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Lebensmittel auffrischen statt wegwerfen

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 01.10.2020

Statt Semmeln, Salat oder Gemüse wegzuwerfen zeigen wir, wie Sie Lebensmittel auffrischen können.
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / congerdesign, Free Photos

Harte Semmeln, welker Salat und weiche Karotten haben eine Chance auf ein längeres Leben verdient. Wir verraten Tipps, wie Sie Lebensmittel auffrischen und weiterverwenden können.

Nicht immer lässt sich der Essensplan genau einhalten oder die Familie hat weniger Hunger als gedacht. Dann bleiben Lebensmittel übrig und werden bei längerer Lagerung labbrig, weich oder hart.

Viel zu schnell landen das schrumpelige Gemüse, ein hart gewordenes Käsestück oder alte Brötchen in der Tonne. Das muss nicht sein, denn mit wenig Aufwand können Sie nicht mehr ganz frische Lebensmittel auffrischen und ihnen zu einem zweiten Leben verhelfen. So reduzieren Sie die Lebensmittelverschwendung, sparen Geld – und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz.

Verschrumpeltes, weiches Gemüse auffrischen

Schrumpelige Karotten, Zucchini oder Kartoffeln sehen zwar nicht mehr so hübsch aus wie junges Gemüse – das ist aber noch lange kein Grund, das nicht mehr taufrische Gemüse wegzuwerfen. Legen Sie verschrumpeltes Gemüse einfach über Nacht im Kühlschrank in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Das funktioniert auch bei weichen Tomaten.

Ein Trick, um Lebensmittelreste zu vermeiden, ist die richtige Lagerung:

Trockenes Brot auffrischen

Wenn Brötchen oder Brezeln beim Frühstück übrigbleiben, können Sie sie problemlos am Abend oder am kommenden Tag auffrischen. Beträufeln Sie das Gebäck dazu mit Wasser und backen Sie es im Ofen nochmals kurz auf. So schmeckt die Semmel wieder wie frisch gebacken.

Harte Brotscheiben sorgen am Frühstückstisch für nicht allzu viel Freude. Frisch getoastet und mit Butter bestrichen schmecken sie jedoch wieder fast wie vom Bäcker. Lesen Sie hier weitere Verwertungstipps: Altes Brot verwerten: Zum Wegwerfen zu schade

Welken Salat auffrischen

Welke Salatblätter können Sie für ungefähr 10 bis 15 Minuten in lauwarmes Wasser legen. Das gibt dem Salat neuen Saft und Kraft, und er wird wieder knackig. Danach sollten Sie ihn allerdings rasch aufbrauchen und nicht länger lagern.

Wasser macht welken Salat und weiches Gemüse wieder knackig.
Wasser macht welken Salat und weiches Gemüse wieder knackig. (Foto: Shutterstock / Anton Havelaar)

So wird harter Käse wieder weich

Wenn Käse nicht richtig verpackt ist, wird er hart und trocken. Milch hilft dagegen! Legen Sie das hart gewordene Käsestück für 20 Minuten in Milch und tupfen Sie es danach mit einem Küchentuch vorsichtig trocken.

Pizza von gestern aufbacken

Wer die Pizza beim Italiener nicht ganz aufisst, sollte sie in jedem Fall mit nach Hause nehmen. Die Pizzastücke lassen sich am nächsten oder sogar übernächsten Tag prima aufbacken.

Tipp: Die Pizza nicht im Backofen aufbacken, sondern mit wenig Fett in der Pfanne heiß machen. So wird der Boden wieder wunderbar knusprig.

Lesetipp: 15 Tiefkühlpizza mit Salami im Test

Wie werden trockene Kekse wieder weich?

Soft-Kekse werden hart, harte Keks- und Plätzchensorten mit der Zeit weich. Für beide Probleme gibt es eine Lösung: 

  • Zu trockene Kekse können Sie zusammen mit einem Apfel in eine Dose legen. Durch die Feuchtigkeit des Apfels werden die Kekse oder Plätzchen wieder weicher.
  • Werden harte Kekse wie Cantuccini falsch gelagert, werden sie weich und schmecken nicht mehr. Hier hilft Nachtrocknen im Backofen bei niedriger Temperatur und leicht geöffneter Backofentür.

ÖKO-TEST hat Kekse für Sie getestet:

Weiche Chips werden wieder knusprig

Wenn nach dem langen Fernsehabend wieder vergessen wurde, die Chipstüte zu verschließen, werden Kartoffel- oder Gemüsechips schnell weich. Im Backofen können Sie sie bei 180 Grad für drei bis vier Minuten aufbacken.

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