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Seit Mittwoch: Keine telefonische Krankschreibung mehr möglich

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 03.06.2022

Eine telefonische Krankmeldung ist ab Juni 2022 nicht mehr möglich.
Foto: Shutterstock / Ralf Liebhold

Um die Arztpraxen während der Corona-Pandemie zu entlasten, galt lange eine Sonderregelung: Wegen leichter Erkältungsbeschwerden konnte man sich telefonisch krankschreiben lassen. Seit Mittwoch ist das nicht mehr möglich.

Bis 31. Mai 2022 galt eine Sonderregelung für Krankschreibungen. Patienten mit leichten Erkältungsbeschwerden konnten bei ihrer Arztpraxis anrufen und sich per Telefon für bis zu sieben Tage krankschreiben lassen. Voraussetzung dafür: Die Ärztinnen und Ärzte mussten sich dafür durch "eingehende telefonische Befragung" persönlich vom gesundheitlichen Zustand ihrer Patienten überzeugen und prüfen, ob nicht doch eine körperliche Untersuchung in der Praxis notwendig ist.

Auch eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung um weitere sieben Kalendertage war bislang möglich. Die Sonderregelung sollte unnötige Kontakte in (überfüllten) Arztpraxen reduzieren und so das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus senken. Auch die Mitarbeitenden vor Ort sollten geschützt werden.

Seit Mittwoch, 1. Juni 2022, ist dies nun nicht mehr möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen teilte mit, dass für Krankschreibungen wegen leichter Erkältungsbeschwerden nun wieder ein Besuch in der Praxis notwendig ist. Eine Alternative kann die Videosprechstunde sein. Das Fachgremium begründete seine Entscheidung mit der aktuellen Corona-Lage.

Sollte die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten aber wieder an Fahrt gewinnen, kann die Sonderregelung für bestimmte Regionen oder bei Bedarf auch bundesweit wieder aktiviert werden. Die telefonischen Krankschreibungen waren seit Ende März 2020 fast durchgehend möglich.

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