Spezial Vegetarisch / Vegan

Ratgeber: Lifestyle und Mode

Der Pullover soll nicht aus Wolle, die Bluse nicht aus Seide, der Schuh nicht aus Leder sein. Veganer und auch manche Vegetarier suchen und finden andere Wege - fürs Essen genauso wie bei der Kleidung. Und auch zur Wohnungs-, Job- und Partnersuche gibt es inzwischen Angebote für Nichtfleischesser, die sich lieber mit Gleichgesinnten zusammentun ...

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Ratgeber: Lifestyle und Mode

Ratgeber: Beauty und Kosmetik

Naturkosmetik ohne tierische Stoffe zu finden, ist heute nicht mehr schwer: Viele Anbieter haben sich auf die gestiegene Nachfrage eingestellt. Und wenn trotzdem nichts Passendes dabei ist, gibt es ja immer noch die Do-it-yourself-Lösung. Vom Peeling über Deo bis zur Seife kann mit ein bisschen Grundwissen und -zubehör alles selbst angerührt wer...

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Ratgeber: Beauty und Kosmetik

Ratgeber: In der Küche

Wenn in den kalten Monaten der Appetit auf heiße und scharfe Gerichte wächst, haben Kürbis, Kohl, Rüben und andere Knollen Saison. Sie lassen sich mal deftig, mal raffiniert zubereiten. Von Frühjahr bis Herbst dagegen will der Mensch Grünes. Und das kann er sogar in der freien Natur finden: Wildpflanzen wie Giersch, Sauerampfer, Vogelmiere, Löwe...

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Ratgeber: In der Küche

Ratgeber: Gesundheit

Ja, es stimmt: Wer kein Fleisch und vielleicht auch keine anderen tierischen Lebensmittel isst, lebt in der Regel gesünder und tut seinem Körper etwa Gutes. Aber Vegetarier und Veganer sollten nicht alles glauben, was so behauptet wird - und auch bei Lebensmitteln aus dem veganen Supermarkt öfter mal die Nährwerttabelle studieren. Denn nicht all...

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Ratgeber: Gesundheit

Ratgeber: Ernährung

Fleisch vom Speiseplan zu streichen und sich anders zu ernähren, das ist oft eine ganz bewusste Entscheidung. Aber auch der Einkauf alternativer Lebensmittel will gut überlegt sein. So mancher will mit dem Kauf der Veggiewurst keine großen Fleischkonzerne unterstützen, andere achten auf kurze Transportwege. Und auch der ökologische Anbau sowie e...

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Ratgeber: Ernährung

Ratgeber: Vegetarisch und vegan

Die meisten Kühe, Schweine und Hühner verbringen ihre Tage ohne viel Platz oder gar Auslauf in riesigen Mastbetrieben. Uns Menschen wiederum kann zu viel Fleisch und Wurst krank machen, die Massentierhaltung trägt zudem erheblich zum Treibhauseffekt bei. Es gibt also viele Argumente, warum wir öfter mal auf Schnitzel, Currywurst und Co. verzicht...

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Ratgeber: Vegetarisch und vegan

17 grüne Smoothies im Test

Es klingt zu schön, um wahr zu sein: ein Apfel, eine halbe Banane, 16 Blätter Spinat - und das alles in einer kleinen Flasche? Die Wirklichkeit sieht anders aus: wenig Gemüse, reichlich Zucker, kaum Vitamine. Fünf Produkte können wir aber empfehlen.

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17 grüne Smoothies im Test

16 Müslis im Test

Müsli "ohne nix" ist für viele die Basis für ein gutes Frühstück - dem Superfoodtrend folgend, inzwischen aber auch gern mit Amaranth, Quinoa und Co. Aber wie steht es um die Qualität der Basismischungen? Wir haben 16 Müslis ins Labor geschickt und sind - weitgehend - beruhigt.

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16 Müslis im Test

22 vegane und vegetarische Brotaufstriche im Test

Sie schmecken nicht nur auf der Stulle: Brotaufstriche können auch zum Verfeinern verschiedener Gerichte und Soßen dienen. Was die Kalorien angeht, können viele aber mit Leberwurst oder Gouda gut mithalten. Und frei von Schadstoffen sind sie leider auch nicht immer.

