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Energie sparen: Mit diesen Tipps reduzieren Sie Ihren Verbrauch in Küche, Haushalt & Co.

Autor: Volker Lehmkuhl & Redaktion | Kategorie: Geld und Recht | 28.02.2021

Energie sparen: Wir geben Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand weniger Energie verbrauchen.
Foto: Rina H./Photocase; Svetl/getty images; imago images/westend61

Energie sparen fällt in der politischen Diskussion oft unter den Tisch. Es wird mehr über neue Technologien oder das Abschalten von Kraftwerken gesprochen als über schlichtes Einsparen – und das muss nicht immer Verzicht bedeuten. Richtig ist vielmehr: Energie sparen ist nicht nur gut fürs Gewissen und den Geldbeutel, sondern auch fürs Klima. Hier erfahren Sie, mit welchen Mitteln Sie effektiv Strom, Wasser und Wärme sparen.

Am 05. März ist internationaler Energiespartag. Energie sparen klingt für viele anstrengend. Das muss es aber nicht sein. Wir geben Tipps, wie Sie den Energiebedarf im Haushalt effektiv senken. Positiver Nebeneffekt: Neben dem Klima profitiert auch Ihr Geldbeutel, denn Energie sparen heißt Geld sparen.

Energiespar-Tipps: Unsere Übersicht

  • Energie sparen in der Küche
    • Strom und Wasser sparen bei der Spülmaschine
    • Beim Kochen und Backen
    • Bei Kühlschrank und Gefrierschrank
  • Energie sparen im Haushalt
    • Energie sparen bei Waschmaschine und Trockner
    • Durch richtiges Lüften
    • Strom sparen bei Beleuchtung und Licht
    • Durch richtiges Heizen
  • Strom sparen bei Elektrogeräten
    • Energie sparen am Computer
    • Energie sparen bei Fernseher und Konsole
  • Energie sparen im Verkehr und auf Reisen
  • Energie sparen durch zeitgemäße Installationen

In diesem Ratgeber finden Sie zahlreiche Energiespartipps aus ganz verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen. Es gibt fast überall Möglichkeiten, weniger Strom, Wasser, Öl, Gas oder Wärme zu verbrauchen. Die Umsetzung der Spartipps ist teilweise recht günstig, teilweise sogar umsonst – sofern man bereit ist, seine Gewohnheiten ein wenig anzupassen.

Finanziell zahlt sich Energiesparen übrigens in vielen Fällen erstaunlich schnell aus. Eine neue Heizungspumpe beispielsweise spart in einem Einfamilienhaus zwischen 350 und 500 kWh Strom pro Jahr – und damit bis zu 150 Euro Stromkosten. So ist der Tausch schon nach zwei bis vier Jahren bezahlt. Auch Mieterhaushalte profitieren, beispielsweise von energieeffiziente(re)n Elektrogeräten.

    Energiesparen: Gut fürs Klima – gut für die Brieftasche
    Energiesparen: Gut fürs Klima – gut für die Brieftasche (Foto: Shutterstock/Krisana Antharith)

    Energie sparen in der Küche

    Die Küche ist häufig der Raum in Haus oder Wohnung, der den meisten Energiebedarf hat. Hier arbeiten zahlreiche Geräte, die teilweise rund um die Uhr in Betrieb sind und sich von Strom, Wasser und Gas 'ernähren'. Kein Wunder, dass es da einiges einzusparen gibt. Wir gehen das "Herz des Hauses" mit Ihnen durch und fanden nach Sparpotential.

    Strom und Wasser sparen bei der Spülmaschine

    Heutige Spülmaschinen gehen sparsamer mit Wasser und Wärme um, als das von Hand gelingt. Der Einspareffekt lässt sich steigern, wenn Sie die Spülmaschine nur voll beladen anschalten und den Eco-Modus verwenden. Er dauert länger, spart aber Energie, weil das Wasser im Sparmodus nicht so stark erhitzt wird. Auch vorspülen ist meist unnötig.

