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Neurodermitis: Anzeichen, Ursachen, Therapieformen und -anregungen sowie Pflege-Tipps

Autor: Redaktion | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 07.03.2014

Neurodermitis: Was hiflt gegen das große Jucken?
Foto: Shutterstock/Prostock-studio

Es ist zum Verzweifeln: Neurodermitis juckt wahnsinnig, ist nicht heilbar, und die Standardversorgung hilft nur bedingt. Mit Medikamenten und der richtigen Pflege lassen sich die Beschwerden allerdings lindern – man muss nur die passende Therapie finden. In unserem Neurodermitis-Ratgeber finden Sie zahlreiche Tipps, wie Sie entzündete und empfindliche Haut am besten pflegen.

Es fängt schon bei den ganz Kleinen an: Erst wird die Haut an den Wangen trocken, schuppig und juckt. Später tauchen die Symptome meist in den Arm- oder Kniebeugen auf und weiten sich zu großen rot entzündeten Flächen aus. Weil es so juckt, kratzen sich die Kinder oft blutig, schlafen schlecht und weinen oft.

Leider sind viele Familien betroffen: 15 bis 20 % aller Kinder leiden in ihren ersten Lebensjahren an Neurodermitis. Die gute Nachricht: In vielen Fällen verschwindet die Krankheit noch vor der Pubertät. Wie und warum der Körper sich selbst heilt, haben die Wissenschaftler aber noch nicht herausgefunden.

Mehr als jeder 50. leidet an Neurodermitis

Doch nicht alle Menschen haben Glück. Bei manchen bleibt die Krankheit ein Leben lang. Bei anderen meldet sie sich nach Jahrzehnten wieder. In einer Großstudie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) des Robert-Koch-Instituts, die 2011 abgeschlossen wurde, gaben 2,2 % der Befragten an, dass sie in den letzten zwölf Monaten an Neurodermitis erkrankt waren. Das sind 1,5 Millionen Betroffene.

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Viele von ihnen sind so krank, dass ihre Lebensqualität massiv beeinträchtigt ist. Professor Matthias Augustin von der Universitätsklinik Hamburg hat die Daten von 1.678 Patienten ausgewertet, die an schwerer Neurodermitis erkrankt sind: Ein Viertel von ihnen leidet wegen des Juckreizes häufig oder sogar ständig an Schlafstörungen, jeder Dritte kratzt sich häufig oder immer blutig. Die von schwerer Neurodermitis Betroffenen sahen ihre Lebensqualität ähnlich stark eingeschränkt wie Patienten mit Parkinson-Syndrom oder solche, die einen Schlaganfall erlitten haben.

Neurodermitis hat vor allem drei Ursachen

Warum die Haut bei einer Neurodermitis so entgleist, dafür gibt es mehrere Gründe: Bei gesunder Haut geben Talgdrüsen ständig eine bestimmte Menge Talg ab, die die Haut geschmeidig hält und durch keimhemmende Substanzen schützt. Bei vielen Neurodermitikern arbeiten die Drüsen nur eingeschränkt, die Schutzfunktion des Talgs ist gering oder gar nicht vorhanden. Ihnen fehlen körpereigene Substanzen, die das Wasser in der Oberhaut binden. Die Folge: Die Haut wird sehr trocken.

Hinzu kommt eine Fehlsteuerung des Immunsystems, das auf bestimmte Stoffe von innen her mit einer Hautentzündung reagiert. Die entzündete Haut wird leicht von bestimmten Bakterien, den Staphylokokken, besiedelt, die mit ihren Ausscheidungen die Entzündung verstärken und zudem zu allergischen Reaktionen führen können. Bei der Mehrzahl der Patienten ist die Neurodermitis zudem mit einer Sensibilisierung gegen bestimmte Allergene verbunden. "Die Neurodermitis beruht auf einem Wechselspiel zwischen gestörter Hautbarriere, Allergie und Entzündung", fasst der Hannoveraner Dermatologe Professor Thomas Werfel zusammen.