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22 vegane und vegetarische Brotaufstriche im Test

21 Reissorten im Test

Reis ist doch gesund? Ja und nein. Neben wichtigen Nährstoffen stecken oft Arsen, Mineralöl und Cadmium in den Körnern. Wir haben Basmati, weißen Langkorn- und Vollkornreis untersucht - der Verlierer heißt Vollkorn. Aber zum Einstieg: alles über Reis. Von A bis Z.

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21 Reissorten im Test

22 Kokosprodukte im Test

Im Lebensmittelhandel stehen sie Reihe an Reihe: Produkte aus der Kokosnuss. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, es gäbe nichts, was nicht aus der Tropenfrucht herzustellen wäre. Aber überzeugen die Produkte auch im Schadstofftest?

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22 Kokosprodukte im Test
Alle Inhalte der Ausgabe
Spezial Vegetarisch / Vegan

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Die Tests
Kokosprodukte: Eine harte Nuss
Müsli: Locker-flockig
Reis: Voll Korn, voll Arsen
Smoothies, grüne: Grün ist die Hoffnung
Vegane und vegetarische Brotaufstriche: Streicheinheiten

Magazin
Beauty und Kosmetik: Mit kritischem Auge
Ernährung: Aus Prinzip
Gesundheit: Halbgares und Halbwahres
In der Küche: Geschmackliche Erlebnisse der besonderen Art
Lifestyle und Mode: Alternativen gesucht
Vegetarisch und vegan: Gegen die Fleischeslust

Glossar / Verzeichnis der Anbieter
Anbieter
Glossar
Testmethoden

Weitere Informationen

Anbieter

Brotaufstriche
Aldi Süd, Burgstr. 37, 45476 Mühlheim, Tel.0208/9927-0;
Allos, Zum Streek 5, 49457 Drebber, Tel. 0800/9899991;
Alnatura Produktions- und Handelsgesellschaft, Darmstädter Str. 63, 64404 Bickenbach, Tel. 06257/9322-0;
Basic Lebensmittelhandel, Richard-Strauss-Str. 48, 81677 München, Tel. 089/3066896-0;
Campo Verde, Bei der Mühle 1, 88699 Frickingen, Tel. 07554/9899800;
Dennree Naturkost, Hofer Str. 11, 95183 Töpen, Tel. 09295/18-0;
Dm-Drogerie Markt, Bio-Produkte, Carl-Metz-Str. 1, 76185 Karlsruhe, Tel. 0800/3658633;
Edeka Zentrale, New-York-Ring 6, 22297 Hamburg, Tel. 01803/333520;
Heirler Cenovis/Granovita, Schützenstr. 24, 78315 Radolfzell, Tel. 07732/807-275;
Kaufland, Rötelstr. 35, 74172 Neckarsulm, Tel. 0800/1528352;
Lidl Stiftung, Stiftsbergstr. 1, 74167 Neckarsulm, Tel.0800/435336-1;
Müller Ltd. & Co., Albstr. 92, 89081 Ulm-Jungingen, Tel.0731/174-0;
Naba Feinkost, Gewerbepark Fahner Höhe, 99100 Gierstädt, Tel. 036206/253-0;
Netto Marken-Discount, Industriepark Ponholz 1, 93142 Maxhütte-Haidhof, Tel. 0800/2000015;
Norma, Hansastr. 20, 90766 Fürth, Tel.0911/9739-0;
Penny-Markt, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel.0221/149-0;
Petersilchen, Am Piepenbrink 2, 32839 Steinheim, Tel. 05233/38330-0;
Rewe, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel.0221/149-0;
Rossmann, Isernhägener Str. 16, 30938 Burgwedel, Tel. 0800/76776266;
Vitam Hefe-Produkt, Walter-von-Selve-Str. 2, 31787 Hameln, Tel. 05151/9540-0;
Zwergenwiese Naturkost, Langacker 1, 24887 Silberstedt, Tel. 04626/1831-0.

Kokosprodukte
Edeka Zentrale, New-York-Ring 6, 22297 Hamburg, Tel. 01803/333520;
Märsch Importhandels-Gesellschaft, Boschstr. 23, 89079 Ulm, Tel. 0731/493-0;
New World Gourmet, Trierer Straße 94, 66663 Merzig, Tel. 06861/9121865;
Rewe-Zentral, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel. 0221/149-0;
Seeberger, Hans-Lorenser-Str. 36, 89079 Ulm, Tel. 0731/4093-0;
Thai Agri Foods Public Company Ltd., 155/1 Moo 1, Theparak RD, 10540 Samutprakarn, THAILAND, Tel. +662/2940178-81;
Theodor Kattus, Industriestraße 25, 49201 Dissen a.T.W., Tel. 05421/309-0.

