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Schweißfüße: Diese Tipps helfen gegen Fußgeruch

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 28.07.2022

Schweißfüße: Tipps und Hausmittel gegen stinkende Füße
Foto: Shutterstock/aslysun

Unangenehmer Fußgeruch macht uns vor allem im Sommer zu schaffen, wenn nicht nur der Körper schwitzt, sondern auch unsere Füße. Dabei gibt wirksame Hausmittel und Helferlein, um gegen müffelnde Füße oder Schweißfüße vorzugehen. ÖKO-TEST weiß Rat.

Schweißfüße sind sowohl in der kalt-nassen als auch in der heißen Jahreszeit ein Problem. Denn: Stecken die Füße im Herbst und Winter in engen, wenig luftdurchlässigen Stiefeln, können sie nach dem Auspacken unerfreuliche Gerüche von sich geben.

Das Gleiche passiert im Sommer, wenn die Füße aufgrund der Hitze zu schwitzen beginnen: Auch hier sammelt sich Feuchtigkeit in den Socken und Schuhen und stellt dort ein Mikroklima her, in dem sich Bakterien und Pilze besonders wohlfühlen. Deren Stoffwechselprozesse sind wiederum dafür verantwortlich, dass die Füße anfangen, unangenehm zu riechen.

Schweißfüße lassen sich gut bekämpfen

Dagegen hilft regelmäßige Fußhygiene – sowie natürlich die hier vorgestellten Hausmittel. Sie sorgen schon mit wenig Mühe dafür, dass Sie sich wieder die Schuhe ausziehen können, ohne Angst haben zu müssen, dass andere Sie entsetzt anstarren. Den eigenen Füßen kann man das Schwitzen zwar nicht abgewöhnen, aber sehr wohl die Folgen in Grenzen halten. Deshalb hier unsere Tipps gegen störende "Käse-" oder Schweißfüße.

1. Die richtigen Schuhe wählen

Tragen Sie im Sommer vor allem leichte, möglichst offene Schuhe wie Sandalen, Flip-Flops, Sandaletten & Co.: Sie geben der Haut Luft zum Atmen, sodass sie schneller trocknen kann. Störende Gerüche können so gar nicht erst entstehen.

Auch im Herbst und Winter ist die richtige Fußbelüftung ein zentraler Punkt. Hier gilt: Schuhe, die einen höheren Kunststoffanteil haben, sind in der Regel nicht so luftdurchlässig wie solche, die aus Naturmaterialien bestehen. Lederschuhe beispielsweise haben die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und nach außen abzugeben. Das ist bei Synthetik-Schuhen nicht der Fall, obwohl es auch dort besonders atmungsaktive Modelle gibt, die beispielsweise aus Mesh-Materialien bestehen.

Fußpflege bei ÖKO-TEST

Wer seinen Füßen Gutes tun will, lässt ihnen regelmäßige Pflege zukommen: Häufiges Eincremen der Füße soll auch Fußgeruch abschwächen. Gut, dass ÖKO-TEST soeben 24 Fußpflege-Produkte ins Labor geschickt hat: 

2. Mit den Schuhen richtig umgehen

Damit Ihre Schuhe die Gelegenheit bekommen, ausreichend zu trocknen, sollten Sie öfter mal das Schuhwerk wechseln. Bei Lederschuhen beispielsweise kann es gerne mal 24 Stunden dauern, bis sie sämtliche Feuchtigkeit abgegeben haben.

Im Handel finden sich außerdem spezielle Einlegesohlen, die geruchshemmend wirken sollen; dazu werden Schuhsprays angeboten, die versprechen, geruchsbildende Keime im Schuhwerk zu bekämpfen.

3. Gegen Schweißfüße: Schuhe waschen

Was viele nicht wissen: Die meisten Schuhe aus synthetischen Materialien dürfen auch mal eine Runde in der Waschmaschine drehen. Das zerstört Keime wie Bakterien und Pilze, die für Schweißfüße (mit)verantwortlich sind. Und als Bonus sehen die Schuhe nach dem Waschgang sauberer aus als zuvor.

Was Sie beim Schuhewaschen beachten müssen, haben wir in einem eigenen Beitrag aufgeschrieben – klicken Sie dazu auf den folgenden Kasten:

4. Die richtigen Socken und Strümpfe ...

Manche Socken nehmen Schweiß besser auf als andere und geben ihn auch besser weiter. In anderen Strümpfen hingegen schmoren sie im eigenen Saft – da ist schnell ein unerfreulicher Geruch garantiert.

Den besten Ruf genießen auch hier Naturmaterialien wie Merino oder Baumwolle. Je mehr Synthetik in der Socke, umso wahrscheinlicher ist Fußgeruch. Tipp: Besorgen Sie sich Sport-, Lauf- oder Wandersocken, die Sie auch problemlos im Alltag anziehen können. Diese bestehen in der Regel aus Mischmaterialien und sind speziell dafür ausgelegt, auch unter extremeren Bedingungen für trockene und geruchsfreie Füße zu sorgen. Zehensocken hingegen haben mehr Kontakt mit der Haut als normale Socken und können deshalb (etwas) mehr Schweiß aufnehmen.

Wer Probleme mit Schweißfüßen hat, sollte außerdem überlegen, die Socken zukünftig zweimal am Tag zu wechseln.

5. … und der richtige Umgang damit

Auch Strümpfe und Socken wollen richtig behandelt werden. Dabei gilt: Wenn Socken schon kurz nach dem Waschen wieder müffeln, haben darin Keime überlebt, die durch den frischen Schweiß schnell "reaktiviert" werden und Gestank produzieren.

Waschen Sie solche Socken und andere geruchsanfällige Materialien deshalb auch einmal bei höheren Temperaturen (60 Grad aufwärts) und überlegen Sie, sie mit einem Hygiene-Textilerfrischer – im Wesentlichen ein bakterientötendes Desinfektionsmittel – nachzubehandeln.

6. Schweißfüße: Medizinische Ursachen klären

Schweißfüße gehen mitunter gar nicht auf das Zusammentreffen von Schweiß und Bakterien zurück, sondern haben eine behandlungsbedürftige Ursache. Auch Fuß- oder Nagelpilzbefall können beispielsweise für Fußgeruch (mit)verantwortlich sein. Hier hilft nur die korrekte Therapie und Behandlung.

ÖKO-TEST hat dazu immer wieder Medikamente getestet: Mittel gegen Fußpilz zuletzt 2018, Mittel gegen Nagelpilz gerade erst im Mai 2022. Klicken Sie auf die Links, um mehr zu erfahren und lesen Sie auch: Fußpilz behandeln: Diese Hausmittel können helfen

7. Öfter barfuß laufen

Wer regelmäßig barfuß läuft, bietet seinen Füßen nicht nur willkommene Abwechslung, sondern sorgt auch dafür, dass Luft an den Fuß kommt und Schweiß trocknen kann. Gleichzeitig werden derweil die Schuhe ausgelüftet.

Regelmäßigem Barfußgehen werden noch weitere positive Effekte zugeschrieben – mehr dazu lesen Sie in: Barfuß laufen – wie gesund ist es tatsächlich?

8. Weitere Tipps gegen Schweißfüße

  • Im Handel sind spezielle Fuß-Deos (in Creme- oder Sprayform) zu finden, die beispielsweise mit Aluminium oder Teebaumöl wirken.
  • Ein Klassiker ist außerdem Fußpuder, das Feuchtigkeit bindet und so für trockene, wohlriechende Füße sorgt. Zehenzwischenräume nicht vergessen!
  • Regelmäßige Fußbäder können nicht nur antibakteriell wirken, sondern auch durch ihren Duft dazu beitragen, möglichen Fußgeruch zu überdecken. Tipp: Wir haben 2022 auch Fußbäder getestet.
  • Wenden Sie sich bei dauerhaften, starken Beschwerden an einen Arzt: Er kann spezielle Therapiemöglichkeiten vorschlagen, die über Hausmittel und Drogerieprodukte hinausgehen.

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