    Lese-Tipp: ÖKO-TEST Spezial Umwelt und Energie

    Und: Die meisten Spülmaschinen kann man an die Warmwasserleitung anschließen. Das senkt den Stromverbrauch zur Wassererwärmung. Voraussetzung ist, dass das warme Wasser aus einer neueren Zentralheizung oder einer Solar­anlage kommt. Wichtig sind kurze Leitungswege, spätestens nach einem Liter sollte warmes Wasser fließen.

    Energie sparen beim Kochen und Backen 

    Die Rangliste der energiesparenden Herde lautet in absteigender Folge: Gas, Induktion, Ceran, Gussstahl. Heißluftbacköfen sind sparsamer als solche nur mit Ober- und Unterhitze. Das EU-Effizienzlabel gibt es auch für diese Geräteklasse – trotzdem sollten Sie auf den absoluten Verbrauch achten.

    Sie können außerdem jeden Tag etwas Energie einsparen, indem Sie Ihre Küchengeräte umsichtig nutzen. Einige Tipps:

    • Die Restwärme von Kochplatten hält noch einige Minuten an, weshalb man häufig die Stromzufuhr vor Ende der Garzeit abschalten kann.
    • Dampfdruck­töpfe sparen Energie – und schonen Vita­mine.
    • Wasserkocher erhitzen Wasser fast immer schneller und sparsamer, vor allem dann, wenn nur so viel Wasser drin ist, wie gebraucht wird.
    • Töpfe sollten zum Durchmesser der Platte passen.
    • Backofen nur wenn nötig vorheizen; die Ofentür so selten wie möglich öffnen.

    Energieverbrauch senken bei Kühlgeräten

    Wer den Kühlschrank klug einräumt, muss die Türe nicht so lange offenlassen.
    Wer den Kühlschrank klug einräumt, muss die Türe nicht so lange offenlassen. (Foto: Shutterstock/Stokkete)

    Da Kühlschrank und Gefrierschrank rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr laufen, sind sie ein dicker Posten im Strombudget. Fragen Sie sich deshalb: Braucht es die Kühltruhe im Keller wirklich noch?

    Bei Neuanschaffungen auf die bestmögliche Energieeffizienzklasse achten, die es fürs eigene Budget gibt. Die höchste Effizienzklasse für Kühlgeräte ist im Moment noch A+++, aber: Ab März 2021 "sinkt" die Höchstklasse wieder auf A, weil ab dann eine EU-weite Neueinstufung gilt, die auch andere Geräteklassen betrifft. Gut zu wissen: Was morgen Klasse B ist, kann effizienter sein als das, was heute noch A+++ ist. Lassen Sie sich deshalb im kommenden Jahr nicht von einer vermeintlich "zweitklassigen" Bewertung verwirren, sondern vergleichen Sie im Zweifel die konkreten Verbrauchswerte.

    Denken Sie auch daran, dass es sich fast immer lohnt, ein paar Euro mehr in ein energiesparenderes Gerät zu investieren, weil sich die Mehrkosten schnell wieder einspielen. Ein energie­effizienter(er) Kühlschrank kann rund 70 Euro pro Jahr sparen – die Investition in mehr Energieeffizienz schlägt also nach einiger Zeit in finanziellen Gewinn um. Und: Auch das Klima freut sich.

    Energie sparen: So verbrauchen Ihren Kühlgeräte weniger Strom

    Eine Rolle für den Energieverbrauch spielen auch Standort und Temperatur des Kühlgeräts. Denn sinkt die Umgebungstemperatur eines Kühlgeräts um ein Grad, verbraucht er sechs Prozent weniger Strom. Schlecht steht der Kühlschrank also neben dem Herd oder an sehr sonnigen Orten.

