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21 Sonnenschutzmittel im Test

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ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013 | Kategorie: Kosmetik und Mode | 09.11.2012

21 Sonnenschutzmittel im Test

Beim Eincremen sollte man nicht geizen. Es lohnt sich aber, das richtige Mittel auszuwählen, denn die Unterschiede in Bezug auf problematische Inhaltsstoffe sind enorm und die teuren nicht unbedingt die besten.

Neuer Artikel vorhanden: 27 Sonnencreme im Test

Sonnenschutzmittel gehören zu den wenigen Kosmetikprodukten, die der Mensch unbedingt braucht. ÖKO-TEST empfiehlt seit Jahren Sonnenschutzmittel mit mineralischen statt chemischen UV-Filtern, weil von einigen chemischen Filtern hormonelle Wirkungen bekannt sind, die Sicherheit von anderen in diesem Punkt noch schlecht erforscht ist. Wer chemische UV-Filter meiden wollte, musste früher allerdings einen starken Weißeffekt in Kauf nehmen, da die mineralischen Filter nicht in die Haut einziehen, sondern die Strahlung schon vorm Eindringen in die Haut an der Oberfläche reflektieren sollen.

Inzwischen haben die Naturkosmetikanbieter den Anwendungskomfort aber deutlich besser im Griff. Die meisten Produkte sind zwar trotzdem sichtbarer auf der Haut als viele konventionelle, aber dies deutlich weniger als früher.

Wir wollten wissen, welche Sonnenschutzmittel aktuell empfehlenswert sind und haben 21 Marken mit mittlerem Schutz zwischen 15 und 25 in die Labore geschickt, darunter vier Naturkosmetika mit rein mineralischem Lichtschutz. Außer den Testprodukten von Spirig, Ladival und Eucerin enthalten alle konventionellen neben chemischen Filtern auch den mineralischen Lichtschutzfilter Titandioxid.

Das Testergebnis

Rund die Hälfte der Testprodukte können wir als "sehr gut" oder "gut" empfehlen. Der Preis ist dabei kein sicherer Indikator: Es gibt Produkte, die weniger als drei Euro pro 200 ml kosten und mit "gut" abschneiden, aber auch Marken für 30 Euro und mehr, die "mangelhaft" und "ungenügend" sind.

Ohne bedenkliche UV-Filter, die unter Verdacht stehen, wie Hormone zu wirken, kommen nur die zertifizierten Naturkosmetikprodukte im Test aus. Für den chemischen Filter Octocrylene, der in den meisten Mitteln steckt, gibt es Hinweise auf eine hormonelle Wirksamkeit aus Zellversuchen. Vier Produkte enthalten Ethylhexyl Methoxycinnamate, für den eine hormonelle Wirkung im Tierversuch gezeigt wurde. Zwei Hersteller kombinieren beide bedenklichen Filter.

Auch Parabene, die in Kosmetika als Konservierer eingesetzt werden, werden durch die Haut im Körper aufgenommen. Einige stehen ebenfalls unter Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen.

Die Creme von Garnier und die Nivea Sun Pflegende Sonnenmilch enthalten den Duftstoff Lyral, der Allergien auslösen kann. Noch kritischer sehen wir die in der Biotherm Lait Solaire nachgewiesenen polyzyklischen Moschus-Verbindungen. Sie reichern sich im menschlichen Fettgewebe an.

Wenn der Schutzfaktor auf der Packung dazu führt, dass man sich in Sicherheit wiegt und seine empfindliche Haut von heute auf morgen extremen Belastungen aussetzt, dann geht der Schuss nach hinten los. Sonnenschutzmittel sollen deshalb nach einer EU-Empfehlung mit einer Reihe von Warn- und Anwendungshinweisen versehen sein. Wenn davon welche fehlen oder unvollständig sind, gibt es bei uns Punktabzug unter Weitere Mängel. Besonders problematisch: Anstatt den vorgeschriebenen Hinweis zu bringen, dass das Mittel mehrfach aufgetragen w


Sonnenschutzmittel: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Daylong Ultra Liposomale Sonnenschutz-Lotion, LSF 25
  • Spirig (Apotheke)

Garnier Ambre Solaire Sonnenschutz-Milch LSF 20
  • Garnier

Cien Sun Sonnencreme Classic, LSF 20
  • Lidl

Lavera Sun Sensitiv Neutral Sonnenmilch LSF 20
  • Laverana

Sun Ozon Classic Sonnenmilch 20 Mittel
  • Rossmann

Rewe Feuchtigkeits-Sonnenmilch LSF 20
  • Rewe

Ladival Sonnenschutz Lotion normale bis empfindliche Haut 15
  • Stada

Eucerin Sonnen Allergie Schutz Sun Creme-Gel Mittel 25
  • Beiersdorf (Apotheke)

