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Studie bescheinigt Kaffeetrinkern längeres Leben

Konsum senkt offenbar Krebs- und Herzinfarktrisiko

Kategorie: Essen und Trinken | 05.07.2018

Studie bescheinigt Kaffeetrinkern längeres Leben

Kaffeetrinker haben eine höhere Lebenserwartung und ein geringeres Risiko für Krebserkrankungen und Herzinfarkte. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher in einer Studie, veröffentlicht im Fachblatt "Jama Internal Medicine". Die Mediziner analysierten für die Arbeit Daten von 500.000 Briten, die an der Langzeitstudie UK Biobank teilnehmen. Sie berücksichtigten Erwachsene im Alter von 38 bis 73 Jahren, die alle umfassende Angaben zu ihrem Kaffeekonsum gemacht hatten.

Studie: Sterberisiko sinkt durch Kaffeetrinken

Von den 500.000 Teilnehmern starben innerhalb von zehn Jahren 14.225 aus den unterschiedlichsten Gründen. Dabei konnten die Forscher zeigen, dass die Kaffeetrinker im Vorteil waren. Denn das Sterberisiko sank - und zwar je stärker, desto mehr Kaffee sie tranken. Wer eine Tasse am Tag trank, konnte das Risiko für die kommenden zehn Jahre um sechs Prozent verringern. Menschen mit sechs oder mehr Tassen täglich hatten ein um 16 Prozent verringertes Risiko für einen vorzeitigen Tod.

Kaffeetrinken: Weitere Studien bestätigen positive Effekte für Gesundheit

Auch andere Studien haben bereits auf die Vorteile des Kaffeetrinkens hingewiesen. So ergab die deutsche EPIC-Beobachtungsstudie von 2012, dass der Kaffeekonsum zumindest nicht mit einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen verbunden ist. An ihr hatten mehr als 42.600 Erwachsene teilgenommen. Die EPIC-Studie machte klar, dass aus gesundheitlicher Sicht nichts gegen das Kaffeetrinken spricht.

Schadstoff Acrylamid nicht in Studien zu Kaffee berücksichtigt

Ist Kaffeetrinken nun gesund? ÖKO-TEST bleibt skeptisch. Fakt ist, dass Kaffee einen potenziell krebserregenden Stoff enthält: Acrylamid. Die Substanz entsteht als Nebenprodukt bei der Kaffeeröstung. Unsere Tests aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Belastung gesunken ist. Einzelne Kaffeeprodukte fallen aber immer wieder mit erhöhten Werten auf. Insofern kann Kaffee nur dann Teil einer gesunden Ernährung sein, wenn die Produzenten den Schadstoff Acrylamid weiterhin so weit wie möglich reduzieren.


Weiterführende Links

https://www.oekotest.de/essen-trinken/23-Kaffeesorten-im-Test_102891_1.html

https://www.oekotest.de/essen-trinken/15-Kaffeekapseln-im-Test_104980_1.html

https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/2686145