Warme Lebensmittel in den Kühlschrank? Warum das keine gute Idee ist

Autor: Lena Rauschecker | Kategorie: Essen und Trinken | 24.01.2023

Noch warme Lebensmittel in den Kühlschrank? Besser nicht.
Foto: Shutterstock / MBLifestyle

Sie haben von Ihrem gekochten Essen noch etwas übrig und möchten es bis morgen aufbewahren oder gehören zur Franktion Meal Prep? Dann ab in den Kühlschrank mit den Speisen. Doch ganz so schnell müssen Sie nicht handeln – es ist schlauer, Essen abkühlen zu lassen, bevor Sie es in den kühlen Schrank stellen.

Der Kühlschrank zählt zu den praktischsten Elektrogeräten in der Küche. Er hält Lebensmittel auf einer niedrigen Temperatur und macht sie dadurch länger haltbar. Also mit allen Produkten schnell ab in den Kühlschrank? Bei warmen Gerichten sollten Sie langsam(er) vorgehen.

Warme Lebensmittel in den Kühlschrank? Besser nicht!

Wenn vom Essen etwas übrig geblieben ist, ist der Kühlschrank der richtige Aufbewahrungsort dafür. Er hält die Speisen frisch. Doch Sie sollten Ihre Gerichte und Lebensmittel erst abkühlen lassen, bevor Sie sie kalt stellen.

Das hat mehrere gute Gründe: 1. Werden die Produkte warm in den Kühlschrank gestellt oder gelegt, muss das Gerät mehr Leistung erbringen, um sie herunterzukühlen. Eine verstärkte Kühlleistung bedeutet einen – unnötig – höheren Stromverbrauch.

Lesen Sie dazu auch: Tipps, um beim Kühlschrank Strom zu sparen

2. Zudem können warme Lebensmittel die Feuchtigkeit im Kühlschrank erhöhen: Die warme Luft bringt immer auch Feuchtigkeit mit ins Innere des Eisschranks, dieses Wasser kann zu kleinen Pfützen führen. Durch Kondenswasser vereist auch die Rückwand des Kühlschranks schneller, das Gerät verbraucht dann mehr Strom. Lesen Sie dazu auch: Wasser im Kühlschrank: Woran liegt's? Was lässt sich tun?

3. Wenn heißes Essen in den Kühlschrank wandert, gibt es warme Luft an die Umgebung ab. Dadurch können sich Lebensmittel, die Sie daneben gelagert haben, leicht erwärmen. Bei empfindlichen Produkten kann das die Haltbarkeit verkürzen.

Was also tun? Besser lassen Sie gekochte Nudeln und Co. erst abkühlen und stellen sie erst dann in den Kühlschrank. Suppen oder Aufläufe können Sie umfüllen, denn im warmen Topf kühlen sie langsamer ab. Wenn es Ihnen zu lange dauert, können Sie die Lebensmittel im Winter auch nach draußen stellen und das Abkühlen beschleunigen.

Wie lange abkühlen lassen?

Allzu lange sollten Sie sich aber nicht Zeit lassen, sondern Lebensmittelreste nach ein bis zwei Stunden ins Kühle stellen. Bei einem längeren Aufenthalt bei Zimmertemperatur droht die Bildung von Bakterien. Gerichte mit Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten sind besonders empfindlich und sollten nicht zu lange draußen stehen bleiben.

Lebensmittel kühlen: Bei diesem Produkt sollten Sie keine Zeit verlieren

Es gibt allerdings auch Ausnahmen von der Abkühlen-lassen-Regel: Reis sollten Sie nach dem Kochen zügig essen oder in den Kühlschrank stellen. Kühlt Reis langsam bei Zimmertemperatur ab, können sich Bakterien und später Giftstoffe bilden. Gleiches gilt für Spinat.

Auch ein gründliches Abwaschen ist bei Reis wichtig. Die weißen Körner sind häufig mit dem Halbmetall Arsen belastet, das im Boden vorkommt.

Weiterlesen auf oekotest.de: