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Spülmaschine stinkt: Diese Tipps helfen, wenn der Geschirrspüler riecht

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Freizeit und Technik | 22.07.2021

Spülmaschine stinkt: Was hilft, wenn der Geschirrspüler schlecht riecht
Foto: Shutterstock/Lena Ogurtsova

Wenn sich Speisereste, Fett und Kalk im Inneren der Spülmaschine ansammeln, kann der Haushaltshelfer anfangen, streng zu riechen. Auch frischgewaschenes Geschirr wirkt dann wenig appetitanregend. Was hilft, wenn die Spülmaschine stinkt? ÖKO-TEST zeigt, wie Sie unangenehme Gerüche mit einfachen, umweltfreundlichen Mitteln loswerden.

Kaum jemand möchte seinen Geschirrspüler missen. Verrichtet er doch für gewöhnlich brav seine Arbeit und verlangt höchstens ab und zu nach einem Schuss Salz oder einem Schluck Klarspüler. Doch wer viel arbeitet, will auch pfleglich behandelt werden.

Geschieht das nicht oder zu unregelmäßig, kann der Geschirrspüler anfangen, zu riechen. Schuld an den störenden Gerüchen im Geschirrspüler sind fast immer Ablagerungen von Speiseresten im Abflusssieb, in Schläuchen oder Rohren, auf dem Boden, in den Ecken oder Ritzen der Maschine. Solche organischen Ablagerungen sind ein Nährboden für Bakterien und Schimmelpilze. Deren Stoffwechsel produziert wiederum Faulgase, die für die störenden Küchengerüche verantwortlich sind.

Spülmaschine stinkt: Einmal durchputzen, bitte!

Wenn der Geschirrspüler stinkt, besteht die einfachste Lösung darin, das Gerät gründlich zu reinigen. Wenn Sie dabei alle Ablagerungen und Verschmutzungen aufspüren und entfernen sowie Ihrer Maschine anschließend noch eine erfrischende Reinigungskur gönnen (siehe unten), sollten schlechte Gerüche Geschichte sein.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  • Schrauben Sie den Filter bzw. den Siebeinsatz der Spülmaschine heraus, der sich über dem Abfluss im Boden der Maschine befindet. Dort dürften sich die meisten organischen Ablagerungen angesammelt haben. Reinigen Sie das Sieb gründlich mit Spülmittel und Bürste. Ist es sichtbar verkalkt, sollten Sie es außerdem entkalken, sonst setzt es sich schnell wieder zu.
  • Rohre und Schläuche lassen sich, soweit erreichbar, mit speziellen, biegsamen Rohrbürsten reinigen, die es im Baumarkt gibt.
  • Auch die rotierenden Sprüharme, die das Wasser in der Maschine verteilen, können durch Kalkablagerungen verstopft oder im Inneren mit Speiseresten verschmutzt sein. Das müffelt nicht nur, sondern beeinträchtigt auch die Reinigungsleistung der Maschine. Je nach Spülmaschinen-Modell lassen sich die Spülarme mehr oder weniger leicht ausbauen oder aufklappen und säubern. Vergessen Sie die Düsen nicht.

Geschirrspüler stinkt: So gehen Sie vor

  • Entnehmen Sie anschließend die rollenden Ober- und Unterkörbe der Maschine und bearbeiten Sie Boden und Wände mit Bürste, Schwamm oder Lappen. Als Reinigungsmittel empfehlen sich umweltfreundliche Hausmittel wie Natron, Essig oder Zitronensäure. Richtig angewendet reichen sie aus, um den Geschirrspüler von Kalk, Fett, Bakterien und Schimmelpilzen zu befreien.
  • Säubern Sie abschließend die Dichtungsgummis und die Türfuge der Maschine von möglichen Ablagerungen. Nur bitte nicht mit Essig, das macht das Gummi porös.
Wenn die Spülmaschine stinkt, ist es eine gute Idee, zunächst das Sieb zu reinigen.
Wenn die Spülmaschine stinkt, ist es eine gute Idee, zunächst das Sieb zu reinigen. (Foto: Shutterstock/Andrey_Popov)

Gönnen Sie Ihrer Maschine nach dem Putzen einen Reinigungsdurchlauf mit den Hausmitteln Natron und Essig. Streuen Sie dazu zwei Esslöffel Natron auf den Boden der Maschine und füllen Sie das Pulverfach mit Essigessenz. Das Pulverfach öffnet sich erst, wenn das Natron bereits im Spülraum wirken konnte. Lassen Sie die Maschine dann leer und mit möglichst hoher Temperatur durchlaufen. Nur Vorsicht beim Öffnen: Der heiße Essigdampf kann reizend wirken.

