Startseite

Aloe Vera, Gele und Cremes

So haben wir getestet

Der Einkauf
Sommerzeit ist Aloe-Zeit - zumindest auf der Haut. Denn Aloe vera soll mit seinen feuchtigkeitsspendenden und hautberuhigenden Eigenschaften besonders gut für sonnengestresste Haut sein. Wir haben deshalb vom fast reinen Gel bis zur Bodylotion mit Aloezusatz eine ganze Palette von Produkten eingekauft. Die Menge der eingesetzten Inhaltsstoffe auf Aloe-vera-Basis unterscheidet sich dabei stark. Bezahlt haben wir, umgerechnet auf 200 Milliliter, zwischen 2,26 und 35,80 Euro.

Die Inhaltsstoffe
In der Inhaltsstoffliste werden die Bestandteile aus der Aloe-vera-Pflanze mit verschiedenen Namen rund um den Ausdruck "Aloe barbadensis" benannt. Da der Direktsaft (Aloe barbadensis leaf juice) sehr wasserhaltig ist, verzichten manche Hersteller sogar ganz auf den Zusatz weiteren Wassers. Unabhängig von Form und Menge der eingesetzten Aloe haben wir die Produkte umfangreich untersuchen lassen, unter anderem auf halogenorganische Verbindungen, Formaldehyd/-abspalter und weitere problematische Konservierungsmittel. Auch die Duftkomponenten standen auf der Prüfagenda.

Die Weiteren Mängel
Ein unnötiger Umkarton, der kein Glas oder Porzellan schützt? PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung? Solche Umweltsünden sind leicht zu vermeiden. Wir haben geprüft, welche Hersteller dennoch nicht darauf verzichten.

Die Bewertung
Punktabzüge gab es unter anderem, wenn die Hersteller PEG/PEG-Derivate einsetzen, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, ihr Produkt mit potenziell hormonwirksamem Propylparaben konservieren oder statt pflanzlicher Wachse und Öle lieber auf erdölbasierte Fette setzen, die sich bei Weitem nicht so gut ins empfindliche Hautgleichgewicht einfügen.

So haben wir getestet

"Mit Aloe vera": In der Inhaltsstoffliste taucht Aloe vera als "Aloe barbadensis" auf.

Faire Kosmetik

Die Versprechen
Was steckt hinter der versprochenen Fairness? Wir haben die Hersteller gebeten, einen umfangreichen Fragebogen zu beantworten und sie außerdem nach Belegen für ihre Aussagen gefragt. Um die verschiedenen Konzepte zum Thema fairer Handel in der Kosmetik gegenüberzustellen, haben wir die Vor- und Nachteile in Form dreier Gruppenporträts beleuchtet.

Die Inhaltsstoffe
Häufig, aber nicht immer, ist faire Kosmetik gleichzeitig zertifizierte Naturkosmetik. Doch auch das ist nicht zwingend ein Garant für einwandfreie Inhaltsstoffe. Wir wollten es genauer wissen und haben die Produkte in den Laboren auf problematische Duftkomponenten, bedenkliche Konservierungsmittel und andere Substanzen prüfen lassen.

Die Bewertung
Das Gesamturteil ergibt sich aus dem Testergebnis Inhaltsstoffe und möglichen Abzügen durch das Testergebnis Weitere Mängel. Je mehr problematische Stoffe nachgewiesen wurden, desto schlechter das Ergebnis.

So haben wir getestet

Fairsiegelt: Diese Label schmücken einige der Produkte im Test. Wir wollten wissen, welche Vorgaben die Hersteller erfüllen müssen, um sie tragen zu dürfen.

Nagellacke

So haben wir getestet

Der Einkauf
Vorbei die Zeiten, in denen Frauen vor allem Rottöne und Klarlack gekauft haben. Inzwischen gibt es keine Farbe mehr, die es nicht gibt: von dezent bis knallig, von matt bis metallic oder mit Glitzerpartikeln. Unsere Einkaufsabteilung hat sich im Einzelhandel und in Onlineshops umgesehen. Immer mehr Marken haben Gel-Nagellacke für Endverbraucher im Angebot. Da Hersteller diese häufig als Zweiphasenprodukte verkaufen, haben wir bei einigen sowohl Farblack als auch Topcoat erworben. Auch die Preisspanne ist groß: zwischen 1,50 Euro und 26,99 Euro. Damit die Preise sich leichter vergleichen lassen, haben wir alle Preise umgerechnet, auf je zehn Milliliter.

