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Ratgeber Stillen & Stillbeschwerden

Spezial Schwangerschaft | Kategorie: Kinder und Familie | 20.11.2015

Foto: CC0 / Pixabay / seeseehundhund
Foto: CC0 / Pixabay / seeseehundhund

In den ersten Lebensmonaten gibt es fürs Kind nichts Besseres, als gestillt zu werden. Denn Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung einfach unschlagbar. Daher sollten junge Mütter versuchen, auch bei Startschwierigkeiten oder Problemen nicht vorzeitig abzustillen.

Es ist ein Widerspruch: Einerseits besteht kein Zweifel daran, dass Muttermilch die bestmögliche Ernährung für einen Säugling ist und ihm wichtige Voraussetzungen für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung bietet.

Andererseits werden Frauen, die in der Öffentlichkeit stillen, nach wie vor häufig schräg angesehen. "Unverständlich", findet das der  Deutsche  Hebammenverband und wies darauf hin, dass es in der Verantwortung der ganzen Gesellschaft liege, das Stillen zu fördern. "Wer fordert, in Deutschland müsse mehr für die Gesundheit von Frauen und Familien getan werden, sollte unter anderem auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Stillen ermöglicht wird – unabhängig davon, ob das öffentlich oder im privaten Raum geschieht."

Denn Muttermilch ist nun einmal unschlagbar und das Beste, was man Kindern für ihren Start ins Leben mitgeben kann. Sie punktet zum einen mit praktischen Vorteilen: Sie ist immer verfügbar, kostengünstig, hygienisch einwandfrei und perfekt temperiert. Zum anderen enthält sie alles, was der kindliche Körper anfangs benötigt.

Für Babys ist Muttermilch unschlagbar

So macht der in der Muttermilch enthaltene Milchzucker das Kind satt und unterstützt den Aufbau einer gesunden Darmflora. Ungesättigte Fettsäuren sorgen für eine gesunde Entwicklung des Gehirns, und Immunstoffe schützen das Baby vor vielen Krankheiten. Oder vor Allergenen, denn die Abwehrstoffe, die in dem weißen Gold stecken, legen sich wie ein Film schützend auf die Darmschleimhaut des Babys. Zudem akzeptiert der Organismus das Milcheiweiß der Muttermilch als arteigen.

Das Stillen hat noch eine Reihe weiterer Vorteile: Es scheint sich positiv auf den Intelligenzquotienten auszuwirken und Übergewicht vorzubeugen. Stillkinder sind später im Schnitt schlanker als Flaschenkinder, denn sie erhalten über Muttermilch mehr Adiponektin – ein Eiweiß, das die Zucker- und Fettverarbeitung im Körper regelt und offenbar das Risiko verringert, in Zukunft dick zu werden.

Stillen hat eine Reihe erwiesener Vorteile

Auch für die Zähne ist Stillen vorteilhaft: Stillkinder haben später ein deutlich geringeres Risiko für Zahnfehlstellungen, zum Beispiel Überbiss. Denn beim Saugen an der Brust werden Zunge, Gaumen und Kiefer stärker beansprucht als beim Trinken aus der Flasche. Und nicht zuletzt vertieft der intensive Körperkontakt beim Stillen die Mutter-Kind-Bindung.

Noch Mitte der 80er-Jahre war das Stillen umstritten. Müttern wurde damals geraten, ihre Milch auf Rückstände von Umweltchemikalien untersuchen zu lassen und bei hoher Belastung das Stillen einzuschränken. Mittlerweile ist die Belastung der Muttermilch mit klassischen Schadstoffen zum Glück rückläufig. Allerdings finden sich seit einigen Jahren Spuren von Weichmachern und Flammschutzmitteln in der Muttermilch. Alle Experten sind sich aber einig, dass die Vorteile des Stillens die Risiken überwiegen. 

Zuma...

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