    Lesetipp: Energieeffiziente Geräte: Wie Sie mit Kühlschrank, Waschmaschine & Co. Energie sparen

    Im Inneren des Kühlschranks selbst sind sieben, acht Grad ausreichend, bei Gefriergeräten minus 18 Grad. Gerade bei älteren Geräten lohnt ein Kühlgerätethermometer zur Kontrolle, da die interne Regelung oft unzuverlässig ist. Lesen Sie dazu auch: Kühlschrank-Temperatur: Die richtige Einstellung für Nahrungsmittel, Geldbeutel & Klima

    Weitere Energiespartipps rund um Kühl- und Gefriergeräte:

    • Kühlschrank-Türen möglichst schnell wieder schließen.
    • Gekochte Speisen erst abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank stellen.
    • Tiefgefrorenes kann man vorausschauend im Kühlschrank auftauen lassen.
    • Den Kühlschrank bei langer Abwesenheit ausräumen, reinigen und ausschalten.
    • Wer im Gefriergerät Ordnung hält, muss weniger suchen und verbraucht weniger Strom. Außerdem gelangt so weniger Feuchtigkeit ins Innere des Kühlgeräts, die dafür sorgt, dass Schrank oder Truhe schneller vereisen.
    • Apropos: Gefriergeräte regelmäßig abtauen – schon fünf Millimeter Eis erhöhen den Stromverbrauch eines Kühlschranks um etwa 30 Prozent. Der Grund: Das Gerät muss sozusagen durch die Eisschicht hindurch kühlen, um die gewünschte Innentemperatur zu erreichen. Kein Wunder, dass dabei unnötig Energie verlorengeht – schließlich soll nicht das Eis im Kühlgerät gefrorengehalten werden, sondern die Lebensmittel.

    Energie sparen im Haushalt

        Auch wer die Waschmaschine richtig benutzt, kann Wasser und Strom sparen
        Auch wer die Waschmaschine richtig benutzt, kann Wasser und Strom sparen (Foto: Shutterstock/AtlasStudio)

        Auch in Schlafzimmer, Wohnzimmer und Bad gibt es Wasser, Strom und Wärme einzusparen. Jede Maßnahme kommt dabei nicht nur Ihrem Geldbeutel zugute, sondern auch Ihrer Klimabilanz – ein Grund, doppelt zufrieden zu sein.

        Energie sparen beim Waschen und Trocknen 

        Nur wenige Waschmaschinen verfügen über einen Warmwasseranschluss oder ein Vorschaltgerät, über das ihnen vorgewärmtes Wasser zugeleitet werden kann. Das lohnt sich, wenn eine Solaranlage, Wärmepumpe oder eine effiziente Heizung das warme Wasser schnell bereitstellt. Der Vorteil: Die Maschine muss das Wasser nicht mehr selbst aufwärmen, was weniger energieeffizient sein kann.

        Bei Wäschetrocknern gilt: Wärmepumpentrockner sind deutlich sparsamer als die bislang oft üblichen Kondensat- oder Ablufttrockner.

        So sparen Sie Energie beim Waschen:

        • Möglichst mit voller, aber nicht zugestopfter Maschine waschen.
        • Oft reichen 30 oder 40 Grad Waschtemperatur aus.
        • Vorwäsche ist meistens unnötig.
        • Öko-Programme verlängern zwar die Waschzeit, sorgen aber – wie bei der Spülmaschine – für geringeren Wasser- und Stromeinsatz. Lesen Sie dazu auch: Eco-Modus der Waschmaschine: Wirklich gut für Geldbeutel und Umwelt?
        • Bei höheren Hygieneanforderungen sind 60 oder 90 Grad richtig; alle paar Monate beseitigt ein 90-Grad-Waschgang aber auch Keime in der Maschine. Lesen Sie dazu auch: Was tun, wenn die Waschmaschine stinkt? Die besten Hausmittel
        • Wäsche auf dem Wäscheständer trocknen lassen, am besten im Freien.

