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Ratgeber: Wirksamkeitstests

Ratgeber Kosmetik 2017
vom 11.05.2017

Wirksamkeitstests

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Dezente Zurückhaltung ist Fehlanzeige, wenn Kosmetikhersteller für ihre Produkte werben. Vor allem wenn es um Antifaltencremes geht, tragen sie ganz dick auf. Umso dünner sind die Belege für die vollmundigen Wirksamkeitsversprechen. Wir haben mal ein bisschen am Lack gekratzt.

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11.05.2017 | Gut drei Milliarden Euro gaben die Deutschen nach Informationen des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW) im vergangenen Jahr allein für Haut- und Gesichtspflegemittel aus; weitere 1,7 Milliarden Euro für dekorative Kosmetik. Die Tendenz in beiden Segmenten: steigend. Gutes, gepflegtes Aussehen ist uns eben einiges wert. Die Kosmetikindustrie befeuert unsere Wünsche nach Schönheit und jugendlich straffer Haut und lässt sich die Werbung für entsprechende Produkte ihrerseits ordentlich etwas kosten. Und immer schwingt mehr oder weniger explizit das Versprechen mit, die natürliche Hautalterung nun doch mit Creme X oder Powerkonzentrat Y aufhalten zu können.

Ob Kakaopulver, Kaviar, Trüffel oder Spirulina-Algen: Immer neue, angebliche Superwirkstoffe oder Produktinnovationen wie BB-, CC-, DD-Cremes kommen auf den Markt und machen nun wirklich und für immer Schluss mit Falten und schenken uns - ganz ehrlich - ewige Jugend. Ihre dick aufgetragene Werbung unterstreichen die Hersteller dabei nicht nur mit strahlenden Models oder Hollywood-Schönheiten, die, obwohl nicht mehr ganz so jung, makellos und knitterfrei von Plakatwänden und Hochglanzanzeigen lächeln. Sondern gern auch mit Hinweisen auf neuste Forschungsergebnisse sowie Labor- und Wirksamkeitstests. Und gerade der wissenschaftliche Anstrich lässt dann auch die Kundinnen, die von Natur aus eher skeptisch sind, Hoffnung schöpfen. Vielleicht macht die neue Creme, das neue Augenserum und der hochpotente Wirkstoff den Teint ja tatsächlich ebenmäßiger, glättet Falten und lässt die Haut jugendlich strahlen?!

Sinneserfahrungen lassen sich schlecht nachprüfen

Wer es herausfinden will, muss das Produkt kaufen und ausprobieren. Und wird ziemlich sicher enttäuscht. Wie kann das sein? Schließlich "besticht" das Produkt doch "durch eine Verringerung der Faltentiefe um 16 Prozent" (Bio-Arganöl & Amaranth Anti-Falten Intensiv-Serum von Dr. Scheller Cosmetics), stimuliert gar die "Produktion der ‚Jugend-Proteine'" oder hat einen Effekt, "als hätten Sie die Zeit zurückgedreht" (Time Miracle Tages- bzw. Nachtcreme von Anbieter Mádara). Wie man sieht, sind auch Naturkosmetikhersteller auf diesen Zug aufgesprungen. Doch wie groß dürfen die Worte sein und was verbirgt sich hinter den ambitioniert klingenden und scheinbar klaren Aussagen?

Was die Welt der Werbung angeht, gibt es trotz aller wolkigen Versprechen einige feste Spielregeln. So ist zum Beispiel Werbung mit Gesundheitsaussagen und Erfolgsgarantien für Kosmetik verboten. Deshalb wird man auch in keiner Reklame von einer zu 100 Prozent belegten Wirksamkeit lesen. Schon 1997 bestimmte die EU, dass Produktaussagen den Verbraucher nicht in die Irre führen dürfen und beweisbar sein müssen. Die neue EU-Kosmetikverordnung von Mitte 2013 unterstreicht, dass Kosmetikwerbung "wahrheitsgetreu, belegbar, redlich und lauter" zu sein hat.

Während der Werbeaufsichtsrat in Großbritannien vor einigen Jahren deshalb zwei Kampagnen mit Models stoppt

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8 Seiten
Seite 36 - 43 im Ratgeber Kosmetik 2017
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