Kokosprodukte, Bio-Produkte
Alnatura Produktions- und Handelsgesellschaft, Darmstädter Str. 63, 64404 Bickenbach, Tel. 06257/9322-0;
Basic Lebensmittelhandel, Richard-Strauss-Str. 48, 81677 München, Tel. 089/3066896-0;
Bio Gourmet, Ochsenweg 1, 71729 Erdmannhausen, Tel. 07144/33423-81;
Bio-Zentrale Naturprodukte, Holzmühlenweg 4, 84384 Wittibreut-Ulbering, Tel. 01805/843840;
Coco King, Geschwister-Scholl-Str. 1, 56410 Montabaur, Tel. 02602/9500740;
Dr. Goerg, Heidchenstr. 9, 56424 Bannberscheid, Tel. 02602/93469-0;
Edeka Zentrale, New-York-Ring 6, 22297 Hamburg, Tel. 01803/333520;
Egesun, An der Autobahn 28, 28876 Oyten, Tel. 04207/6884-60;
Ölmühle Moog/Bio Planète Vertriebsbüro Deutschland, Klappendorf 2, 01623 Lommatzsch, Tel. 035241/820-813;
Penny-Markt, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel.0221/149-0;
Rapunzel Naturkost, Rapunzelstr. 1, 87764 Legau, Tel. 08330/529-0;
Rewe, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel.0221/149-0;
Veganz, Warschauer Str. 32, 10243 Berlin, Tel. 030/2936378-0.

Müsli
Globus SB-Warenhaus Holding, Leipziger Str. 8, 66606 St. Wendel, Tel. 06851/909-0;
Netto Marken-Discount, Industriepark Ponholz 1, 93142 Maxhütte-Haidhof, Tel. 0800/2000015.

Müsli, Bio-Produkte
Aldi Nord, Eckenbergstr. 16, 45307 Essen, Tel.0201/8593-0;
Allos, Zum Streek 5, 49457 Drebber, Tel. 0800/9899991;
Alnatura Produktions- und Handelsgesellschaft, Darmstädter Str. 63, 64404 Bickenbach, Tel. 06257/9322-0;
Basic Lebensmittelhandel, Richard-Strauss-Str. 48, 81677 München, Tel. 089/3066896-0;
Bauck, Duhenweitz 4, 29571 Rosche, Tel. 05803/9873-0;
Dennree Naturkost, Hofer Str. 11, 95183 Töpen, Tel. 09295/18-0;
Dm-Drogerie Markt, Bio-Produkte, Carl-Metz-Str. 1, 76185 Karlsruhe, Tel. 0800/3658633;
Edeka Zentrale, New-York-Ring 6, 22297 Hamburg, Tel. 01803/333520;
Kaufland, Rötelstr. 35, 74172 Neckarsulm, Tel. 0800/1528352;
Mymuesli, Sailerwöhr 16, 94032 Passau, Tel. 0851/20426690;
Norma, Hansastr. 20, 90766 Fürth, Tel.0911/9739-0;
Rapunzel Naturkost, Rapunzelstr. 1, 87764 Legau, Tel. 08330/529-0;
Rewe, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel.0221/149-0;
Rossmann, Isernhägener Str. 16, 30938 Burgwedel, Tel. 0800/76776266.

Reis, Basmati
Aldi Nord, Eckenbergstr. 16, 45307 Essen, Tel.0201/8593-0;
Davert, Zur Davert 7, 59387 Ascheberg, Tel. 02593/9280-0;
Edeka Zentrale, New-York-Ring 6, 22297 Hamburg, Tel. 01803/333520;
Gepa, GEPA-Weg 1, 42327 Wuppertal, Tel. 0202/26683-0;
Lidl Stiftung, Stiftsbergstr. 1, 74167 Neckarsulm, Tel.0800/435336-1;
Real Handelsgesellschaft, Schlüterstr. 5, 40235 Düsseldorf, Tel. 0800/5035418;
Reishunger, Am Waller Freihafen 1, 28217 Bremen, Tel. 0421/20802491.

