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Ratgeber: Impfen

Spezial Kinderkrankheiten
vom 07.11.2014

Impfen

Nur ein kleiner Piks?

Dreizehn Impfungen in zwei Jahren: Die meisten Eltern stellen den Rundumschutz für ihr Kind nicht infrage. Doch wer Zweifel am Vollkasko-Paket äußert, gerät unter Rechtfertigungsdruck. Die Impfdebatte ist hochemotional.

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07.11.2014 | Zur Ruhe kommen Eltern eines Neugeborenen nicht: Kaum haben sie sich im neuen Alltag eingerichtet, stehen diverse Impftermine beim Kinderarzt an. Derzeit sieht der Impfkalender die Immunisierung gegen 13 Infektionskrankheiten innerhalb der ersten beiden Lebensjahre vor. Los geht es im Alter von etwa sechs Wochen mit einer Schluckimpfung gegen Rotaviren, die schwerste Durchfälle bei Säuglingen und Kleinkindern auslösen können. Gleichzeitig steht ein Sechsfach-Impfstoff gegen Diphterie, Hepatitis B, Hib (Haemophilus influenzae Typ b), Keuchhusten, Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Wundstarrkrampf (Tetanus) auf dem Programm, der insgesamt dreimal im ersten Lebenshalbjahr und einmal im zweiten Lebensjahr verabreicht wird. Auch der Schutz vor Pneumokokken wird für alle Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat empfohlen. Und nach dem ersten Geburtstag folgt - im Abstand von vier bis sechs Wochen - eine zweimalige Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung), die zusätzlich mit einer Impfung gegen Windpocken kombiniert werden sollte.

Während die meisten Eltern den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Berliner Robert-Koch-Institut (Stiko) vertrauen und ihr Kind durchimpfen lassen, sehen andere den vollgepackten Impfkalender mit Unbehagen. Wer überlegt, ob tatsächlich jede dieser Impfungen sinnvoll ist oder nicht zumindest zu einem späteren Zeitpunkt gegeben werden könnte, findet sich unversehens in einer emotional und polarisierend geführten Debatte wieder. Obwohl es in Deutschland keine Impfpflicht gibt, stehen "speziell Eltern von Kindern im ersten Lebensjahr unter einem starken Druck, den offiziellen Impfempfehlungen Folge zu leisten", stellt der Verein Ärzte für individuelle Impfentscheidung fest. Das gehe sogar so weit, dass einige Ärzte die weitere Behandlung von Kindern ablehnen, deren Eltern sich gegen bestimmte Impfungen entscheiden.

Können frühe Impfungen das Immunsystem schädigen?

Der frühe Zeitpunkt der ersten Impfungen ist einer der häufigsten Einwände. Das Immun- und Nervensystem von Säuglingen sei noch nicht vollständig ausgereift und könnte - vor allem durch die Mehrfachimpfstoffe - geschädigt werden. Impfkritiker vermuten beispielsweise einen Zusammenhang zwischen flächendeckendem Impfen und der starken Zunahme von Allergien oder chronischen Erkrankungen wie Asthma und Diabetes schon im Kindesalter. Die Befürworter halten diese These allerdings für widerlegt. So weist Stiko-Mitglied Dr. Martin Terhardt darauf hin, dass es in der DDR bei einer wesentlich höheren Durchimpfungsrate weniger Allergien gegeben habe. Seit der Wiedervereinigung nehme die Impfquote in den östlichen Bundesländern ab, Allergien aber zu. Und das Robert-Koch-Institut (RKI) argumentiert: "Bestimmte Infektionen treffen Säuglinge deutlich schwerer als ältere Kinder." Das sei ein wesentlicher Grund, warum Babys schon so früh geimpft werden sollten. Auf die 20 wichtigsten Einwände von Impfskeptikern geht das Robert-Koch-I

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