        Lesen Sie auch:

        Energie sparen durch richtiges Lüften

        Lüften bei gekipptem Fenster verbraucht in der Heizperiode besonders viel Energie, weil der Luftaustausch nur langsam erfolgt und der Raum auskühlt. Effektiv hingegen ist die Stoßlüftung: Dazu drei- bis viermal pro Tag gleichzeitig alle Fenster für wenige Minuten öffnen. Während des Lüftens das Thermostat an der Heizung auf null drehen.

        Jetzt bestellen: ÖKO-TEST Spezial Umwelt und Energie

        Bei Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt reichen drei bis fünf Minuten, bei ruhigem, wärmerem Wetter sind 10 bis 15 Minuten notwendig, um Feuchtigkeit und verbrauchte Luft aus dem Raum zu bekommen. Im Sommer kann beliebig gelüftet werden, außer im Keller. Hier sollten bei feuchtem, warmem Wetter die Fenster geschlossen bleiben, da die kondensierende Feuchtigkeit den Schimmelbewuchs fördert.

        Lüften Sie ausreichend, regelmäßig und großzügig. Falsche Sparsamkeit kann zu Problemen führen – etwa dazu, dass der CO2-Gehalt zu hoch wird, was die Konzentration beeinträchtigt und zu Kopfschmerzen führen kann. Regelmäßiges, richtiges Lüften hingegen schützt auch vor Schimmel. Ein Hygrometer, das die Luftfeuchtigkeit misst, hilft, zu erkennen, dass gelüftet werden muss. Ideal sind etwa 40 bis 50 Prozent relative Feuchte, bei schimmelgefährdeten Altbauten im Winter auch weniger.

        Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung können in neuen oder sanierten Häusern den Wärmeverlust beim Lüften deutlich senken. Dazu sollte man einen Fachbetrieb konsultieren.

        Lesen Sie auch: Schimmel entfernen und feuchten Wänden vorbeugen - so geht's

        Energie sparen bei Licht und Beleuchtung

        Energie sparen: Die Beleuchtung ist mit rund acht Prozent an der Stromrechnung beteiligt.
        Energie sparen: Die Beleuchtung ist mit rund acht Prozent an der Stromrechnung beteiligt. (Foto: Halfpoint/getty images)

        Die Beleuchtung ist mit rund acht Prozent an der Stromrechnung beteiligt. Falsche Sparsamkeit durch düstere Räume ist aber unangebracht und kann auf Dauer sogar zu Gesundheitsbeschwerden und Depressionen führen. Sparen Sie deshalb nicht an der Helligkeit, sondern an der Art und Weise, wie sie erzeugt wird.

        Wenn Sie noch Energiesparlampen oder gar Glühbirnen in Betrieb haben, die länger als eine Stunde am Tag brennen, sollten Sie diese unverzüglich gegen eine LED-Lampe austauschen. Sie werden den Unterschied auf Ihrer nächsten Stromrechnung bemerken – und das bei Investitionskosten von nur wenigen Euro pro neuem LED-Leuchtmittel. Hinzukommt: Gute LED-Lampen halten sehr viele Schaltvorgänge aus. Ebenfalls gut zu wissen: Lampen mit warmweißem Lichtspektrum oder mit gelb getöntem Glaskörper haben einen geringeren Anteil an blauem Licht, das verschiedenen Studien zufolge Schlafstörungen hervorrufen kann. Auch interessant: So hilft Lichttherapie gegen Winterblues

        Weitere Tipps: Auch hell gestrichene und eingerichtete Räume und große Fenster für viel Tageslicht senken den Energiebedarf. Und natürlich der Klassiker: Immer brav die Lichter ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden …

        Heizkosten sparen durch klimafreundliches Heizen

          Bei der Heizung gilt: Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Heizkosten; 20 Grad Celsius im Wohnraum, 18 im Schlafzimmer und 22 im Bad sind oft ausreichend. 20 Grad entsprechen etwa der Stufe 3 auf dem Thermostat­ventil – lesen Sie dazu auch: So lesen Sie die Zahlen auf dem Heizkörper-Thermostat richtig.

