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Ratgeber: Pränataldiagnostik

Spezial Schwangerschaft
vom 20.11.2015

Ratgeber: Pränataldiagnostik

Hauptsache gesund?

Die Pränataldiagnostik soll schon vor der Geburt Hinweise darauf finden, ob das Kind krank oder behindert ist. Das kann ein Segen sein, aber auch ein Fluch.

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20.11.2015 | Die meisten Frauen können es kaum erwarten, ihr Kind das erste Mal auf dem Ultraschallbildschirm zu sehen. Die Umrisse, das schlagende Herz: Das Bild, das die Schallwellen zurückwerfen, ist der sichtbare Beweis, dass wirklich ein Baby im Mutterleib heranwächst.

Mit der allgemeinen Einführung des Ultraschalls in den 70er- Jahren des vergangenen Jahrhunderts endete die Zeit, in der Schwangere einfach nur guter Hoffnung waren. In der sich die Frau zwar auch Sorgen machte, aber ihr nichts anderes übrig blieb, als darauf zu vertrauen, dass das Baby gesund ist. Heute kann das Ungeborene schon wenige Wochen, nachdem Ei- und Samenzelle miteinander verschmolzen sind, auf etliche Krankheiten und Behinderungen untersucht werden. Solche vorgeburtlichen Tests haben inzwischen einen hohen Stellenwert bei den Eltern.

"Frauen möchten Pränataldiagnostik, um zu wissen, dass alles in Ordnung ist, und um sich später nicht vorwerfen zu müssen, etwas versäumt zu haben", erklärt die Frauenärztin und Psychotherapeutin Dr. Claudia Schumann aus Northeim. Und ergänzt: "Pränataldiagnostik hat sich von einer Spezialuntersuchung für wenige zu einem Instrument für alle entwickelt."

Nicht wenige Frauen halten die speziellen vorgeburtlichen Untersuchungen für Standard oder gar Pflicht. Das ergab erst kürzlich eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, an der 1.300 Mütter teilnahmen, die im Jahr davor entbunden hatten. Verpflichtend sind diese medizinischen Checks aber natürlich nicht. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen vor, dass werdende Mütter rund zwölf Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, inklusive drei Ultraschalluntersuchungen und Gewichtskontrollen sowie bestimmte Blut- und Urinuntersuchungen. Neben den Vorsorgeuntersuchungen gibt es Möglichkeiten der Früherkennung; damit ist gemeint, dass frühzeitig Probleme erkannt werden, auf die man sich einstellen muss. Zum Beispiel: Das Kind liegt vor der Geburt quer statt mit dem Kopf nach unten. Dann kann man einen Kaiserschnitt planen. Und schließlich gibt es noch die pränatale Diagnostik, die sich vor allem auf die Suche nach Chromosomen-Unregelmäßigkeiten und Fehlbildungen des Kindes konzentriert.

Aber: Jeder hat ein Recht auf Nichtwissen und kann auf die Diagnostik vor der Geburt verzichten. Das tun aber die wenigsten. Im Gegenteil nehmen fast alle Schwangeren mehr Vorsorgeuntersuchungen wahr, als bei einer unproblematischen Schwangerschaft nötig, so die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie. 80 Prozent der befragten jungen Mütter hatten auch Leistungen in Anspruch genommen, die Patienten selbst bezahlen müssen, wenn keine medizinischen Gründe dafür vorliegen. Besonders gefragt sind zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, darunter der 3-D- und 4-D-Ultraschall und das Abhören der kindlichen Herztöne, das sogenannte CTG.

Das Gendiagnostikgesetz soll dafür sorgen, dass Frauen besser über Untersuchungen vor der Geburt informiert werden und so eine bewusste Entscheidung dafür oder dagegen treffen können. Seit wenigen Jahren sind vorgebu


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