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Ratgeber: Laktoseintoleranz

Spezial Heuschnupfen und Allergien
vom 07.03.2014

Ratgeber: Laktoseintoleranz

Die Milch macht's

Wer mit Blähungen und Durchfall auf Milch, Joghurt und Käse reagiert, leidet häufig nicht an einer Milcheiweißallergie, sondern verträgt den Milchzucker Laktose nicht. Allerdings sollte die Unverträglichkeit ärztlich abgesichert werden, bevor man auf viele gesunde Lebensmittel verzichtet.

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07.03.2014 | Das Müsli am Morgen mit Joghurt und Milch, der Latte Macchiato am Nachmittag, die Käseplatte als letzten Gang eines gelungenen Abendessens - was den einen gut schmeckt, verursacht den anderen Bauchgrimmen und mehr. Etliche Deutsche leiden an einer Laktoseintoleranz: Sie vertragen den Milchzucker Laktose nicht und reagieren darauf mit Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Die Beschwerden setzen eine halbe bis zwei Stunden nach dem Essen ein.

Anders als bei einer Allergie sind diese Reaktionen zwar lästig und manchmal auch schmerzhaft, aber nie lebensbedrohlich. Die Laktoseintoleranz zählt zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten - und ist nicht besonders selten. Etwa 15 bis 20 Prozent der Deutschen können nach Angaben der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) keinen Milchzucker aufspalten. Das sind bis zu 16 Millionen Menschen.

Bei der Laktoseintoleranz wird im Dünndarm zu wenig Laktase gebildet: Das wichtige Enzym spaltet die Laktose in seine beiden Bestandteile Glukose und Galaktose auf. Nur dann können die zwei Bausteine des Milchzuckers vom Darm aufgenommen und in Energie umgewandelt werden. Kommt die Laktose aber wegen Laktasemangel ungespalten in den Dickdarm, wird sie dort von Bakterien zerlegt, was zu Gärungsgasen und vermehrten Darmbewegungen führt. Die Beschwerden setzen etwa eine halbe Stunde nach dem Essen ein.

Während Säuglinge noch jede Menge des Enzyms produzieren, um die Muttermilch überhaupt verdauen zu können, geht bei einigen Menschen die Fähigkeit, genug Laktase zu bilden, mit den Jahren verloren. Nord- und Mitteleuropäer sind davon nicht so häufig betroffen wie Asiaten oder Afrikaner. Global betrachtet können sogar etwa 75 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung keine Milch vertragen.

Es ist also gar nicht so normal, Milch, Joghurt und Co. ohne Probleme genießen zu können. Evolutionsgeschichtlich gesehen ist es sogar eine kleine Sensation - und war einst ein enormer Vorteil. Bis vor 8.000 Jahren vertrugen die Menschen keine Milch. Erst mit der Verarbeitung von Milch zu Käse, Joghurt und Kefir, die einen verträglicheren Laktosegehalt als Frischmilch hatten, passierte quasi eine Ernährungsrevolution: Zum einen standen den Viehbauern wertvolle Nahrungsmittel zur Verfügung, die ihnen das Überleben einfacher machten. Und zum anderen kam es zu einer genetischen Mutation, die zu einer dauerhaften Ausschüttung des Enzyms Laktase führte. Seit dieser Zeit haben zumindest Nord- und Mitteleuropäer weniger bis gar keine Probleme mehr mit der Milch.

Hin und wieder kann man sich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass derzeit eine Mutation in die andere Richtung statt findet. In den Supermarktregalen nehmen die laktosefreien Milchprodukte immer mehr Platz ein, in den großen Kaffeehausketten wie Starbucks ist es kein Problem mehr und fast schon angesagt, den Latte Macchiato mit laktosefreier oder Sojamilch zu bestellen, und jeder Schul- oder Kindergartencaterer kennt die Fragen der Eltern, ob auch laktosefreie E


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