          Viele alte Thermostatventile regeln die Temperatur nur noch ungenau, hier kann ein Austausch helfen. Elektronische Thermostatventile regeln die Heizzeit automatisch, zum Beispiel im Bad. Wer größere Räume nur selten nutzt oder tagsüber längere Zeit nicht zu Hause ist, kann mit einer elektronischen Raumregelung sparen, die mehrere Thermostate gleichzeitig regelt. Das kann eine komplette Steue­rung für die Wohnung oder eine günstige Einzellösung sein.

          Nachtabsenkung: Nachts kann man die Raumtemperatur um drei bis fünf Grad absenken. Das geht mit den meisten Heizungssteuerungen auto­matisch. Eine stärkere Absenkung hat kaum Sinn – vor allem bei alten Häusern, da es mehr Energie kostet, die ausgekühlten Mauern wieder aufzuwärmen.

          Lesen Sie auch:

          Strom sparen bei Elektrogeräten

          Wenn Spielekonsolen ständig an der Steckdose angeschlossen sind, kann sich das auf der Stromrechnung zeigen.
          Wenn Spielekonsolen ständig an der Steckdose angeschlossen sind, kann sich das auf der Stromrechnung zeigen. (Foto: korobskyph/Shutterstock)

          Strom sparen bei Fernseher und Spielkonsolen

          LED-Fernseher sind mittlerweile Standard und deutlich sparsamer als alte Röhrengeräte. Allerdings steigt ihr Stromverbrauch mit der Bildschirmgröße stark an. Eine Riesenglotze macht den Spareffekt also wieder zunichte – der sogenannte Rebound-Effekt.

          Wahre Stromfresser sind auch ältere Spielkonsolen. Auch bei älteren Stereoanlagen, Satellitenreceivern, Video- oder Festplattenrekordern lohnt sich eine Kontrolle mit einem Strommessgerät. So kann sich schnell herausstellen, dass der laufende (Stand-by-)Betrieb im Jahr so viel kostet wie die Anschaffung eines neueren, energiesparenderen Geräts.

          Lediglich Geräte ab Baujahr 2010 verfügen über einen Stand-by-Verbrauch von unter einem Watt; das schreibt die EU seitdem vor. Trennen Sie ältere Geräte deshalb am besten ganz vom Netz, wenn Sie sie nicht verwenden.

          Beim Abschalten helfen schaltbare Steckerleisten oder automatische Powersafer. Kleinvieh macht auch Mist: Lade- und Netzgeräte aus der Steckdose nehmen, wenn sie nicht benötigt werden. Das Gleiche gilt auch für Spielkonsolen, bei denen sich Bequemlichkeit heftig in der Stromrechnung niederschlagen kann.

          Energie sparen am Computer

          Wer tatsächlich noch einen alten Röhrenmonitor besitzt, sollte über die Anschaffung eines modernen Flachbildschirms nachdenken – auch zugunsten des Klimas. Vor allem große Geräte sind auch große Verbraucher. Hier lohnt der Austausch gegen die Nachfolger mit LED-Technik, vor allem, wenn die Funktion nachlässt.

          Laserdrucker haben einen höheren Stromverbrauch als Tintenstrahler. Laptops sind in der Regel deutlich energieeffizienter als Desktop-PCs, außerdem gilt für beide, dass leistungsstärkere Geräte mehr Strom benötigen als Standardmodelle, die für die meisten Büroarbeiten und zum Surfen im Internet ausreichen.

          Bildschirmschoner sind Stromfresser und bei Flachbildschirmen technisch unnötig. Auch bei Tischrechnern sollte man die Stromspar­optionen in der Systemsteuerung nutzen. Rund um den Schreibtisch versammeln sich außerdem zahlreiche Geräte, die man – an eine schaltbare Steckerleiste angeschlossen – mit einem Fingerdruck komplett vom Netz trennen kann.