Biotherm Lait Solaire, LSF 15
  • Biotherm

Eubiona Sonnencreme Sheabutter - Granatapfel LSF 20
  • Eubiona (Naturwarenladen)

Lavozon Sonnenmilch 20 Mittel
  • Müller Drogeriemarkt

Ombia Sun Classic Sonnenmilch 25 Mittlerer Schutz
  • Aldi Süd

Elkos Sun Sonnenmilch Mittel 20
  • Edeka

Real Quality Sonnenmilch 20 Mittlerer Schutz
  • Real

Nivea Sun Pflegende Sonnenmilch 20 Mittel
  • Beiersdorf

Sun Dance Sonnenmilch 20 Mittel
  • Dm

Ultrasun Professional Protection Sensitive LSF 20
  • Ultrasun

La Roche-Posay Anthelios Milch LSF 20
  • La Roche-Posay (Apotheke)

Eco Cosmetics Sonnencreme für Sensible Haut, LSF 20
  • Eco Cosmetics (Naturwarenladen)

Sante Soleil Sun Lotion LSF 20
  • Sante (Naturwarenladen)

Vichy Capital Soleil Gel-Milch 20 Mittlerer Schutz
  • Vichy (Apotheke)

21 Sonnenschutzmittel im Test
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013 Seite 100
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013 Seite 101
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013 Seite 102
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013 Seite 103
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013 Seite 104
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013 Seite 105

6 Seiten
Seite 100 - 105 im ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013
vom 09.11.2012
Abrufpreis: 1,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Sonnenschutzmittel sind ein Kosmetikprodukt, das jeder braucht, der sich im Sommer im Freien aufhält. Umso wichtiger, sie zu testen. Die Mittel sind nahezu überall gut im Regal vertreten: in der Drogerie, im Supermarkt, in der Apotheke, in der Parfümabteilung im Kaufhaus. Unterschiedlich wie das Ambiente am Verkaufsort sind auch die Preise. Sie liegen bei unseren Testprodukten zwischen 1,95 und 39,80 Euro pro 200 ml Sonnenschutzmittel. Wir haben Produkte mit dem für viele Menschen in unseren Breiten empfehlenswerten mittleren Schutzniveau von Lichtschutzfaktor (LSF) 15 bis 25 ausgewählt.

Praxistest

Entscheidend für den Schutz der Haut vor Sonnenbrand ist die Art und Weise, wie der Verbraucher das Produkt anwendet - also ob er ausreichende Mengen an Creme aufträgt und den richtigen Zeitpunkt erkennt, wann er besser wieder aus der Sonne geht. Deshalb haben wir in diesem Test auch Wert auf die vollständigen Anwendungs- und Warnhinweise gelegt. Kosmetikfirmen müssen ihre Werbeaussagen zum LSF gegenüber Behörden belegen können. Dazu lassen sie unter anderem Untersuchungen durchführen, in denen bei Menschen künstlich ein echter Sonnenbrand erzeugt wird. Da jeder Sonnenbrand eine Belastung für die Haut ist, verzichtet ÖKO-TEST auf die Überprüfung der exakten Lichtschutzfaktoren. Verbraucher sollten die über den LSF errechnete Aufenthaltsdauer in der Sonne ohnehin nicht voll, sondern höchstens zu 60 bis 70 Prozent ausschöpfen.

Die Inhaltsstoffe

Neben chemischen UV-Filtern stehen auch Konservierungsstoffe wie Butyl- und Propylparaben unter Verdacht, wie Hormone zu wirken. Hierauf ließen wir ebenso testen wie auf Konservierer, die krebsverdächtiges Formaldehyd abspalten und den in Kosmetika verbreiteten Weichmacher Diethylphthalat (DEP). Wichtig war auch die Analyse auf allergieauslösende Duftstoffe, da viele Menschen im Zusammenhang mit Sonne und Sonnenschutzmitteln unter Hautreizungen und Unverträglichkeiten leiden.

Die Bewertung

Von den chemischen UV-Filtern und Parabenen werten wir diejenigen ab, bei denen es deutliche wissenschaftliche Hinweise auf eine hormonähnliche Wirkung gibt. Von den deklarierten und nachgewiesenen Duftstoffen führen nur diejenigen zu einem Notenabzug, von denen bekannt ist, dass sie häufiger Allergien auslösen. Die nicht gefetteten Duftstoffe in der Tabelle sind nur vergleichsweise schwache Allergene und werden deshalb nicht abgewertet.

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Zugehörige Ausgabe:
ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2013
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Erschienen am 09.11.2012

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