Für Neurodermitis (atopisches Ekzem) sind verschiedene Ursachen bekannt, die ungünstig zusammenspielen
Für Neurodermitis (atopisches Ekzem) sind verschiedene Ursachen bekannt, die ungünstig zusammenspielen (Foto: Shutterstock/Ternavskaia Olga Alibec)

Neurodermitis wird individuell ausgelöst

Alle drei Bestandteile sind auch genetisch bedingt, die Anlagen für die jeweiligen Fehlfunktionen sind also vererbt. Inzwischen haben die Wissenschaftler auch viele der dafür zuständigen Gene und Mutationen identifiziert: Sie erhöhen das Risiko für eine Neurodermitis.

Doch damit die Krankheit ausbricht, müssen individuelle Auslöser wie Allergene, Hormone, klimatische Faktoren oder Nahrungsmittelallergien dazukommen.

Auch die Psyche hat ihren Anteil – Anspannung und Hektik in der Schule und im Beruf oder besonders aufregende Ereignisse gehen manchem Neurodermitiker im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut und können die entzündliche Reaktion verstärken.

Probiotika könnten Neurodermitis-Risiko lindern

In ihrer "Leitlinie Allergieprävention" (letzter Stand: 2014) haben Allergologen und andere Ärzte mehrere Maßnahmen zusammengetragen und bewertet, die erblich vorbelasteten "Risikokindern" helfen sollen. Eine der Empfehlungen der Leitlinie lautet: Esst Fisch! Der Ratschlag gilt sowohl für schwangere und stillende Mütter als auch für das Baby selbst, wenn ab dem 4. Monat zugefüttert wird.

Die Wissenschaftler fanden außerdem Hinweise darauf, dass die Gabe von Probiotika bei Neurodermitis (in der Leitlinie wird der Begriff "atopisches Ekzem" verwendet) vorbeugende Effekte hat. Probiotika sind Stoffe, die lebende Keime wie Milchsäurebakterien enthalten. Aktuelle Studien stützen diese Hinweise. So konnten schwedische Wissenschaftler zeigen, dass sich das Neurodermitisrisiko der Kleinen verringert, wenn die Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit Probiotika einnimmt. Forscher aus Berlin und Maastricht stellten in einer Studie mit 600 Säuglingen fest, dass sich die Gabe von Probiotika positiv auswirkte, wenn die Kinder über einen Elternteil erblich vorbelastet waren. Bei einem höheren erblichen Risiko half die Einnahme der Bakterien dagegen nicht.

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In einigen Studien verringerten auch Präbiotika das Ekzem-Risiko bei den Säuglingen. Präbiotika sind besondere Ballaststoffe, die das Wachstum von Darmbakterien fördern sollen. Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Darmflora für die Entwicklung des Immunsystems der Kleinen ist.

Anzeichen für Neurodermitis beim Baby

Wenn beim Baby trotz Vorbeugung an einschlägigen Stellen wie den Wangen die Haut rau und rot wird, "ist das kein Grund zur Panik" beruhigt der Dermatologe Thomas Werfel. "Leichte Ekzeme sind bei Babyhaut sehr häufig, auch auf der Wange. Das muss nicht gleich eine Neurodermitis sein. Erst wenn das Ekzem wiederkehrt oder sich ausbreitet, ist eine Untersuchung angesagt."

Braune Krusten, auch Kopfgneis genannt, die viele Säuglinge auf der Kopfhaut haben, sind normal und nicht das erste Symptom einer Neurodermitis. Doch werden sie oft mit Milchschorf verwechselt. Dieser wiederum ist die Folge eines nässenden Ekzems, sieht gräulich aus – wie auf dem Herd übergekochte und eingetrocknete Milch – und kann Zeichen einer frühen Neurodermitis sein.

Juckende Ekzeme können aber auch durch Hautreizungen oder eine Kontaktallergie gegen eine bestimmte Substanz verursacht werden. Solche Symptome muss der Arzt bei seiner Untersuchung berücksichtigen.

