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Ratgeber: Abnehmen

Schluss mit falschen Vorstellungen

ÖKO-TEST Februar 2011 | Kategorie: Essen und Trinken | 28.01.2011

Ratgeber: Abnehmen

"Abends essen macht dick", "Wasser trinken macht schlank" - jeder kennt solche Sprüche und keiner weiß so genau, was dran ist. Wir verraten es.

Lieber fünf kleine Mahlzeiten pro Tag als drei große.

Das gilt nicht uneingeschränkt. Denn ob man zu- oder abnimmt, das hängt von der gesamten Kalorienmenge ab, nicht von der Portionierung. Jeder muss ausprobieren, womit er am besten klar kommt. Bei manchen klappt es gut, ganz diszipliniert mit drei Hauptmahlzeiten am Tag das Gewicht in den Griff zu bekommen. Andere brauchen kleine Zwischenmahlzeiten, um Heißhungerangriffen zu entgehen. Vermeiden sollte man auf jeden Fall das unkontrollierte Essen über den ganzen Tag verteilt.

Wasser trinken hilft beim Schlankwerden.

Ja, das bestätigt eine klinische Studie von Forschern der American Chemical Society. 48 Studienteilnehmer wurden zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine trank vor jeder Mahlzeit zwei Gläser Wasser, die andere nicht. Die Wassertrinker verloren im Verlauf von zwölf Wochen mit der gleichen kalorienreduzierten Ernährung durchschnittlich 2,3 Kilo mehr als die Teilnehmer der Vergleichsgruppe. Die Wissenschaftler erklären die gewichtsreduzierende Wirkung mit der Tatsache, dass Wasser kalorienfrei den Magen füllt und man dadurch automatisch weniger isst.

Orangen und Zitronen sind Fettkiller.

Models essen gern Zitrusfrüchte, weil man damit angeblich die Fettverbrennung ankurbelt. Gegen die Vitamin-C-Lieferanten ist absolut nichts zu sagen - aber schlank machen sie nicht. Obwohl Vitamin C im Fettstoffwechsel eine Rolle spielt, konnte die Wissenschaft bisher nicht nachweisen, dass es tatsächlich Körperfett schwinden lässt.

Mit "negativen Kalorien" nimmt man ab.

"Negative Kalorien" sollen laut Diätenlatein in bestimmten Lebensmitteln wie Spargel, Zucchini, Artischocken enthalten sein. Angeblich verbrennen sie bei der Verdauung mehr Kalorien, als sie liefern. Dadurch sollen die Fettreserven angegriffen werden. Nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es keinen Nachweis für die Existenz "negativer Kalorien". Abnehmen kann man natürlich trotzdem, wenn man die kalorienarmen Gemüsesorten statt fetter Speisen auf den Tisch bringt.

FdH ist die beste Diät.

"Friss die Hälfte" oder FdH wirkt, weil man seinem Körper weniger Kalorien zuführt. Also setzt er auch weniger Fett an. Allerdings hat die Sache gleich mehrere Haken: Wer sich nicht satt isst, ist anfällig für allerlei Verlockungen außerhalb der Mahlzeiten. Es gehört schon eine große Portion Disziplin dazu, die Essensmenge tatsächlich konsequent zu halbieren. Doch das nützt einem auf Dauer nicht mal viel. Denn der Körper lernt schnell, mit weniger Energiezufuhr auszukommen und schaltet auf Sparmodus. Den behält er leider auch bei, wenn man wieder normal isst - sodass man dann erst recht richtig zunimmt.

Nudeln sind Dickmacher.

Dass Nudeln viele Kohlenhydrate enthalten, bedeutet noch nicht, dass sie ungesund sind und der Figur zur Last fallen. Der Körper braucht Kohlenhydrate und sie machen einen Großteil unserer Nahrung aus. Schlecht für die

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