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Jahrbuch Kleinkinder 2018
vom

Tragehilfen für Kinder

Hängepartien

Tuch und Trage sind gute Alternativen zum Kinderwagen. Mama oder Papa haben die Hände frei, und das Baby spürt körperliche Nähe. Paradiesische Zustände - sofern die Trage die Kleinen nicht in eine schlechte Haltung zwängt. Unser Test zeigt: Das ist viel zu oft der Fall. Doch zum Glück gibt es auch gute Produkte.

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18.01.2018 | In den vergangenen Jahren hat sich die Qualität von Babytragen zwar verbessert, es gibt jedoch weiterhin Modelle, die sich kaum auf Kind oder Eltern einstellen lassen. Und auch die besseren Ausführungen haben ihre Tücken. "Inzwischen gibt es viele gute Produkte. Meist braucht es eine intensive Beratung, da die Modelle viel flexibler auf verschiedene Größen und Gewichte einstellbar und damit auch komplizierter in der Handhabung geworden sind", erklärt Ulrike Höwer, Beraterin der Trageschule Dresden.

ÖKO-TEST wollte wissen, in welchen Tragehilfen die Kleinen am besten aufgehoben sind. Dazu haben wir 15 Produkte eingekauft - elf Tragen und vier Tücher.

Das Testergebnis

Tuch vor Trage: Mehr als die Hälfte der Produkte können wir empfehlen.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Das Angebot an Tragehilfen für Kinder hat sich in den vergangenen Jahren stark vergrößert. Der Trend geht zu Komforttragen oder Carrier, die sich mit wenigen Schnallen schließen lassen. Alternativ zum gewebten Tuch gibt es elastische Tücher aus Jerseystoff und Slings, bei denen die Stoffbahnen zum Beispiel mit zwei Ringen festgezogen werden. Eine Zwischenform aus Tuch und Trage ist der Mei Tai.

Der Praxistest
Drei Expertinnen aus den Bereichen Trageberatung und Kinderphysiotherapie testeten die Tragehilfen mit unterschiedlich alten Kindern und unterschiedlich großen Eltern. Sie prüften, ob die Tragen bequem für die Eltern sind, ob sie den Kopf der Kinder ausreichend stützen und inwieweit die Kleinen Kopf, Brustkorb, Becken, Arme und Beine am Körper der Eltern in eine gute Beziehung zueinander bringen können. Optimal für die Anatomie des Säuglings ist die Anhock-Spreiz-Stellung, in der das Kind die Oberschenkel mindestens bis zum rechten Winkel anziehen kann. Hängen die Beine herab oder wird durch die Konstruktion einer Tragehilfe der Rücken gerade gedrückt, fällt es in ein Hohlkreuz. Bei den Tüchern kontrollierten die Expertinnen die Bindeeigenschaften und Handhabbarkeit, bei elastischen Modellen auch die Nachgiebigkeit des Stoffes. Da Kinder Tragen und Tücher auch in den Mund nehmen, wurde überprüft, ob die Farben speichel- und schweißecht sind.

Die Inhaltsstoffe
Alle Tragen und Tücher haben wir auf Formaldehyd und Nonylphenolethoxylate analysieren lassen. Formaldehyd, ein krebsverdächtiger Stoff, wird eingesetzt, um Textilien zu veredeln. Nonylphenolethoxylate dienen bei der Textilverarbeitung als Tenside, sie sind starke Umweltgifte. Wir ließen die Farben auf problematische und verbotene aromatische Amine prüfen, Metallschnallen auf lösliches Nickel. Verunreinigungen mit halogenorganischen Verbindungen können aus dem Färbeprozess stammen. Hautreizendes Antimon kann in Polyesteranteilen und optische Aufheller können in Garn, Etiketten und Frotteelätzchen vorkommen.

Die Bewertung
Eine Tragehilfe sollte sich aus physiotherapeutischer Sicht für den Gebrauch eignen und die frühkindlichen Bewegungen unterstützen und fördern. Sie sollte aber auch frei von Schadstoffen sein. Unser Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Gebrauchseignung. Ist das Testergebnis Inhaltsstoffe nur "befriedigend” oder "ausreichend”, verschlechtert dieses das Gesamturteil um eine Note.

So haben wir getestet

Wie funktioniert das? Im Praxistest schauten sich unsere Testerinnen die Produkte sehr genau an.

Online abrufbar