Reis, Langkorn
Aldi Süd, Burgstr. 37, 45476 Mühlheim, Tel.0208/9927-0;
Euryza, Eiffestraße 585, 20537 Hamburg, Tel. 040/78106-0;
Kaufland, Rötelstr. 35, 74172 Neckarsulm, Tel. 0800/1528352;
Netto Marken-Discount, Industriepark Ponholz 1, 93142 Maxhütte-Haidhof, Tel. 0800/2000015;
Penny-Markt, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel.0221/149-0;
Rewe, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel.0221/149-0.

Reis, Vollkorn
Alnatura Produktions- und Handelsgesellschaft, Darmstädter Str. 63, 64404 Bickenbach, Tel. 06257/9322-0;
Basic Lebensmittelhandel, Richard-Strauss-Str. 48, 81677 München, Tel. 089/3066896-0;
Dennree Naturkost, Hofer Str. 11, 95183 Töpen, Tel. 09295/18-0;
Mars Chocolate, Eitzer Str. 215, 27283 Verden (Aller), Tel. 04231/94-3299;
Neuform International - Reformkontor, Ernst-Litfaß-Str. 16, 19246 Zarrentin, Tel. 038851/51-0;
Rapunzel Naturkost, Rapunzelstr. 1, 87764 Legau, Tel. 08330/529-0;
Transimpex Warenhandelsgesellschaft, Neustadter Str. 1a, 67245 Lambsheim, Tel. 06233/3560-0.

Smoothies, grüne
Aldi Süd, Burgstr. 37, 45476 Mühlheim, Tel.0208/9927-0;
AMC Deutschland, Gießerallee 19, 47877 Willich, Tel. 02154/95406-51;
Eckes-Granini Deutschland, Ludwig-Eckes-Platz 1, 55268 Nieder-Olm, Tel. 06136/35-04;
Edeka Zentrale, New-York-Ring 6, 22297 Hamburg, Tel. 01803/333520;
Innocent Alps, Rainerstraße 2 / 2. OG, 5020 Salzburg, ÖSTERREICH, Tel. 0800/7029960;
Lidl Stiftung, Stiftsbergstr. 1, 74167 Neckarsulm, Tel.0800/435336-1;
Rewe-Zentral, Domstr. 20, 50668 Köln, Tel. 0221/149-0;
True Fruits, Auguststraße 19-29, 53229 Bonn, Tel. 0228/38733-0;
Valensina, Ruckes 90, 41238 Mönchengladbach, Tel. 02166/9837-0.

Smoothies, grüne, Bio-Produkte
Alnatura Produktions- und Handelsgesellschaft, Darmstädter Str. 63, 64404 Bickenbach, Tel. 06257/9322-0;
Alnavit, Darmstädter Str. 63, 64404 Bickenbach, Tel. 06257/6481-0;
Berioo, Windthorststraße 13, 48143 Münster, Tel. 0251/4882319;
Dm-Drogerie Markt, Carl-Metz-Str. 1, 76185 Karlsruhe, Tel. 0800/3658633;
Haus Rabenhorst O. Lauffs, Rabenhorststraße 1, 53572 Unkel, Tel. 02224/1805-0;
Proviant Fruchtmanufaktur, Wolfener Str. 36, 12681 Berlin, Tel. 030/616-71757;
Voelkel, Fährstr.1, 29478 Höhbeck OT Pevestorf, Tel. 05846/950-0.

A

Antioxidationsmittel sind Zusatzstoffe, die die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern sollen. Sie verzögern den Verderb von Fetten und das Braunwerden von Obst.

Arsen ist ein giftiges Halbmetall, das in seiner anorganischen Form bereits in geringen Dosen Haut-, Lungen- und Harnwegstumore auslösen kann. Das stellte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer Stellungnahme vom Oktober 2009 fest. Bei langfristiger Aufnahme wurden auch Hautschäden, Störungen der Entwicklung und der Nerven beobachtet. Es gibt außerdem Anhaltspunkte für ein verringertes Geburtsgewicht. Organisches Arsen gilt hingegen als unproblematisch.

