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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
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Babynahrung, Getreidebreie

Wir ziehen die Reisleine

Arsen, Mineralöl und Zucker - all das hat in Babygetreidebreien nichts zu suchen. In unserem Test fielen wieder einmal die Produkte mit Reis besonders negativ auf. Zum Glück können wir einige Breie empfehlen.

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11.10.2013 | Spätestens ab dem sechsten, siebten Monat steht für die meisten Kinder der erste Getreidebrei auf dem Speiseplan. Im Test: 16 verschiedene Sorten milchfreier Getreidebrei zum Anrühren, geeignet für Babys ab dem fünften Monat. Wir haben sie im Labor auf Schadstoffe testen lassen und uns Angaben und Hinweise auf dem Etikett angesehen.

Das Testergebnis

Reis ist leider nicht so unproblematisch wie häufig angenommen, da er mit Arsen belastet sein kann. Zwei Produkte schneiden deshalb nur mit "befriedigend" ab und ein Brei fällt mit "mangelhaft" ganz durch. Unerfreulich sind auch die Funde von Mineralöl und der Zuckerzusatz in einigen anderen Produkten.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Für den Test wurden 16 milchfreie Getreidebreie ausgewählt, die mit Wasser, Milch oder Säuglingsmilchnahrung angerührt werden können. Die Breie sind mit einer Ausnahme für Babys ab dem fünften Monat geeignet. Ziel war, dass sie möglichst nur aus einer Getreideart bestehen, weil Mütter dann besser beurteilen können, ob eine bestimmte Sorte eventuell weniger gut vertragen wird als eine andere. Die Getreidebreie sind in Drogerien, Bio-Läden oder in den Babykostabteilungen der Supermärkte erhältlich. Kein passendes Produkt fanden wir von Alete.

Die Inhaltsstoffe
Ganz oben auf der Agenda standen zunächst Schwermetalle. So gehört Getreide zu den Pflanzen, die bevorzugt Cadmium aus dem Boden aufnehmen können. Das Gleiche gilt beim Reis für Arsen. Reisbreie und Produkte mit geringen Reisanteilen ließen wir daher auf das giftige Halbmetall untersuchen. Getreide wird zudem leicht von Schimmelpilzen befallen, die Gifte im Korn bilden können. Ein anderes Thema sind die Kartonverpackungen. Daraus können Mineralöle ausgasen und auf das Produkt übergehen. Breie ohne schützenden Innenbeutel aus Aluminium ließen wir daher auf Mineralöl prüfen. Alle Produkte wurden auch auf ihre hygienische Sicherheit untersucht. Außerdem sollten Getreidebreie grundsätzlich ungesüßt sein.

Die Weiteren Mängel
Die meisten Verpackungen sind mit Informationen plakatiert. Doch was taugen die Hinweise zu Zubereitung, Ernährung und dem richtigen Umgang mit dem Produkt? Sind sie ausreichend oder eher überflüssig? Das haben wir uns genauer angesehen.

Die Bewertung
Produkte mit Arsen, Mineralöl oder zugesetztem Zucker können bestenfalls "befriedigend" ausfallen, immerhin geht es um das Wohlergehen der Kleinsten. Nicht zum Besten steht es mit den Deklarationen vieler Breie. So wird beispielsweise die Empfehlung, den Brei mit dem Fläschchen zu verabreichen, von Experten rundweg abgelehnt. Das schlägt sich auch im Gesamturteil nieder.

So haben wir getestet

Getreide liefert jeden Tag wichtige Nährstoffe und sollte möglichst unbelastet sein.

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