1. Home
  2. Tests

24 Körperbutter-Sorten im Test

Ratgeber Kosmetik und Wellness 9:2009 | Kategorie: Kosmetik und Mode | 06.04.2009

24 Körperbutter-Sorten im Test

Butter für den Körper, was soll denn das? Die ursprünglichen Rezepturen bestanden aus reinem Fett - daher der Name. Produkte, die anmuten wie ein Seifenstück, bestehen aus Fetten und Wachsen, die bei Raumtemperatur fest sind. Wird die Haut damit eingerieben, schmelzen sie durch die Körperwärme und lassen sich so verteilen. Meist sind es heute aber gehaltvolle Emulsionen, die unter dem Begriff Körperbutter angeboten werden. Diese cremigen Rezepturen enthalten in der Regel flüssige Öle. Ihr Hauptbestandteil ist aber Wasser, sodass sie auch konserviert werden müssen - im Gegensatz zu den klassischen Körperbutterstücken.

Wir ließen 26 Körperbutterprodukte untersuchen, überwiegend Cremes, aber auch einige mit fester Konsistenz als Stück oder im Tiegel. Sie stammen aus Naturwarenläden, Drogerien, Parfümerien, von Internetversendern und aus dem Supermarkt. Demzufolge schwanken auch die Preise stark - von rund vier Euro für einen großen 400-Milliliter-Tiegel bis zu mehr als 50 Euro für die halbe Menge. ÖKO-TEST wollte wissen, inwieweit sie gesundheitlich bedenkliche oder umstrittene Stoffe enthalten.

Das Testergebnis

Bei der Hälfte der Pflegeprodukte - darunter auch die fünf zertifizierten Naturkosmetikprodukte - haben wir an den Inhaltsstoffen nichts auszusetzen. Von fünf Cremes müssen wir allerdings dringend abraten. Sie erreichen in unserem Test nur die Gesamtnoten "mangelhaft" und "ungenügend".

Die Crabtree & Evelyn Naturals Botanical Body Butter Avocado enthält als einzige Körperbutter Formaldehyd/-abspalter, die wahrscheinlich als Konservierungsstoff eingesetzt werden. Formaldehyd ist krebsverdächtig und kann schon in geringen Mengen Allergien auslösen. Zusammen mit weiteren Mängeln ergibt das ein klares "ungenügend".

Weitere Schlusslichter sind die Highland Aromatics Sumptuous Body Butter und die Korres Body Butter Guava, die unter anderem polyzyklische Moschus-Verbindungen enthalten. Diese problematischen Duftstoffe reichern sich im Fettgewebe an und können möglicherweise die Leber schädigen. Im Fall von Korres finden wir das besonders unschön, denn die griechische Firma macht ja auf Naturkosmetik.

Bis auf zwei Ausnahmen enthalten alle Marken Parfüm oder Aromastoffe. Sie riechen in der Regel sehr stark. In der Wellments Körperbutter Sandelholz von Ecover wurde Cinnamal gefunden - ein Duftstoff mit einem hohen allergenen Potenzial. Als weniger, aber immer noch problematisch gelten die Duftstoffe Lyral und Hydroxycitronellal, die in vier weiteren Rezepturen vorkommen.

In rund einem Drittel der Rezepturen setzen die Hersteller als Emulgatoren, die Wasser und Fett verbinden sollen, PEG/PEG-Derivate ein. Sie können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Wer glaubt, dass er mit einer Körperbutter nur natürliche Fette und Öle auf seine Haut streicht, täuscht sich. In einigen Produkten werden mehr als ein Prozent Paraffine/Erdölprodukte/Silikone eingesetzt. In der Körperbutter von Bettina Barty, Dove (Unilever) und Highland Aromatics stehen die Erdölprodukte in der Deklaration sogar weit vor den natürlichen Fetten und Ölen.

Test kostenlos abrufen (PDF)

Bitte beachten Sie: das Speichern und Betrachten von PDF-Dateien auf mobilen Geräten erfordert möglicherweise zuvor die Installation einer App oder die Änderung von Einstellungen.

Wir haben diese Produkte für Sie getestet