B

Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsbestandteile wie Zellulose, Pektin und nicht spaltbare Stärke. Sie erfüllen wichtige Funktionen im Verdauungstrakt. Diskutiert werden vorbeugende Effekte bezüglich Adipositas, Bluthochdruck und Dickdarmkrebs.

C

Cadmium ist ein giftiges Schwermetall. In der Nahrung kommt es zwar nur in geringen Mengen vor, doch auch diese können problematisch sein. Nach einer Neubewertung der Behörden 2009 ist Cadmium gefährlicher als lange angenommen. Ziel ist es, die Aufnahmemenge über die Nahrung zu reduzieren. Über längere Zeit in hohen Dosen aufgenommen, führt Cadmium zu Nierenschäden und ist als krebserzeugend für den Menschen eingestuft. Beim Tier haben inhalierte Cadmiumverbindungen eindeutig Krebs erzeugt. In Kunststoffen stammt Cadmium oft aus Farbstoffen, oder es wird als Stabilisator für PVC-Materialien eingesetzt - seit 2012 ist Cadmium in einer Vielzahl von Kunststoffprodukten verboten.

Chlorate wurden in der Vergangenheit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Heute geht man davon aus, dass Rückstände in Lebensmitteln auf chlorhaltige Reinigungs- und Desinfektionsmittel zurückgehen. Eine weitere mögliche Eintragsquelle ist Wasser, etwa zur Bewässerung oder in der Verarbeitung, da Chlorat als Nebenprodukt der Trinkwasserdesinfektion entstehen kann. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat Chlorat neu bewertet und eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) und eine akute Referenzdosis (ARfD) festgelegt, die sowohl langfristige als auch akute Risiken abdecken sollen. Im menschlichen Organismus kann der Stoff die roten Blutkörperchen schädigen und die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmen. Letzteres ist insbesondere für Kinder, Schwangere oder Menschen mit Schilddrüsenfunktionsstörungen problematisch.

G

Glycidyl-Fettsäureester, Glycidol: Glycidyl-Fettsäureester können bei der Raffination von Speisefetten entstehen, ähnlich wie die chemisch verwandten Ò 3-MCPD-Fettsäureester. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geht davon aus, dass es während der Verdauung zu einer nahezu vollständigen Freisetzung von Glycidol aus den Glycidyl-Fettsäureestern kommt. Daher orientiert sich die Bewertung an Glycidol. Glycidol hat sich laut EFSA im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft den Stoff als wahrscheinlich krebserzeugend beim Menschen ein (2A).

Glyphosat ist ein Totalherbizid, das weitverbreitet gegen Unkräuter eingesetzt wird, aber auch vor der Ernte gespritzt werden darf, etwa wenn Ernteverluste drohen, zum Beispiel bei Getreide. In Tier- und Zellstudien fanden sich Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung. Bevölkerungsstudien weisen auf krebserregende, erbgutschädigende und fruchtbarkeitsmindernde Wirkungen glyphosathaltiger Spritzmittel hin. Glyphosat wird von einer Behörde der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" eingestuft. In die Umwelt gelangt, gelten Glyphosat und das Abbauprodukt AMPA als besonders schädlich für Wasserorganismen.

H

Hefeextrakt: Dabei handelt es sich um ein hochverarbeitetes Produkt, das im Gegensatz zu Hefe Glutamat enthält und durch Auflösen der Hefezellen (Autolyse), Filtration, Eindampfen und Sprühtrocknen gewonnen wird. Im Produkt kann es dazu dienen, den Geschmack zu verstärken oder andere sensorische Eindrücke zu vermitteln.

M

3-MCPD-Fettsäureester entstehen während der Raffination von pflanzlichen Speisefetten und Speiseölen. Sie liegen im Fettmolekül gebunden vor. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geht davon aus, dass es während der Verdauung zu einer nahezu vollständigen Freisetzung von 3-MCPD aus 3-MCPD-Fettsäureestern kommt. Daher orientiert sich die Bewertung an freiem 3-MCPD. Dieses hat in Tierversuchen Nieren, Hoden und Brustdrüsen geschädigt und in hohen Dosen zur Bildung von gutartigen Tumoren geführt. Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat 3-MCPD als "mögliches Humankarzinogen" der Kategorie 2B eingestuft. Teilweise entstehen während der Fettraffination auch Glycidylester, woraus sich Glycidol abspaltet > Glycidyl-Fettsäureester, Glycidol.