          Energie sparen im Verkehr und auf Reisen

          Radfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit – sondern auch für Umwelt
          Radfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit – sondern auch für Umwelt (Foto: Shutterstock/MilanMarkovic78)

          Statt mit dem Auto besser zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein – vor allem auf Kurzstrecken, die bei Autos einen besonders hohen Spritverbrauch und Schadstoffausstoß zur Folge haben. Besorgungen kann man zusammenfassen, so auch den Zeitaufwand optimieren und Energie sparen.

          Für Autofahrer gibt es eine Vielzahl von Spritspartipps, mit denen sich 15 bis 20 Prozent Treibstoff einsparen lassen: Unnötigen Ballast aus dem Auto laden, Dachträger entfernen, Spritsparreifen aufziehen und Reifen mit höherem Luftdruck aufpumpen.

          Flugreisen produzieren mit Abstand den höchsten Energieverbrauch und die höchste Klimabelastung. Wenn möglich, auf Bahn, Fernbus oder auf Nahziel ausweichen, das sich per Fahrrad oder ÖPNV erreichen lässt.

          Wer trotzdem fliegen will oder muss, kann die Zahl der Flüge reduzieren und die damit verbundenen Emissionen durch Einzahlung in Klimaprojekte zumindest rechnerisch kompensieren. Empfehlenswert ist zum Beispiel die deutsche Non-Profit-Organisation Atmos­fair. Lesen Sie auch: Nachhaltig reisen: Inspirationen für grüne Urlaube nach Corona

          Energie sparen durch zeitgemäße Hausinstallation

          Pumpen für Heizwasser und die Warmwasserzirkulation gehören zu den Hauptverursachern hoher Stromrechnungen. Überdimensioniert, veraltet und häufig rund um die Uhr in Betrieb können leicht mehrere Hundert Euro dafür anfallen, dass ohne Wartezeit warmes Wasser aus der Leitung kommt.

          Uraltgeräte auszutauschen ist eine der Maßnahmen im Haushalt, die sich am schnellsten amortisiert – zumal der Austausch staatlich gefördert wird. Heizungspumpen kann man außerdem per Zeitschaltuhr abschalten oder in ihrer Leistung herunterregeln. Gesondert installierte Heizungspumpen im Sommer ausschalten. Lesen Sie auch: Heizungstausch: Wie Sie Geld vom Staat für Ihre neue Heizung bekommen 

          Besitzer einer thermischen Solaranlage können oft die Heizung von etwa Mitte Mai bis in den September hin­ein komplett ausschalten. Lesen Sie dazu auch: Checkliste Solarthermie – was Sie zu Solarwärme wissen sollten sowie Solarthermie: Warmes Wasser für Heizung und Bad aus der eigenen Solaranlage

          Elektrische Warmwasserbereitung ersetzen

          Viel Geld und Energie sparen Sie, wenn Sie auf elektrische Warmwasserbereitung verzichten und auf andere Energieträger umsteigen.
          Viel Geld und Energie sparen Sie, wenn Sie auf elektrische Warmwasserbereitung verzichten und auf andere Energieträger umsteigen. (Foto: Photocase/***jojo)

          Der Anteil einer elektrischen Warmwasserbereitung am Stromverbrauch ist erheblich. Wer mittelfristig auf ­andere Energieträger (Photovoltaik, Wärmepumpe, Zen­tral- oder Etagenheizung) umsteigen kann, spart viel Energie und Geld. Bei sehr langen Leitungen zwischen Heizkessel und Zapfstelle oder im Fall von nur selten benötigtem Warmwasser kann die elektrische Variante trotzdem sinnvoll sein. Lesen Sie auch unseren Ratgeber Wärmepumpen sowie unsere Artikelreihe zu Photovoltaik.

