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Reaktionen: Deutsche Biofonds AG

ÖKO-TEST April 2018
vom 29.03.2018

Reaktionen: Deutsche Biofonds AG

Sieben Jahre Haftstrafe

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29.03.2018 | Skandale, Missstände und Pleiten sind bei ökologischen Investments, die am grauen Kapitalmarkt vertrieben werden, leider keine Seltenheit, wie ÖKO-TEST in der Vergangenheit wiederholt bemängelte. So warnten wir schon im November 2015 vor üppigen Gewinnversprechen bei Projektanleihen und Nachrangdarlehen im alternativen Energiebereich und im April 2017 expressis verbis von der Deutschen Biofonds AG. Die hatte 2012 für ihr Projekt Hydropower IV 19 Millionen Euro Gesellschafterkapital für den Bau von Wasserkraftwerken in der Türkei und in den Jahren danach 230 Millionen Euro Anlagekapital für qualifizierte Nachrangdarlehen eingesammelt. Mindestens 4,9 Millionen Anlegergeld hat der Erlanger Initiator und Geschäftsführer der Deutschen Biofonds AG, Yaver Demir, jedoch gar nicht investiert, sondern offenbar in die eigene Tasche gesteckt. Das Landgericht Nürnberg hat ihn daher jetzt zu sieben Jahren und vier Monaten Haft wegen Veruntreuung verurteilt. Für die betroffenen Anleger ist das allerdings ein schwacher Trost. Denn die Deutsche Biofonds AG ist längst insolvent.

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