Die Inhaltsstoffe
Die Nagellacke haben wir in verschiedenen Laboren untersuchen lassen. Dabei wollten wir wissen: Enthalten sie krebserregende Nitrosamine, umstrittene Weichmacher, halogenorganische Verbindungen oder krebsverdächtiges Formaldehyd? Wie sieht es mit problematischen Lösungsmitteln und bedenklichen UV-Filtern aus?

Die Weiteren Mängel
Manche Hersteller geben die Inhaltsstoffe ihrer Produkte in sogenannten May-contain-Deklarationen an. Die Hersteller führen erst einmal alles auf, was in einem Produkt enthalten sein könnte - für jeden möglichen Farbton. Wir haben nachgefragt, weil wir es genau wissen wollten. Wer darauf nicht geantwortet hat, bekommt Punktabzug.

Die Bewertung
Für problematische Inhaltsstoffe, wie krebserregende Nitrosamine, hormonell wirksame UV-Filter oder phosphororganische Verbindungen, von denen manche möglicherweise krebserregend sind, gibt es, wie bei ÖKO-TEST üblich, zum Teil empfindliche Abzüge.

So haben wir getestet

Statt Nitrocellulose, setzt der Anbieter des Bio-Nagellacks Schellack ein. Darin haben wir keine Nitrosamine gefunden.

Lippenstifte

So haben wir getestet

Der Einkauf
Lippenstifte in klassischem Rot gehen immer. Deshalb haben wir in Drogerien, Parfümerien, im Internet, im Naturwarenhandel sowie in Apotheken insgesamt 22 Exemplare eingekauft und dafür zwischen 1,50 Euro und 19 Euro pro Stück bezahlt.

Die Inhaltsstoffe
Alarmiert durch unseren TEST Lippenpflege haben wir diejenigen Lippenstifte, auf denen erdölbasierte Inhaltsstoffe deklariert sind, auf problematische Mineralölbestandteile untersuchen lassen. Daneben standen unter anderem Farbstoffe, Konservierungsmittel, Duftkomponenten und halogenorganische Verbindungen auf der Prüfliste der Labore.

Die Weiteren Mängel
Enthält die Verpackung problematische chlorierte Verbindungen? Stecken die Lippenstifte zusätzlich in einem unnötigen Umkarton? Und machen die Hersteller transparent, welche Farbbestandteile sie im konkreten Produkt einsetzen? All das floss ins Testergebnis Weitere Mängel ein.

Die Bewertung
Je mehr bedenkliche Substanzen ein Produkt enthält, desto schlechter das Gesamturteil - so viel ist klar. Den stärksten Abzug gibt es für erhöhte Mengen an Blei. Dicht gefolgt von den problematischen Mineralölbestandteilen, die sich im schlechtesten Fall auf vier Punkte Abzug summieren. Aber auch die Weiteren Mängel sind bei einem Produkt so gravierend, dass sie sich negativ auf die Endnote auswirken.

So haben wir getestet

Beerig, knallig, rosig: Oft stecken problematische Farbstoffe wie Tartrazin oder Gelborange S dahinter.

Duschgele

So haben wir getestet

Der Einkauf
Neben klassischen Duschgelen haben wir auch die zurzeit besonders angesagten Duschschäume eingekauft. Für das günstigste Duschgel haben wir 95 Cent bezahlt, die teuersten haben 3,95 Euro gekostet - für die Schäume zahlten wir zwischen 1,45 und 8,50 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Damit ein Duschprodukt gut reinigt und schäumt, enthält es Tenside. Wir wollten wissen: Handelt es sich dabei um unbedenkliche Waschsubstanzen oder um PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger machen und mit krebserregendem 1,4-Dioxan verunreinigt sein können? Stecken hinter den fruchtig-poppigen Gerüchen problematische Duftstoffe? Und werden die Produkte mit bedenklichen Konservierern vor Keimbefall geschützt?

Die Weiteren Mängel
Wir haben im Labor analysieren lassen, ob die Verpackungen der Produkte PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen enthalten, die bei der Entsorgung zum Umweltproblem werden können.

Die Bewertung
Bedenkliche Inhaltsstoffe wie PEG/PEG-Derivate, problematische Duftstoffe, Formaldehyd/-abspalter oder Mikroplastik führen zur Abwertung. Je mehr Minuspunkte ein Produkt anhäuft, desto schlechter schneidet es im Gesamturteil ab.

So haben wir getestet

Gel versus Schaum: Optisch macht das sahnig-weiße Bläschengebilde vielleicht etwas mehr her als ein durchsichtiges Gel. Doch in der Reinigungskraft unterscheiden sich beide nicht.