          Weitere Tipps, um Strom und Wasser zu sparen:

          • Warmwasserspeicher während längerer Abwesenheiten abschalten.
          • Eine Zeitschaltuhr nimmt Untertisch-­Warmwasserspeicher (Fünf- bis Zehn­litergeräte) über Nacht beziehungsweise in Büros übers Wochenende vom Netz.
          • Nur so viel Warmwasser in der Temperatur bereiten, wie tatsächlich benötigt wird; ältere Boiler und Kleingeräte verlieren durch schlechte Dämmung viel Energie. 55 bis 60 Grad Celsius sind meist völlig ausreichend (Stellung "E" des Reglers wählen).
          • An elektronischen Durchlauferhitzern nur die tatsächlich benötigte Temperatur einstellen, zum Beispiel 38 Grad zum Duschen. So wird in der Armatur kein Kaltwasser beigemischt und unnötiger Strom- und Wasserverbrauch vermieden.
          • Ein Sparduschkopf mischt Wasser mit Luft und senkt die Wassermenge, die erwärmt werden muss.
          Mehr Energiesparen? ÖKO-TEST Spezial Umwelt und Energie

          Energieverbrauch online vergleichen

          Wenn Sie sich mit der Frage beschäftigen, wo Sie zukünftig Energie sparen können, sollten Sie natürlich wissen, in welchem Bereich Sie momentan wie viel Energie verbrauchen. Vielen Haushalten ist allerdings überhaupt nicht klar, wie es um ihren derzeitigen Energieverbrauch bestellt ist. Sind 4.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr für eine vierköpfige Familie wenig, durchschnittlich oder (zu) viel? Wie verhält es sich mit dem Verbrauch von Heizung und Warmwasserbereitung in Relation zur Wohnungsgröße?

          Antworten sind leicht zu finden. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2 online beispielsweise bietet auf ihrer Internetseite 14 sogenannte Energiespar-Checks an. Diese digitalen Fragebögen ermöglichen es Ihnen, Ihren Verbrauch in verschiedenen Bereichen – Heizung, Strom, Wasser usw. – zu erfassen und zu vergleichen. Nach einigen Klicks und Eingaben ist klar, ob Sie im sparsamen grünen oder im verschwenderisch roten Bereich liegen.

          Nachdem Sie Ihren Verbrauch verglichen haben, rechnet der Dienst Ihnen Sparpotentiale vor und macht konkrete Vorschläge, wie Sie Ihre Energiebilanz verbessern können. So erstellt die Website beispielsweise mit Ihnen gemeinsam einen "Stromsparplan" – empfehlenswert!

          CO2-Bilanz online berechnen

          Sie wollen die Auswirkungen Ihres Energieverbrauchs nicht nur auf den Geldbeutel, sondern auch aufs Klima kennenlernen? Auch das lässt sich bequem am Computer erledigen.

          Nahezu alle Verbrauchsfelder deckt der CO2-Rechner des Umweltbundesamts ab. Dort können Sie Ihren Verbrauch und Ihren Gewohnheiten in den Bereichen Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum angeben, speichern und mit dem bundesweiten Durchschnitt – oder den eigenen Vorjahresergebnissen – vergleichen. 

          Wer den Rechner ausprobiert, landet häufig unsanft auf dem Boden der Tatsachen. Liegt man dank gut gedämmtem Haus, Solaranlage, Ökostrom, Bio-Lebensmitteln und maßvollem Fleischkonsum gegenüber dem deutschen Durchschnittsbürger anfangs gut in Front, verhageln die überdurchschnittliche Fahrleistung des Dieselvans und vor allem die Fernreise mit dem Flieger die familiäre Klimabilanz.

          Doch auch hier wird natürlich Abhilfe geboten: Ist die persönliche Klimabilanz erst mal erstellt, skizziert der CO2-Rechner Mittel und Wege, um in Zukunft Klimagase einzusparen. Auch bei dieser Online-Anwendung können wir nur zuraten.

          Weiterlesen auf oekotest.de: