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Mittel gegen Reiseübelkeit können für Kinder gefährlich werden

Kategorie: Kinder und Familie | 16.11.2018

Mittel gegen Reiseübelkeit können für Kinder gefährlich werden
(Foto: © antic - Fotolia.com; C0 Public Domain / Pixabay - kalhh)

Vorsicht! Bei der Einnahme der gängigen Mitteln gegen Reiseübelkeit können Kinder lebensgefährliche Nebenwirkungen erleiden.

Kinder unter drei Jahren können durch gängige Mittel gegen Reiseübelkeit mit den Wirkstoffen Diphenhydramin und Dimenydrinat lebensgefährliche Nebenwirkungen wie Krampfanfälle erleiden. Das Bundesinstitut für Arnzeimittel und Medizinprodukte (BfArM) informierte die Pharmaunternehmen bereits im vergangenen Sommer über die Risiken, nachdem 39 schwerwiegende Fälle, darunter der Tod von fünf Babys und Kleinkindern, bekannt geworden waren.

Zu haben sind die Mittel teilweise trotzdem noch. Und das ist auch nicht verboten, wenn im Beipackzettel ausdrücklich auf die Lebensgefahr bei Überdosierung hingewiesen wird. Unser Gutachter, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt, kommt zu dem Schluss, dass unter Dreijährige dimenhydrinat- und diphenhydraminhaltige Arzneimittel weder gegen Übelkeit auf Reisen noch bei Magen-Darm-Entzündungen oder -infekten gegeben werden sollten. Die Gabe bei Fieber gilt als besonders riskant.

Tipp: Lassen Sie das Kind im Auto, wenn möglich, hinten in der Mitte sitzen, sodass es nach vorn auf den Horizont schauen kann. Auch regelmäßige Pausen, leichte Kost und Tee (Anis, Fenchel oder Kümmel) können hilfreich sein. 

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