Mineralöl, das in Lebensmitteln gefunden wird, besteht hauptsächlich aus gesättigten (MOSH) und aromatischen (MOAH) Kohlenwasserstoffen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können MOSH im Körper gespeichert werden und zu Schädigungen der Leber und der Lymphknoten führen. Bei MOAH ist laut BfR nicht auszuschließen, dass sich darunter Substanzen befinden, die schon in geringsten Mengen Krebs hervorrufen können. Mögliche Ursachen sind Übergänge aus Verpackungen aus Recyclingpapier und -pappe oder Schmieröle, die in der Produktion eingesetzt werden. Auch Paraffine/Erdölverbindungen, die häufig in Kosmetika eingesetzt werden, können nicht unerhebliche MOAH-Gehalte aufweisen. Zur Aufnahme über die Haut liegen bisher kaum wissenschaftliche Daten vor.

MOSH/POSH sind gesättigte Kohlenwasserstoffe, die aus Verpackungen aus Altpapier (MOSH) oder Kunststoffen (POSH) in Lebensmittel übergehen können. MOSH können auch durch den Kontakt, etwa mit Schmierölen aus der Produktion, eingetragen werden. MOSH reichern sich im menschlichen Fettgewebe und der Leber an und haben in Tierversuchen zu Organschäden geführt. Für POSH konnte laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine gesundheitliche Bewertung bislang nicht vorgenommen werden. Da POSH sich schon in der Analyse nicht sicher von MOSH trennen lassen, ist es wahrscheinlich, dass sie sich ähnlich verhalten. MOSH aus Mineralölen (> Mineralöl) können zusammen mit MOAH (aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen) vorkommen, die ein krebserregendes und erbgutschädigendes Potenzial haben.

P

Pestizide sind chemisch-synthetische Spritzgifte für Pflanzen, deren Anwendung und Rückstände Mensch und Umwelt gefährden. Geringe Rückstände, die immer wieder in Lebensmitteln entdeckt werden, stellen in der Regel kein akutes Gesundheitsrisiko dar. Problematisch kann aber die häufige Aufnahme geringer Pestizidkonzentrationen sein.

PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen bilden in der Müllverbrennung gesundheitsschädliche Dioxine und belasten die Umwelt bei Herstellung und Entsorgung. Weich-PVC enthält große Mengen an Weichmachern.

S

Salz kann bei empfindlichen Personen den Blutdruck erhöhen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt vorbeugend allen Verbrauchern, nicht mehr als sechs Gramm Kochsalz pro Tag aufzunehmen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zu maximal fünf Gramm Salz pro Tag.

Sensorik ist die Beurteilung von Nahrungsmitteln und Getränken nach Aussehen, Geruch und Geschmack und - je nach Produktgruppe - nach Konsistenz oder Mundgefühl.

V

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin und Antioxidans. Es fängt freie Radikale und ist an der Synthese von Kollagen, Hormonen und Eiweißverbindungen beteiligt. Hohe Temperaturen und die Oxidation durch Luftsauerstoff können das Vitamin abbauen.

W

Weichmacher werden spröden Kunststoffen zugesetzt, um sie geschmeidig zu machen. Dazu gehört vor allem die Gruppe der Phthalate, außerdem Adipate wie DEHA, Citrate wie Acetyltributylcitrat (ATBC), Trimellitate, DINCH und das Terephthalat DEHT. Das Problem: Die Stoffe sind nicht fest gebunden und können sich bei Kontakt herauslösen und ausgasen. Daher sind sie ubiquitär verbreitet. Sie gehen besonders leicht in fette Lebensmittel über.

Z

Zucker verursacht Karies und fördert die Gewöhnung an Süßes. Das gilt nicht nur für Haushaltszucker (Saccharose), sondern auch für Glucose, Fructose, Honig, Fruchtdicksäfte, Fructose-Glucose-Sirup und Maltodextrin. Maltodextrin enthält zwar nur geringe Mengen an Glucose, wirkt aber ebenfalls kariogen. Ob Zucker insgesamt an der Entstehung von Übergewicht beteiligt ist, wird kontrovers diskutiert. Immer mehr Wissenschaftler kommen jedoch zu dem Schluss, dass insbesondere Fructose das Übergewichtsproblem verschärft. Fructose wird verarbeiteten Lebensmitteln, etwa als Fructose-Glucose-Sirup, zugesetzt. Auch Saccharose besteht zur Hälfte aus Fructose. Das Problem bei Fructose: Sie sättigt wahrscheinlich schlechter und führt zu einer vermehrten Fettspeicherung. Zuckergesüßte Getränke können ebenfalls zur Entstehung von Übergewicht beitragen.