Um zu verhindern, dass der unangenehme Geruch in die Spülmaschine zurückkehrt, sollten Sie sich angewöhnen, stark verschmutztes Geschirr kurz abzuspülen, bevor Sie es einräumen. So geraten (größere) Lebensmittelreste gar nicht erst in die Maschine, können sich dort nicht verteilen und für schlechte Luft sorgen.

Spülmaschine stinkt: Waschen statt deodorieren

Im Drogeriemarkt finden Sie spezielle Deos für die Spülmaschine, die fauligen Geruch aber mehr überdecken als beseitigen. Als Einwegplastik tragen solche Produkte mehr zum Müllproblem bei als dazu, das Problem an der Wurzel zu beheben.

Auch spezielle Spülmaschinenreiniger, die beispielsweise als Tabs verkauft werden, sind eigentlich nicht nötig und belasten höchstens die Umwelt. Eine manuelle Reinigung ist effektiver, um Ablagerungen wie Fett, Kalk & Co. zu Leibe zu rücken als ein Präparat, das von der Maschine nur im Inneren verteilt wird.

Bei guter Pflege macht Ihnen Ihre Spülmaschine lange Freude – und verschont Sie vor üblen Gerüchen.
Bei guter Pflege macht Ihnen Ihre Spülmaschine lange Freude – und verschont Sie vor üblen Gerüchen. (Foto: Shutterstock/Andrey_Popov)

Spülmaschine stinkt? Nicht bei guter Pflege

Damit Ihr Geschirrspüler lange gut funktioniert und geruchsfrei bleibt, hat ÖKO-TEST einige Bonustipps für Sie. Mit diesen Ratschlägen stellen Sie außerdem sicher, dass Sie die Umwelt beim Spülen möglichst wenig belasten:

  • Bevorzugen Sie Spülmaschinen-Tabs mit einer wasserlöslichen Folie aus PVA, um Plastikverpackungen zu sparen.
  • Besser dosieren lässt sich Spülmaschinenpulver. Wenn Sie gleich eine Großpackung kaufen, sparen Sie weiteren Verpackungsmüll.
  • Füllen Sie regelmäßig Spülmaschinen-Salz (Regeneriersalz, Spezial-Salz) nach, um Ihre Maschine vor Kalk zu schützen, vor allem bei hartem Wasser. Das verhindert nicht nur Flecken auf Geschirr und Besteck, sondern auch, dass sich Rohre und Schläuche zusetzen und die Reinigungsleistung der Maschine nachlässt.
  • Das Eco-Programm der Spülmaschine dauert zwar länger, ist aber trotzdem umweltfreundlicher, weil es weniger Wasser und Strom benötigt. Genauso funktioniert das übrigens beim Eco-Modus der Waschmaschine.
  • Wer seine Maschine immer vollständig belädt, bevor er sie einschaltet, entlastet ebenfalls Umwelt und Geldbeutel.
  • Bei normalen Verschmutzungen reicht ein Spülgang mit niedriger oder mittlerer Temperatur aus, um das Geschirr ausreichend zu säubern.
  • Nur einmal monatlich sollten Sie Ihre Maschine auf der höchsten Temperatur laufen lassen. Das beugt Ablagerungen vor, die von den normalen Spülgängen nicht gelöst werden können.
  • Vorspülen verbraucht Energie und verbessert das Reinigungsergebnis normalerweise nur unerheblich. Besser ist es, die Maschine zunächst laufen zu lassen und nur Geschirr nachzureinigen, das nicht vollständig sauber geworden ist.
  • Wenn Sie vorspülen, weichen Sie Töpfe, Backformen & Co. besser ein, statt sie unter laufendem Wasser zu schrubben – auch das spart Energie. Lesen Sie dazu auch unseren Spülmittel-Test.
  • Neuanschaffung geplant? Das Freiburger Öko-Institut e.V. informiert auf der Website EcoTopTen seit 2015 über die energiesparendsten Spülmaschinen auf dem Markt. Sie können dort Energieverbrauch und Energieeffizienzklasse von vielen gängigen Geräten vergleichen. Ein Mehrpreis für ein energiesparendes Gerät spielt sich bei einer Betriebsdauer, die auf mehrere Jahre ausgelegt ist, von alleine wieder ein.

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