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Vegetarisch grillen: So gelingen Gemüse, Seitan und Co. auf dem Rost

Magazin September 2019: Wie krank macht uns Mikroplastik? | Autor: Lena Wenzel | Kategorie: Essen und Trinken | 05.09.2019

Vegetarisch grillen: So gelingen Gemüse, Seitan und Co. auf dem Rost
(Foto: stockcreations/shutterstock )

Vegetarisch grillen: Wer die letzten Sommerabende noch am Grill genießen will, kann das auch ganz ohne Fleisch. Wir haben Tipps gesammelt, wie Seitan, Tofu und Aubergine auf dem Rost gelingen.

Es müssen nicht immer Würstchen und Steaks sein. Es gibt viele vegetarische und vegane Alternativen, die Sie auf den Grill legen können. Wir erklären, welcher Fleischersatz sich anbietet, welches Gemüse vom Grill schmeckt und worauf Sie beim Garen achten sollten. 

Vegan und vegetarisch grillen: So schmecken Tofu, Soja und Seitan

Tofu besteht aus eingeweichten Sojabohnen. Hersteller pürieren die Bohnen zuerst mit Wasser und filtern sie dann. Im nächsten Schritt verfestigen sie die daraus entstandene Flüssigkeit, in dem sie diese bis knapp unter dem Siedepunkt erhitzen. Naturbelassenen Tofu kaufen und einfach so auf den Grill legen – das geht schief. Denn dieser schmeckt nach ziemlich wenig. Deswegen gilt: kräftig marinieren. Zunächst etwas abtupfen und überschüssige Flüssigkeit entfernen, dann zieht die Marinade besser ein. Zum Schluss: nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Paprika oder einem Spritzer Zitrone würzen.

Weil Soja einen hohen Eiweißgehalt hat, eignet es sich gut als Fleischersatz für Vegetarier und Veganer. Sojafleisch gibt es für den Grill zum Beispiel in Form von Steaks und Medaillons. Für Geschmack sorgen Marinaden und Gewürzmischungen. Dabei bieten sich Zutaten wie Salz, Pfeffer und Paprika an, aber auch Sojasauce, Tomatenmark und Senf.

Beliebter Fleischersatz für Vegetarier und Veganer 

Seitan ist ein Fleischersatz, den man fürs vegetarische Grillen auch ganz einfach selbst zubereiten kann. Wer das ausprobieren möchte, findet das Pulver in zahlreichen Supermärkten und Bio-Läden. Steaks, Burger oder Würstchen aus Seitan sind zum Grillen sehr beliebt, da sie eine fleischähnliche Konsistenz haben. Weil auch der Geschmack von Seitan neutral ist, dürfen Gewürze nicht fehlen.

Übrigens: Seitan wird meist aus Weizenmehl hergestellt. Mithilfe von Wasser entziehen Hersteller dem Teig Stärke, sodass nur noch Weizeneiweiß, also eine glutenreiche Masse, übrigbleibt. Damit hat Seitan einen hohen Proteingehalt – und ist nichts für Menschen, die eine Glutenunverträglichkeit haben. 

Für alle drei Fleischersätze gilt: Sie enthalten wenig bis kein Fett. Deshalb immer gut mit Oliven- oder Sonnenblumenöl einpinseln. So wird die Oberfläche nicht trocken und es bleibt nichts am Rost kleben.

Übersicht: Mögliche Zutaten für Marinaden 

  • Salz 
  • Pfeffer
  • Paprika
  • Knoblauch 
  • Thymian 
  • Zitronensaft 
  • Senf
  • Sojasauce
  • Olivenöl 
  • Tomatenmark 

Gemüse grillen: So gelingt Grillgemüse auf dem Rost 

Vegetarisch Grillen: Zum Grillen ohne Fleisch gehört natürlich auch Gemüse. Pilze, Süßkartoffeln oder Mais eignen sich besonders, weil sie wasserarm sind. Wasserreichen Gemüsesorten wie Auberginen können Sie das Wasser entziehen, indem Sie sie mit Salz bestreuen und einige Stunden stehen lassen. Später das überschüssige Wasser abtupfen – dann zieht die Marinade besser ein. Kommen Karotten und Kohlrabi auf den Grill, empfiehlt es sich, diese am besten vorher zu kochen.

Grillgemüse, wie Fleischersatz auch, sollten Sie bei niedriger Temperatur auf dem Grill garen und nicht zu lange darauf liegen lassen, weil ansonsten die Nährstoffe verloren gehen. Am besten wird es schonend in Schalen gegart. Zum Würzen empfehlen wir Ihnen Rosmarin, Thymian, Pfeffer, Zitronensaft und frische Kräuter. Und auch hier gilt: Öl nicht vergessen. Damit feine, frische Kräuter nicht verbrennen, ist es sinnvoll, das Gemüse erst gegen Ende der Grillzeit damit zu würzen – Öl sollten Sie vorher aufgestreichen.

Festes Gemüse wie Paprika und Aubergine schmeckt besser, wenn es mariniert ist. Die Marinade sollte geschmacksintensiv sein und mindestens drei bis vier Stunden einziehen.

Achtung Schadstoffe: Grillgut in Grillschale legen 

Wenn Sie das Grillgut marinieren, sollten Sie es in einer Grillschale auf den Grill legen. Denn wenn Fett aus der Marinade in die Glut tropft, können – wie beim Fleischgrillen auch – polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Einige PAK sind krebsauslösend. Sie gelangen über den aufsteigenden Rauch an das Grillgut. Um das Öl aufzufangen, bieten sich feuerfeste Schalen an. Und es gibt Alternativen zu Aluminium: Unterlagen aus Edelstahl oder emailliertem Stahlblech, dünne Steinplatten aus Schiefer oder Speckstein, aber auch große Obst- oder Gemüseblätter können verwendet werden. Kohl oder Rhabarber sind beispielsweise eine gute Unterlage.

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Vegetarisch grillen: Darauf sollten Sie achten 

  1. Festes Gemüse wie Paprika und Aubergine schmeckt besser, wenn es mariniert ist. Die Marinade sollte geschmacksintensiv sein und mindestens drei bis vier Stunden einziehen.
  2. Veganer Fleischersatz wie Tofu haben kein Fett. Deshalb am besten immer eine Schale mit Oliven- oder Sonnenblumenöl neben den Grill stellen und einpinseln. So wird die Oberfläche nicht trocken und es bleibt nichts am Rost kleben.
  3. Fleischersatz und Grillgemüse sollten nicht zu lange auf dem Grill liegen – am besten bei niedrigerer Temperatur garen.

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