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Was ist Schellack und wofür wird es verwendet?

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 27.06.2021

Schellack wird in zahlreichen Produkten eingesetzt - zum Beispiel Nagellack, Zitrusfrüchten und Medikamenten.
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - Mountainbeehive, JillWellington, Pexels

Im Supermarktregal, in der Apotheke und sogar im Nagelstudio – Schellack begegnet uns an vielen Orten. Doch was genau steckt eigentlich hinter der Substanz? Wir klären die wichtigsten Fragen zur Herstellung und den Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

  • Schellack ist nicht jedem ein Begriff, steckt aber in Schokolinsen, Kaffeebohnen und Zigaretten.
  • Das Harz ist ein natürliches Produkt, das als Glanz-, Überzug- und Bindemittel eingesetzt wird.
  • Bedenklich ist das Lackharz nicht – allerdings nicht für alle Menschen geeignet.

Egal, ob Sie sich für den Sommer einen lange glänzenden Nagellack ausgesucht oder sich kürzlich einen glänzenden Kaugummi in den Mund gesteckt haben, in beiden Fällen sind Sie ziemlich sicher mit einer Substanz in Berührung gekommen: Schellack.

Woher kommt Schellack?

Schellack, auch Plattlack oder Lackharz genannt, ist ein Harz, das Schildläuse absondern. Das Harz wird von den Bäumen geernet, erhitzt, gesäubert und geformt, um anschließend zu Schellack zermalmt und weiterverarbeitet werden zu können.

Die Industrie verwendet es zur Herstellung von Lacken. Der Lackharz kann unterschiedliche Farben haben, das ist abhängig von der Baumart und dem Herkunftsland. Vorrangig wird das Harz in Asien gewonnen.

Für was wird das Lackharz verwendet?

Da Schellack wird für verschiedenste Produkte als Überzug verwendet und verleiht ihnen einen schönen Glanz. Früher überzog die Musikindustrie Schallplatten mit Schellack, um die Oberflächen zu versiegeln. Schallplatten hießen damals teilweise auch Schellackplatten. Später verdrängten Kunststoffe allerdings das natürliche Harz.

Schellack als größere Flocken, die weiterverarbeitet werden können.
Schellack als größere Flocken, die weiterverarbeitet werden können. (Foto: Shutterstock / Juris Kraulis)

Heute findet Schellack in vielen Branchen Anwendung, darunter:

  • Kosmetik: Schellack sorgt in Nagellacken und Haarsprays für Glanz und wird auch in Wimperntuschen und Cremes eingesetzt. Auch in Naturkosmetik wird der Stoff verabeitet.
  • Lebensmittel: Das Harz lässt Süßigkeiten wie Schokolade und Kaugummidragées glänzen, ebenso Nüsse, Kaffeebohnen, Zitrusfrüchte und Nahrungsergänzungsmittel.
  • Lacke und Farben: Das Lackharz dient als Binde- und Färbemittel, es ist auch ein Bestandteil von Tusche.
  • Möbel: Schellack findet sich in vielen Möbelpolituren.
  • Medikamente: Tabletten sind mit dem Plattlack überzogen.
  • Zigaretten: Schellack wird als Klebstoff verwendet.
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Ist Schellack giftig?

Schellack ist wasserabweisend und in Alkohol löslich – aber keineswegs giftig. Der Stoff gilt als unbedenklich. Es handelt sich bei dem Lack um ein natürliches Produkt, das bei der Verarbeitung keine giftigen Dämpfe ausstößt. Zudem ist Schellack eine biologische Alternative zu giftigen Chemikalien.

In der Lebensmittelindustrie wird die Substanz mit der E-Nummer E904 gekennzeichnet. Die Oberflächenbehandlung von frischen Zitrusfrüchten mit E 904 Schellack ist von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung erlaubt und mit dem Hinweis "gewachst" zu kennzeichnen.

Dennoch ist Schellack ein tierisches Produkt, in dem nicht nur die Ausscheidungen der Schildläuse enthalten sind, sondern auch Rückstände der Tiere. Für Veganerinnen und Veganer ist es deshalb nicht geeignet. Bei Süßigkeiten und Kosmetika bieten Vegan-Siegel eine gute Orientierung und schließen tierische Inhaltsstoffe aus. Auf Nachfrage erhalten Sie in der Regel auch in der Apotheke tierfreie Arzneimittel.

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