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13 Babyöle im Test

Jahrbuch Kleinkinder 2018
vom 18.01.2018

Babyöle

Olio oho

Die gesunde Babyhaut braucht nur wenig Pflege - und wenn doch, dann mit sanften Mitteln. Babyöle mit Parfüm sind nicht die beste Wahl. Wir können aber einige "sehr gute" Babyöle empfehlen.

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18.01.2018 | Babyhaut ist zart und dünn. Deshalb stellt sich die Frage nach der notwendigen Pflege für die empfindliche Haut. Sind Babyöle ratsam? Wie sehen das zum Beispiel Hebammen? Das sei sehr unterschiedlich, berichtete uns Susanne Weyherter vom Bayerischen Hebammen-Landesverband. "Viele Hebammen arbeiten gern mit natürlichen Ölen und empfehlen diese vor allem bei trockener Haut." Für die gesunde Babyhaut hält sie jedoch keine spezielle Pflege für nötig, und bei massiven Hautproblemen sollte man sich vom Arzt beraten lassen. Was die Reinigung von Po- und Windelregion angeht, ist Weyherter Anhängerin von warmem Wasser und Waschlappen.

Für den Kinderdermatologen Dr. Marc Pleimes aus Heidelberg kommen Babyöle als Badeöle und zur Massage infrage. Einfühlsames Massieren ist für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Babys sehr förderlich. Mit den öligen Händen wird die noch sehr empfindliche Haut sanft bewegt - ohne Zerren und Reißen. Ansonsten empfiehlt der Arzt jedoch Cremes oder Emulsionen auf Basis von Wasser und Fett für die Rückfettung der Haut. Aber er hält es für legitim, den Po mit Ölen zu reinigen, da die Reibung des Tuchs dadurch verringert wird.

ÖKO-TEST wollte wissen, wie es um die Qualität von Babyölen bestellt ist und inwieweit sie mit Schadstoffen belastet sind. Wir schickten 13 Öle für Babypflege in die Labore. Babyöle auf Paraffinbasis sind nicht dabei.

Das Testergebnis

... ist glänzend: Alle Babyöle schneiden mindestens mit "gut" ab. Für wirklich empfehlenswert halten wir jedoch nur vier "sehr gute" Produkte: zwei zertifizierte Naturkosmetik- und zwei Drogeriemarken.

Leider sind etwa zwei Drittel der Babyöle parfümiert, was wir bei Produkten für die Allerkleinsten nicht in Ordnung finden. Schließlich werden die Öle auch im empfindlichen und oft gereizten Pobereich verwendet und können für weitere Hautirritationen sorgen. Zumindest sind keine Duftstoffe enthalten, die wir wegen eines eindeutigen Allergierisikos kritisieren.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Unsere Einkäufer haben in Drogerie- und Supermärkten sowie in Bio-Läden 13 verschiedene Babyöle eingekauft und vor allem auf parfümfreie Varianten geachtet. Fünf Pflegeöle sind als Naturkosmetik zertifiziert.

Die Inhaltsstoffe
Anhand der Deklarationen haben wir die Inhaltsstoffe genau unter die Lupe genommen und dann in die Labore geschickt, um sie auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe zu untersuchen. Konservierungsmittel sind in Ölen zum Glück nicht nötig. In Parfümen und ätherischen Ölen können allergieauslösende Duftstoffe stecken, in manchem Parfüm auch künstliche Moschus-Verbindungen, die sich im Fettgewebe anreichern. Außerdem wollten wir wissen, inwieweit in den Ölen unerwünschte Rückstände von Phthalat-Weichmachern, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) oder Mineralölbestandteile wie MOAH zu finden sind, die sich auf ganz unterschiedlichen Wegen einschleichen können. MOAH können möglicherweise Krebs hervorrufen. Phthalate stehen im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken und sind teilweise bereits als fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Einige PAK-Verbindungen sind krebserregend.

Die Bewertung
Parfüme sollten in Produkten für die sensible Babyhaut, die auch im Windelbereich eingesetzt werden, gar nicht enthalten sein. Sind die Öle beduftet, gibt es Notenabzug. Als Weiteren Mangel werten wir umweltbelastende Verpackungen ab wie einen unnötigen Umkarton.

So haben wir getestet

Durch die verschiedenen Stufen der Raffination werden dem Öl unter anderem Farbe und Geruch entzogen.

Online abrufbar