Das sind häufige Neurodermitis-Symptome

Typische Symptome einer Neurodermitis – die Ärzte sagen "atopische Dermatitis" dazu – sind große, rot entzündete Flächen. Meist tauchen sie zuerst im Gesicht oder auf dem Kopf auf. Später bilden sie sich in Armbeugen und Kniekehlen.

Auf der extrem trockenen Haut, die schuppt und aufreißt, können sich Bakterien und Pilze nahezu ungehindert ausbreiten und Juckattacken auslösen. Mit den Infektionen geht eine Überwärmung der Haut einher, die den Juckreiz ebenso verstärkt wie extremer Temperaturwechsel. Seife, Waschmittel oder Weichspüler, problematische Duftstoffe oder Kosmetika können die empfindliche Haut zusätzlich reizen.

Etwas Schonung für die Haut versprechen Kosmetik-Produkte, die speziell für empfindliche Haut ausgelobt sind. Als wir zuletzt über 20 "sensitive" Duschgele und Lotionen getestet untersucht haben, waren wir mit vielen zufrieden. In einigen fanden sich allerdings bedenkliche Duftstoffe oder Mineralölrückstände. Hier lesen Sie mehr:

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Was eine Neurodermitis-Therapie bewirkt

Die gute Nachricht: Neurodermitis kann spontan verschwinden. Die schlechte Nachricht: Mithilfe von Medikamenten lässt sie sich nicht heilen. Doch das heißt nicht, dass Betroffene zum Nichtstun verdammt sind.

Eine Therapie zielt deshalb darauf ab, die Symptome zu lindern. Die Standardbehandlung, die in der "Leitlinie Neurodermitis" von den Fachärzte-Gesellschaften empfohlen wird, sieht je nach Schwere der Erkrankung ein mehrstufiges Modell vor: Bei einer trockenen Haut ohne Ekzeme steht die Prophylaxe (Vorsorge) im Vordergrund. Mögliche Auslöser von Krankheitsschüben sollten möglichst vermieden und die Haut gepflegt werden.

Folgende Mittel und Maßnahmen sind verbreitet und erprobt:

  • Reichhaltige (d.h. besonders fetthaltige) Cremes: Je trockener die Haut, desto fettreicher sollte die Creme sein – lesen Sie dazu auch unseren kostenfreien Creme-Ratgeber.
  • Salben mit Harnstoff (Urea) kommen zum Einsatz, wenn die Haut mal juckt.
  • Unterstützend können Ölbäder mit rückfettenden Substanzen die trockene Haut mit fehlender Feuchtigkeit versorgen.
  • Auch Salzbäder tun der gereizten Haut gut: Sie wirken desinfizierend und entzündungshemmend.

Neurodermitis-Therapie gegen Ausschlag

Wenn die Haut bereits Ausschlag ausgebildet hat, muss auch die Therapie ihr Arsenal aufrüsten. Bei Ekzemen werden Salben mit kortisonähnlichen Wirkstoffen – Glukokortikoide – eingesetzt.

Sie hemmen die Entzündung und stillen den Juckreiz. Bei längerer Anwendung machen sie die Haut aber dünner, können sie röten, akneähnliche Pickel hervorrufen oder sogar eine Kontaktallergie auslösen. Deshalb sollen diese Salben nicht dauerhaft und – vor allem bei Kleinkindern – sehr zurückhaltend eingesetzt werden.

    Neurodermitis an den Händen stellt für Betroffene eine besondere Einschränkung dar.
    Neurodermitis an den Händen stellt für Betroffene eine besondere Einschränkung dar. (Foto: Shutterstock/ Freedom365day)

    Kortison-Alternativen in der Diskussion

    Als Alternative zu Glukokortikoiden werden für schwere Fälle die beiden Wirkstoffe Tacrolimus (Protopic) und Pimecrolimus (Elidel) angeboten. Sie bremsen das überschießende Immunsystem und wirken Entzündungen sowie Juckreiz entgegen. Insgesamt zeigen die beiden Wirkstoffe weit weniger Nebenwirkungen als die Kortisonsalben.

    Nach Ansicht der US-Gesundheitsbehörde stehen sie jedoch im Verdacht, möglicherweise das Hautkrebsrisiko zu erhöhen, entsprechende Produkte müssen seit 2005 einen Warnhinweis tragen. Andere Experten sehen dieses Risiko nicht, auch weil die Cremes seither millionenfach bei Kleinkindern angewendet wurden und sich der Verdacht nicht erhärtet hat. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKDÄ) verweist aber auf eine Studie von 2009, für die Daten von 950.000 Neurodermitikern ausgewertet wurden. Sie ergab für Tacrolimus ein signifikant erhöhtes Risiko für T-Zell-Lymphome: Geschwüre, die von den Lymphdrüsen ausgehen. Für Pimecrolimus war das Risiko weniger stark ausgeprägt.

    Die AKDÄ empfiehlt, beide Wirkstoffe nur dann anzuwenden, wenn eine Kortisontherapie nicht möglich ist oder nicht wirkte. Kinder unter zwei Jahren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten gar nicht damit eingecremt werden. Der Hersteller von Protopic rät zudem, bei Kindern bis zu 16 Jahren nur die schwächere Variante der Salbe mit 0,03 Prozent Wirkstoff zu verwenden. Weitere Arzneimittel sind:

    • Für besonders schwere Neurodermitisfälle bietet sich der Wirkstoff Ciclosporin an, der allerdings die Nieren schädigen kann.
    • Andere Substanzen, die das Immunsystem unterdrücken, wie Methotrexat oder Azathioprin sind für Neurodermitis nicht zugelassen, werden aber in schweren Einzelfällen eingesetzt.
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    Neurodermitis: Was (manchmal) hilft

    Das große Problem: Die leitliniengetreue Behandlung bringt Betroffenen oft keine Hilfe. Von den über 1.600 schwer an Neurodermitis erkrankten Patienten, die von der Universität Hamburg befragt worden waren, litten 93 Prozent weiter an Juckreiz, obwohl sie behandelt worden waren wie offiziell empfohlen.

    In dieser Situation probieren viele Patienten und ihre Ärzte alles Mögliche aus, was Linderung verschaffen könnte. Zu den Möglichkeiten gehören unter anderem:

