Haare kämmen: 5 Fehler, die Sie ganz einfach vermeiden können

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kosmetik und Mode | 28.04.2022

Beim täglichen Kämmen schleichen sich immer wieder Fehler ein, die Sie leicht vermeiden können.
Foto: Shutterstock / Roman Samborskyi

Das Haarekämmen gehört für viele Menschen zur täglichen Beauty-Routine dazu und wird meist ganz nebenbei erledigt. Dabei kommt es schnell zu kleinen Fehlern, die dem Haar dauerhaft schaden. Diese fünf Fehler können Sie beim Kämmen ganz einfach vermeiden – und dadurch Haarbruch und Spliss verhindern.

Beim Haarekämmen kann man Fehler machen? Ohja! Die Haare zu kämmen, ist uns quasi in Fleisch und Blut übergegangen – meist kämmen oder bürsten wir unser Haar schnell nebenbei, ohne groß drüber nachzudenken. Dabei schleichen sich aber gerne kleine Fehler ein, die zur Folge haben, dass wir unnötig viele Haare ausreißen und unsere Haare stumpf werden, abbrechen oder schnell Spliss bekommen. 

Diese fünf Fallstricke auf dem Weg zu glänzendem, gesundem Haar lassen sich leicht vermeiden:

Fehler 1: Haare nass kämmen

Viele kämmen ihr Haar direkt nach der Haarwäsche, wenn es noch nass ist – und schädigen es dabei unwissentlich. Bei nassen Haaren öffnet sich die Schuppenschicht leicht, sie sind dadurch besonders anfällig und brechen leicht. Deshalb: Haare möglichst nicht in nassem Zustand kämmen!

Besser: Nasses Haar sollten Sie immer ganz besonders vorsichtig behandeln.

Kämmen Sie Ihr Haar vor dem Waschen gut durch – so können Sie sich manches Pflegemittel oder Conditioner sparen. Wenn Ihre Haare nach dem Waschen zu kleinen Knoten neigen, können Sie das feuchte Haar mit den Fingern grob entwirren.

Möchten Sie Ihr Haar nichtsdestotrotz im nassen Zustand kämmen, sollten Sie ein Pflegespray für bessere Kämmbarkeit verwenden, um Ziepen und Knötchen zu vermeiden und Ihre Haare zu schonen. Mit einem Conditioner lassen sie sich generell leichter kämmen und bürsten.

Haare richtig kämmen: Ein bisschen Geduld und das richtige Handwerkszeug hilft, Haarschäden zu vermeiden.
Haare richtig kämmen: Ein bisschen Geduld und das richtige Handwerkszeug hilft, Haarschäden zu vermeiden. (Foto: Shutterstock / nelen)

Fehler 2: Haare falsch kämmen

Wenn es morgens schnell gehen muss, passiert es leicht, dass wir unsere Haare hektisch und grob mit Bürste und Kamm bearbeiten. Dabei reißen wir nicht nur unnötig viele Haare aus, sondern schaden ihnen auch. Wer die Haare immer direkt vom Haaransatz bis in die Längen durchkämmt, sorgt damit für unnötige Belastung und noch mehr Probleme mit Haarknötchen.

Besser: Gehen Sie behutsam vor! Wer zu Knoten im Haar neigt, sollte die Haare oben festhalten und vorsichtig beginnen, erstmal die Haarspitzen auszukämmen. Arbeiten Sie sich dann langsam nach oben in Richtung Haaransatz vor. 

Achten Sie bei langem Haar darauf, dass Sie wirklich alle Haare mit dem Kamm oder der Bürste erwischen. Wer hier nachlässig ist und nur grob durchs Haar kämmt, wird eines Tages plötzlich Knoten im Haar finden.

Wenn Sie mit der Rundbürste arbeiten, wählen Sie bei langen Haaren eine große Bürste und wickeln Sie nicht zu viele Haare auf einmal um die Bürste, sondern immer nur kleine Haarpartien. 

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Fehler 3: Haare zu selten oder zu viel durchkämmen

100 Bürstenstriche am Tag – dieser Beauty-Tipp soll von Kaiserin Sissi höchstpersönlich stammen. Aber stimmt dieser royale Tipp überhaupt? Regelmäßiges Kämmen ist wichtig, um den Talg von der Kopfhaut bis in die Spitzen der Haare zu verteilen. Der Haartalg sorgt so für glänzendes Haar, das nicht so leicht bricht. Deshalb sollten Sie Ihr Haar unbedingt abends und morgens kämmen. 100 Bürstenstriche sind aber in jedem Fall zu viel des Guten.

Lockiges Haar sollten Sie so wenig wie möglich kämmen und auch bei feinem Haar sollten Sie es nicht übertreiben. 

Fazit: Regelmäßiges Kämmen ist wichtig – aber das bitte in Maßen.

Fehler 4: Mangelnde Hygiene bei Bürsten und Kämmen

Nicht nur Beauty-Accessoires wie Pinsel und Make-up-Schwamm haben sich eine regelmäßige Reinigung verdient – auch Ihre Bürsten und Kämme sollten Sie regelmäßig sauber machen. Lesen Sie dazu auch: Vorsicht, Keimschleudern: Was Sie bei Make-up & Kosmetik beachten sollten

Entfernen Sie täglich die Haare aus Ihrer Bürste. Einmal im Monat ist Badetag für Ihre Bürsten und Kämme: Dazu die Utensilien einfach mit ein bisschen Shampoo in warmem Wasser einweichen und danach ausspülen. So entfernen Sie Talg, Schuppen und Rückstände von Stylingprodukten.

Fehler 5: Falsche Bürste und falscher Kamm

Bei der Wahl des Shampoos und der Stylingprodukte machen wir uns meist viele Gedanken – bei der Auswahl von Bürste und Kamm sind wir oft ein bisschen zu (nach)lässig. Dabei ist die Wahl der richtigen Bürste wichtig für die Gesundheit der Haare:

  • Bei Locken eignet sich ein grobzackiger Kamm oder eine spezielle Lockenbürste am besten.
  • Langes, glattes Haar pflegen Sie am besten mit einer Paddlebürste.
  • Für trockenes Haar ist eine Haarbürste mit Naturborsten deutlich schonender als eine mit Plastikborsten.
  • Bei feinem Haar ist eine Rundbürste fürs Fönen die beste Wahl. 

Gut zu wissen: Kämme aus Holz sind besser für die Haare als solche aus Plastik: Das weiche Material schädigt das Haar weniger und es lädt sich nicht statisch auf.

Auf einen Toupierkamm sollten Sie Ihren Haaren zuliebe verzichten, er schädigt die Haarstruktur.

Verwenden Sie immer hochwerte Produkte und keine Billigwaren, die im schlimmsten Fall raue Nähte und zu spitze Borsten haben und damit mehr schaden als nutzen.

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Repair-Shampoos können Schäden am Haar kaschieren und es optisch gesünder erscheinen lassen. Wir haben 50 Shampoos getestet: 18 sind mit "sehr gut" rundum empfehlenswert. Minuspunkte gibt es vor allem wegen Inhaltsstoffen, die nicht gut zur Kopfhaut sind – und solchen, die Allergien auslösen können.

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