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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
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Pflegeprodukte für Schwangere

Auf Streife

Pflegeprodukte für Schwangere sind vor allem eines: teurer! Dabei enthalten diese Mittel keine speziellen "Wirkstoffe", die den gefürchteten Dehnungsstreifen Paroli bieten könnten. Immerhin: In den meisten Testprodukten fanden die Labore keine Substanzen, die der Haut schaden.

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11.10.2013 | Weil Schwangerschaftsstreifen nach der Geburt nicht völlig verschwinden, wären viele Frauen über eine Behandlung glücklich, die die Streifenbildung verhindert", erklärt Dr. Gavin Young, niedergelassener Arzt in Großbritannien. Daher hat Young zusammen mit Kollegen die wissenschaftliche Literatur nach Hinweisen für eine erfolgreiche Therapie durchforstet. Dabei fanden sie etliche Studien, in denen der Effekt von Cremes und Mitteln mit Wirkstoffen gegenüber der Anwendung eines Placebos ohne Wirkstoff oder keinerlei Behandlung untersucht wurden. Insgesamt beurteilten die Wissenschaftler Daten für 800 Frauen. Das Fazit ist ernüchternd: "Die Anwendung von Hautpflegemitteln an den betroffenen Stellen wie dem Bauch kann die Bildung von Schwangerschaftsstreifen nicht verhindern oder ihre Schwere mildern", fasst Young das Ergebnis zusammen.

Zumindest in der Theorie stimulieren Eincremen und Massieren den Stoffwechsel des Bindegewebes und die Durchblutung. Unbestritten ist zudem: Das tägliche Eincremen versorgt die strapazierte Haut mit Feuchtigkeit und hilft gegen Juckreiz. Nicht zuletzt können Massagen und Eincremen das Wohlgefühl steigern und entspannen.

Wir haben 19 Pflegeprodukte für Schwangere eingekauft, in verschiedene Labore geschickt und dort umfassend die Inhaltsstoffe überprüfen lassen. Auf eine Bewertung der von den Herstellern ausgelobten Effekte gegen Schwangerschaftsstreifen verzichteten wir. Während Studienergebnisse hier eher zu dem Ergebnis kommen, dass die Produkte keinen Nutzen haben, empfinden viele Anwenderinnen die Pflege und Massage der spannenden Haut als sehr angenehm.

Das Testergebnis

Überwiegend "sehr gut": Mit den meisten Mitteln gegen Schwangerschaftsstreifen können Sie unbesorgt Ihre wachsende Murmel eincremen und verwöhnen. Zwei noch "gute" Produkte enthalten fragwürdige Konservierungsstoffe. Die Schlusslichter sind drei Markenprodukte, die über Parfümerieabteilungen bzw. Apotheken vertrieben werden.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 19 Pflegeprodukte für Schwangere in Super- und Bio-Märkten, Drogerien, Parfümerien, Apotheken sowie in Hebammenshops eingekauft. Darunter sind acht Körperöle und zwölf reichhaltige Cremes und Bodybutter, die teilweise wie das Produkt von Martina Gebhardt ausschließlich auf pflanzlichen Ölen basieren.

Die Inhaltsstoffe
Stecken in einem Pflegeöl oder einer Pflegecreme für Schwangere tatsächlich nur pflegende Bestandteile? Oder finden sich in solchen Mitteln auch Zutaten, die Allergien auslösen und die Haut reizen können? Diese Fragen ließen wir uns von verschiedenen Laboren beantworten. Die Tester haben einen kritischen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe aller Produkte geworfen und je nach Zusammensetzung eine Reihe von Analysen durchgeführt. Dabei standen Substanzen wie allergisierende Duftstoffe und umstrittene Konservierungsmittel im Fokus.

Die Bewertung
Die Schwangerschaft sorgenfrei genießen - dazu gehören auch Pflegeprodukte ohne fragwürdige Bestandteile. Daher gab es Notenabzüge für umstrittene Konservierungsstoffe, künstlichen Moschus-Duft sowie für Öle auf Erdölbasis und synthetische Fette wie Silikone. Schließlich soll die gedehnte Haut nicht auch noch zusätzlich strapaziert, sondern durch pflegende Bestandteile wie natürliche Öle und Fette verwöhnt werden - auch wenn sich Schwangerschaftsstreifen dadurch nicht vermeiden lassen. Notenabzug gab es zudem für die vielen überflüssigen Verpackungskartons, in denen Kunststofftiegel oder -flaschen steckten, auch wenn eine ausführliche Anleitung für Massagen in der Schwangerschaft wie bei den Produkten der Marken Hipp und Vichy beilag.

So haben wir getestet

Verschiedene Labore prüften alle Testprodukte auf fragwürdige Bestandteile.

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