Testmethoden

Test Kokosprodukte
Testmethoden: Mineralöl: LC-GC/FID. Pestizidscreening mit LC-MS/MS und GC-MS/MS. Fettsäuregebundenes 3-MCPD und Glycidol: DGF C-VI 18 (10). Phthalate/Adipate/Weichmacher: Extraktion mit Aceton, Clean-up, Detektion mit GC-MSD. Elemente: Elementbestimmung mittels ICP-MS, Probenvorbereitung: Totalaufschluss in der Mikrowelle. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK): GC-MS/MS. Sulfit, berechnet als SO2: ASU L 00.00 46/1, 1999/11. Salmonellen: ASU L 00.00-20:2008. Schimmelpilze: ISO 21527-2:2008. Perchlorat/Chlorat: LC-MS/MS (in Anlehnung an die Methode des EU Reference Laboratory for Highly Polar Pesticides für Perchlorat [QuPPe-AO-Method]). Säurezahl: ASU L 13.00-5:2012. Peroxidzahl: ASU L 13.00-37:2012. Totoxzahl: berechnet aus Anisidinzahl + 2 x Peroxidzahl. Polymere Triglyceride: DGF C-III 3d (02). Anisidinzahl: DGF C-VI 6e (05). PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Test Reis
Testmethoden: Pestizide: GC-MS-Screening ASU § 64 LFGB L00.00-34. Gesamtarsen: DIN EN 15763:2010; anorganisches Arsen: HG-AAS. Cadmium: Elementbestimmung mittels ICP-MS. Mineralöl: LC-GC/FID. Sensorik: ASU L 00.90-16:2006. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse. Basmatireis: Echtheitsprüfung mittels mikrosatellitenbasierender DNA-Analyse.

Test Vegane und vegetarische Brotaufstriche
Testmethoden: Mineralöl: LC-GC/FID. Pestizidscreening mit LC-MS/MS und GC-MS/MS. Fettsäuregebundenes 3-MCPD und Glycidol: DGF C-VI 18 (10). Phthalate/Adipate/Weichmacher: Extraktion mit Aceton, Clean-up, Detektion mit GC-MSD. Elemente: Elementbestimmung mittels ICP-MS, Probenvorbereitung: Totalaufschluss in der Mikrowelle. Gentechnisch verändertes Soja (Soy Screen): Realtime PCR - Analyse mit 45 Zyklen. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Test Grüne Smoothies
Testmethoden: Pestizide: LC/MS/MS nach LFGB L00.00-113, GC/MS für Lebensmittel mit hohem Wassergehalt. Chlorat und Perchlorat: LC-MS/MS. Ethanol: HPLC/RI. Nitrat: ASU L26.00-1:2001. Flüchtige Säure: gemäß IFU Nr. 5. Saccharose, Glucose, Fructose: HPLC/RI, Gesamtzucker berechnet. Ballaststoffe: ASU L00.00-18. Vitamin C (Ascorbinsäure): HPLC. Beschreibende Prüfung von Aussehen, Geruch, Mundgefühl und Geschmack: verdeckte Sensorik, Profilprüfung im Konsensverfahren mit fünf Prüfern, entsprechend ASU § 64 LFGB Nr. L00.90-11. Verpackung auf PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Test Müsli
Testmethoden: Elemente: Elementbestimmung mittels ICP-MS. Probenvorbereitung: Totalaufschluss in der Mikrowelle; Chlormequat, Mepiquat: LC-MS/MS nach § 64 LFGB L 00.00-76; Glyphosat: LC-MS/MS; Mineralöl (MOSH/POSH und MOAH): LC-GC/FID; Mykotoxine: LC-MS/MS; Ochratoxin A: DIN EN 14132:2009 mod. Die Modifikation betrifft das verwendete Extraktionsmittel und die Anwendung auf andere Probenmatrix als angegeben; Pestizide: GC-MS-Screening nach ASU § 64 LFGB L00.00-34; PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse.