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Corona-Pandemie: Telefonische Krankschreibung nicht mehr möglich

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 01.06.2020

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: ab 1. Juni 2020 nicht mehr auf telefonischem Wege erhältlich.
Foto: Ralf Liebhold / Shutterstock

Wegen der Corona-Pandemie konnten sich Patienten mit leichten Atembeschwerden telefonisch von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin krankschreiben lassen. Seit dem 1. Juni ist für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wieder eine ärztliche Untersuchung notwendig.

Während der Corona-Pandemie konnten sich Arbeitnehmer mit leichten Atembeschwerden bis zuletzt telefonisch krankschreiben lassen. Dazu genügte ein Anruf beim Arzt. Diese Regelung sollte bereits Anfang Mai aufgehoben werden, nach massiver Kritik der Ärzte wurde die Sonderregelung jedoch verlängert. Demnach durfte ein Arzt seine Patienten bis 31. Mai per Telefon bis zu sieben Tage krankschreiben.

Seit 1. Juni ärztliche Untersuchung notwendig

Seit dem 1. Juni müssen Patienten wieder zu einer ärztlichen Untersuchung erscheinen, um eine Krankschreibung zu erhalten.

Durch die Verlängerung der telefonischen Krankschreibung bis Ende Mai sollten Arztpraxen genügend Vorlaufzeit haben, um sich wieder auf den Regelbetrieb vorzubereiten. "Wir bereiten damit die Rückkehr zur regulären Patientenversorgung hinsichtlich der ärztlichen Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit vor", erklärte Josef Hecken, Vorsitzender des G-BA.

Der G-BA behält sich jedoch vor, "bei einer sich wieder beschleunigenden Infektionsdynamik auch kurzfristig über eine neue Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit zu beschließen."

Bei Corona-Verdacht: Telefonisch ärztlichen Rat einholen!

Haben Sie typische COVID-​19-Symptome wie trockenen Husten oder Fieber, hatten Sie Kontakt zu COVID-​19-Patienten, oder haben Sie unklare Symptomen, dann gilt: Nehmen Sie vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis auf, um das weitere Vorgehen zu klären.

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