    • Bei der Fototherapie wird die Haut mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Manchmal macht ein Bad davor die Haut noch empfindlicher. Die lindernde Wirkung ist belegt. Empfohlen wird die Therapie erst ab zwölf Jahren. Auch sollte der Patient keine Mittel anwenden, die das Immunsystem unterdrücken (sogenannte Immunsuppressiva).
    • Für die Lichttherapie ohne UV-Strahlen, die sogenannte DermoDyne-Lichtimpfung, existiert bislang nur eine Fallstudie der Uniklinik Mainz.
    • Anti-Histamin-Tabletten, die gegen die Symptome eines Heuschnupfens helfen, können auch den Juckreiz bei Neurodermitis etwas dämpfen. Den Zustand der Haut verbessern sie allerdings nicht.
    • Bei den meisten Neurodermitikern ist die entzündete Haut mit Staphylokokken befallen. Antibiotika können den Bakterien den Garaus machen. Damit keine Resistenzen entstehen, sollte man reichlich cremen und nur über eine kurze Zeit. Die Leitlinie empfiehlt Antibiotika nur bei einer "Superinfektion", also wenn die Haut eitert.
    • Für entzündungshemmende Wirkstoffe wie Polidocanol, Dexpanthenol oder Zink liegen keine großen Studien vor, aber gute Erfahrungen aus der Praxis. Deshalb kommen entsprechende Cremes öfter zum Einsatz.
    • Fallstudien gibt es auch für Heilpflanzen wie Johanniskraut, Hamamelis oder Aloe vera. Auch Nachtkerzenöl oder Borretschöl sollen mithilfe essentieller Fettsäuren, als Nahrungsergänzung eingenommen oder in Cremes aufgetragen, den Zustand der Haut bessern. Zahlreiche klinische Studien lieferten dafür allerdings keinen Beleg.
    • Viele Neurodermitiker leiden parallel an Allergien. Dabei kann der Kontakt zum jeweiligen Allergen auch das Ekzem verschlimmern. Eine detaillierte Allergie-Diagnose ist die Voraussetzung dafür, solche Allergene zu meiden. Bei Gräserpollen kann eine Hyposensibilierung nachweislich auch die Auswirkungen der Allergie auf die Haut verringern. Bei einer Hausstaubmilbenallergie sind die Studienergebnisse nicht eindeutig.
    • Bei Neurodermitis bestimmte Nahrungsmittel wegzulassen macht nur Sinn, wenn nachweislich eine Allergie besteht. Auslass-Diäten ohne Allergienachweis bessern die Beschwerden bei Babys und Kleinkindern nicht, schreibt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Ohne Allergietest könne die schubweise verlaufende Erkrankung zu der irrtümlichen Annahme führen, dieses oder jenes Lebensmittel verschlechtere das Hautbild.
    • Über die Wirksamkeit einer homöopathischen Behandlung gibt es nur wenige Studien, in denen die Globuli zumindest nicht schlechter abschnitten als die herkömmliche Behandlung.
    • Die traditionelle chinesische Medizin behandelt Hautkrankheiten bevorzugt mit Heilkräutern und setzt Akupunktur nur unterstützend ein. Auch hier sind Studien Mangelware.
    • Eine neue Hoffnung für schwere Fälle bietet eine besondere Blutwäsche. Sie trennt das als Verstärker für die Neurodermitis angesehene Immunglobulin E (IgE) aus dem Blut. Die bisherigen Ergebnisse sind gut, doch das Verfahren ist aufwendig und existiert bisher nur im Versuchsstadium.

    Neurodermitis: Mit der Krankheit umgehen

    Kindern und Erwachsenen, die langfristig mit Neurodermitis leben müssen, profitieren von einer Neurodermitisschulung: Auf dem Lehrplan stehen ausführliche Informationen über die Krankheit und ihre Behandlung, über richtiges Eincremen und über mögliche Auslöser und wie sie vermieden werden können.

    Geübt werden auch Entspannungsverfahren, Kratz-Alternativen und der Umgang mit familiären Spannungen. Bei Kindern zahlen die gesetzlichen Krankenkassen eine Schulung meist auf Antrag, bei Erwachsenen bisher nur selten.

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    Neurodermitis: So pflegen sie empfindliche Haut

    Jeder Betroffene hat ein etwas anderes Krankheitsbild und unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, was der entzündeten Haut Linderung verschafft. Einige allgemeine Hinweise:

    • Nicht zu häufig und zu lange warm baden, weil die Haut sonst austrocknet.
    • Ölbäder hingegen wirken rückfettend. Die Haut anschließend immer sehr gut abtrocknen, empfindliche Stellen vorsichtig abtupfen und erst ein paar Minuten später eincremen, damit die Haut auch die körpereigene Rückfettung nutzen kann.
    • Keine Seife benutzen.
    • Hände und Füße sauber halten. Der Grund: Schmutzige Hände fördern Infektionen, verschwitzte Füße jucken stärker.
    • Lockere Kleidung aus Baumwolle, Leinen oder Seide lässt die Haut nicht so stark schwitzen. Synthetische Materialien wie Kunststofffasern nehmen den Schweiß hingegen nicht auf. Wollfäden verhaken sich leider in der wunden Haut und können sie aufreißen.
    • Zu eng anliegende Hosen scheuern besonders in den Kniekehlen.
    • Decken Sie Reißverschlüsse, Knöpfe und Haken ab, entfernen Sie Etiketten und drehen Sie das T-Shirt auf links, wenn die Nähte kratzen.
    • Die Kleidung nach dem Waschen noch mal mit klarem Wasser durchspülen, damit möglichst wenig Waschmittel-Reste in den Fasern bleiben.

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