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Ratgeber: Körper und Skelett

Spezial Kinderkrankheiten
vom 07.11.2014

Körper und Skelett

Alles im Lot

Kinder wachsen rasant. Die Zähne kommen, die Haare sprießen, die Knochen werden fester, das Kind wird größer und größer. Wenn aber eine Reifungs- oder Wachstumsstörung den Lauf der Dinge behindert, ist ärztlicher Rat gefragt. Denn manchmal ist eine Operation notwendig.

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07.11.2014 | Alles in Ordnung? Gleich nach der Geburt wird das Neugeborene gewogen, gemessen und gründlich in Augenschein genommen. Bei manchen Jungen entdeckt der Arzt dann vielleicht, dass sich der Hodensack leer anfühlt. Das kann sich von allein ändern, man muss es aber beobachten, um gegebenenfalls nachzuhelfen. Wenig später, bei der zweiten oder dritten Vorsorgeuntersuchung (U 2/3), guckt sich der Kinderarzt via Ultraschall die Hüftgelenke des Babys an. Bisweilen stehen sie schief. So früh erkannt, lässt sich das meist mit ein wenig Nachhilfe beheben.

Sind die üblichen Vorsorgeuntersuchungen abgeschlossen, sollten Eltern aufmerksam bleiben. Wölbt sich zum Beispiel der Nabel nach außen, ist das meist harmlos; Beulen an der Leiste dagegen führen fast immer zur Operation. Und schließlich: Wächst das Kind gerade? Auch bei Wachstumsstörungen gilt: Je früher sie erkannt werden, desto erfolgreicher die Therapie.

Hodenhochstand

Normalerweise wandern die Hoden im siebten Schwangerschaftsmonat in den Hodensack. Wenn ein oder beide Hoden vor der Geburt nicht vollständig nach unten gewandert sind, spricht man von einem Hodenhochstand. Ein bis drei Prozent der Jungen kommen damit zur Welt, bei Frühgeborenen sind es bis zu 30 Prozent. Ursache des Hodenhochstands sind meistens Hormonstörungen, selten ein zu enger Leistenkanal.

Diagnose: Ob Hoden tastbar sind, wird unmittelbar nach der Geburt untersucht. Kann der Arzt die Hoden in den Leisten ertasten, wandern sie bei etwa sieben Prozent der Jungen in den ersten Lebensmonaten von allein in den Hodensack. Eltern sollten die Entwicklung beobachten. Können sie weiterhin bei ihrem Sohn auch beim Baden keine Hoden ertasten, sollte der Kinderarzt die genaue Ursache feststellen. Je nach Lage unterscheidet er drei Formen des Hodenhochstands:

Bauchhoden: Kann der Arzt keine Hoden ertasten, dann liegen sie vermutlich in der Bauchhöhle. Als Erstes prüft er mit Ultraschall, ob die Hoden in der Leiste liegen. Wenn nicht, ist ein Hormonstimulationstest notwendig. Dieser regt das Hodengewebe an, mehr Testosteron zu produzieren. Ist der Nachweis positiv, dann führt der Arzt eine Bauchspiegelung durch, um die Hoden zu orten und die Ursachen für die Fehlstellung festzustellen.

Leistenhoden: Der Hoden liegt im Leistenkanal, der den Bauchraum mit dem Hodensack verbindet. Der Arzt kann ihn zwar ertasten, aber nicht in den Hodensack hineinziehen.

Gleithoden: Der Hoden liegt oberhalb des Hodensacks vor der Leiste. Der Arzt kann ihn zwar kurzfristig in den Hodensack ziehen, er gleitet aber immer wieder zurück. Der Grund: Der Samenstrang, an dem er aufgehängt ist, ist zu kurz.

Behandlung: Der kleine Junge bekommt zunächst Hormone, die den Abstieg des oder der Hoden auslösen sollen. Diese werden in Form von Nasenspray verabreicht. Stellt sich nach vier Wochen kein Erfolg ein, wird eine dreiwöchige Spritzenkur angeschlossen, bei der die Hormone einmal pro Woche in den Muskel gespritzt werden. Falls die medikamentöse Behandlung auch

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