei einigen Produkten nicht zufrieden, denn auf der Abbildung war viel mehr Käse oder viel mehr Pepperoni zu sehen, als wirklich auf der Pizza lag. Wir finden: Auch wenn auf der Packung "Serviervorschlag" steht, sollte die Pizza auf der Verpackung der Pizza im Karton entsprechen. Schließlich kann der Verbraucher ja nicht durch den Pappkarton durchgucken und sehen, was wirklich drin ist.

So reagierten die Hersteller:

Die meisten Hersteller scheinen langsam einzusehen, dass man von einer halben Pizza nicht satt wird - und ändern die Portionsgrößen. Edeka, Aldi Süd, Norma, Lidl, Penny und Rewe teilten mit, die Portion auf eine ganze Pizza anzuheben bzw. die Portionsgröße wurde schon angehoben.

Rewe hat außerdem angekündigt, ab Anfang Januar den Hefeextrakt aus der getesteten Pizza zu entfernen.

Kaufland konnte sich die fehlende gelbe Paprika auf der K-Classic Pizza Edel-Salami nur durch eine "vereinzelte Inhomogenität der Gemüsemischung" erklären. Alle Rückstellmuster hätten gelbe Paprikawürfel enthalten.



Pizzateig einfrieren

Sie haben zu viel Pizzateig gemacht oder wollen sich einfach nicht jedes mal die Mühe machen, den Teig frisch zu kneten? Kein Problem - vorausgesetzt ihr Tiefkühlfach ist groß genug. Denn Hefeteig lässt sich auch in handliche Portionen unterteilt einfrieren. Bei Bedarf einfach wieder auftauen - am besten ganz langsam im Kühlschrank. Was auch geht: Aus dem frischen Teig runde Pizzaböden formen, im Ofen kurz anbacken und anschließend einfrieren. Nach dem Auftauen nach Herzenslust belegen.

Pizza-Schere

Die Meinungen über Pizza-Schneideräder oder das passende Messer zum Teilen der "Margherita" gehen auseinander. Wer sich ungeschickt anstellt, holt manchmal auch mit einem scharfen Schneidewerkzeug den kompletten Belag vom Teigfladen. Die Rettung versprechen die Hersteller der Pizza-Schere, eine Art Haushaltsschere mit der man das geschnittene Pizza-Stück auch gleich noch vom Blech heben kann. Praktische Sache oder ein weiteres unnötiges Spezialwerkzeug, das nur die Küchenschublade verstopft? Das muss jeder selbst entscheiden.

Traumjob beim Pizzabäcker

2,5 Millionen Yen Lohn für eine Stunde Arbeit (umgerechnet rund 22.000 Euro) - dieses schier unglaubliche Jobangebot hat eine Pizza-Kette in Japan zum 25-jährigen Bestehen ausgeschrieben. Besondere Qualifikationen seien nicht erforderlich. Kein Wunder, dass die Pizza-Kette mit Bewerbungen geradezu überschüttet wurde, wie die britische Internetseite Pizza-News schreibt. In einem mehrstufigen Verfahren soll der Aushilfsarbeiter ausgesucht werden. Was der Kandidat bei der Pizza-Kette genau machen muss, wollte die Firma im Vorfeld jedoch nicht mitteilen.



So haben wir getestet

Der Einkauf

In Supermärkten, Discountern und Bio-Läden sowie beim Heimlieferservice Bofrost haben unsere Einkäufer Tiefkühlpizza besorgt - und zwar die Sorte Salami, die mit Abstand beliebteste Pizza hierzulande. Dabei landeten auch einige scharfe Varianten im Einkaufswagen. In der Regel haben wir eine Sorte pro (Handels-)Marke gekauft. Nur bei den Branchengrößen Wagner und Dr. Oetker nahmen wir jeweils drei verschiedene Pizzen in den Test. Das spiegelt auch die Marktbedeutung dieser Marken wider.

Die Inhaltsstoffe

Was steckt alles drin, in der Fertigpizza? Natürlich haben wir ganz genau auf die Zutatenliste und die Kalorienangabe geschaut. Aber wir ließen auch im Labor nachprüfen, ob die Angaben bezüglich Käse, Salami und Salz stimmen. Außerdem untersuchten die beauftragten Labore auf eine Reihe von Keimen, von denen einige schädlich für die Gesundheit sein können, andere auf eine unsaubere Arbeitsweise hindeuten. Unter den Inhaltsstoffen haben wir auch die Sensorik zusammengefasst, also die Ergebnisse einer professionellen Verkostung, bei der unter anderem darauf geachtet wird, ob die Pizza von dem abweicht, was heutzutage technologisch machbar ist. Da es hier aber auch keine Fehler gab, gibt es hier auch keine Abwertung.

Die Bewertung

Zu viel Salz und zu viele Kalorien sind die üblichsten Probleme bei Fertiggerichten. Das zeigt unser Test ein weiteres Mal. Und das führt auch zu den eher mittelprächtigen Noten. Ebenfalls auf der Abwertungsliste stehen Zutaten, die vermutlich den Geschmack verbessern oder verstärken sollen und möglicherweise Glutamat enthalten. Manche Hersteller haben auch an Zusatzstoffen nicht gespart. Wir werten dies nicht ab, da unter den zugesetzten Stoffen keine eindeutig problematischen Stoffe sind. Trotzdem nennen wir unter "Das ist uns aufgefallen" die Produkte, die uns durch besonders viele Stoffe aufgefallen sind. Denn wir sind der Ansicht, dass eine Tiefkühlpizza mit wenigen, naturbelassenen Inhaltsstoffen auskommen sollte. Unter den weiteren Mängeln werten wir zudem Deklarationsmängel ab. Zum Beispiel die Angabe einer unverschämt kleinen Portion von einer halben Pizza oder eine Produktabbildung, auf der viel mehr Käse zu sehen ist als auf der zubereiteten Pizza.

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Wir haben 19 Produkte für Sie getestet
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ausreichend

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befriedigend

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Alnatura

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befriedigend

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gut

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gut

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Dr. Oetker

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ausreichend

Dr. Oetker Steinofen Tradizionale Salame
Dr. Oetker

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befriedigend

Dr. Oetker Die Ofenfrische Pizza Pepperoni-Salami
Dr. Oetker

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ausreichend

Gut & Günstig Steinofen Pizza Edelsalami, 3er Pack
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gut

K-Classic Pizza Edel-Salami
Kaufland

K-Classic Pizza Edel-Salami

ausreichend

Trattoria Alfredo Steinofen Edel-Salami, 3er Pack
Lidl

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befriedigend

Mamma Gina Pizza Edelsalami, 3er Pack
Netto Marken-Discount

Mamma Gina Pizza Edelsalami, 3er Pack

ausreichend

Villa Gusto Steinofen-Pizza Edelsalami, 3er Pack
Norma

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ausreichend

Casa Moderna Pizza Salami, 3er Pack
Penny

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befriedigend

Real Quality Pizzeria Salami
Real

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ausreichend

Rewe Pizza Classica Salami
Rewe

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ausreichend

Original Wagner Steinofen Pizza Salami
Wagner

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gut

Wagner Die Backfrische Peperoni Diavolo mit Kräuter-Pesto
Wagner

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gut

Wagner Unsere Natur Bio-Steinofen Pizza Salami, Naturland
Wagner

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befriedigend